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Zu viel geheult um seinen "Lebensmenschen": Jörg Haiders Ex-Pressesprecher und vermeintlicher Lover Stefan Petzner durfte nicht BZÖ-Klubchef im österreichischen Nationalrat werden.

Von Carsten Weidemann

Er bezeichnete Jörg Haider als seinen "Lebensmenschen" und konnte in den ersten Interviews nach dem Unfall seiner Tränen und seiner Trauer kaum Herr werden: Stefan Petzner, 27-jähriger Ex-Pressesprecher des Rechtspopulisten und sein Nachfolger im Parteivorsitz. Doch die öffentlich ausgeschlachtete Homo-Affäre hat der politische Kometenkarriere von Haiders "Nebenwitwer" (taz) nun einen Dämpfer verpasst: Seine Parteifreunde vom Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) wählten am Donnerstag nicht ihn, sondern 43-jährigen Kärntner Josef Bucher zum neuen Fraktionsvorsitzenden (Klubobmann) im Nationalrat.

Petzner galt ursprünglich als alleiniger Kandidat für die Position des Klubobmanns. Nach der Abstimmung erklärte er, er selbst habe Bucher vorgeschlagen. Petzner selbst wurde in der Sitzung zu einem der fünf Stellvertreter Buchers gewählt

Zum Ärger der Parteifreunde hatte Stefan Petzner die Homo-Gerüchteküche mit manchen Äußerungen selbst angeheizt. "Was den Jörg und mich betrifft, war es mehr. Es war umfassend – in vielen Facetten, auf vielen Ebenen", beschrieb der 27-Jährige etwa in der TV-Sendung "Frühstück bei mir" sein Verhältnis zu Haider. Der junge BZÖ-Chef bezog in seine Beschreibungen auch die Witwe des ehemaligen Parteichefs mit ein. "Sie hat ihn geliebt als Frau, er hat sie geliebt als Mann. Ich habe ihn auf eine ganz andere und eigene Weise geliebt. Sie hat das verstanden." Spätere Versuche, die Ausstrahlung der Sendung zu verhindern, blieben erfolglos.

In der österreichischen Frauenzeitschrift "Madonna", berichtete unterdessen Petzners Schwester Christiane, dass ihr Bruder den Kärntner Landeshauptmann bereits "als Kind verehrt" habe: "Drei Viertel seiner Zeit hat er mit Haider verbracht, auch die Wochenenden und Feiertage." Haider habe es sehr geschätzt, dass Petzner in manchen Dingen ein Gegenpart war. "So hat jeder gekriegt, was er brauchte", erklärte die 30-Jährige. Über die sehr enge und vertraute Verbindung zwischen dem umstrittenen Kärntner Landeshauptmann und seinem 27-jährigen Pressesprecher sei Haiders Ehefrau jedoch nicht glücklich gewesen: "Manchmal war Claudia Haider auch eifersüchtig auf Stefan, weil der mehr Zeit mit ihrem Mann verbracht hat als sie", plauderte Christiane Petzner.

Im Kärntner Szenemagazin "Monat" hatte sich Stefan Petzner kürzlich noch als Hetero geoutet und dort ausführlich über sein erstes Mal berichtet: "Sie war süße 16, hieß Petra und war meine erste große Liebe." Als "unschuldiger Junge vom Lande" habe er "null Ahnung" gehabt, als er mit Petra im Bett gelegen habe. "Ich war irrsinnig nervös", erinnert er sich. Nur so ist es zu erklären, warum er mittendrin plötzlich sagte: "Ich mag nimmer. Irgendwie find i das komisch. Hör ma auf!"



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20 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 24.10.2008, 13:56h
  • Also für mich sind die beiden ein Paar (gewesen). Das geht doch alles in die Richtung, oder was meint ihr? Vielleicht ist der Jörgi nicht ganz umsonst gestorben und es wird eines der innenpolitisch und innerparteilichen "coming out´s? Vielleicht haben dann unsere Brüder und Schwestern in Östereich bald das Standesamt offen.
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#2 xyAnonym
  • 24.10.2008, 14:27h
  • Also wenn ich mit Mädchen rumgemacht hätte, hätt ich das auch irgendwie komisch gefunden. LOL Übrigens ist es, ganz generell gesprochen, auch und gerade in schwulen Beziehungen sehr hilfreich, wenn der eine Beteiligte der Gegenpart des anderen ist. Zumindest ist bestimmten Situationen. (Ob wir diesbezüglich auch noch Näheres aus dem Hause Haider erfahren?)
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#3 maartinAnonym
#4 VolumeProProfil
  • 24.10.2008, 15:59hMönchengladbach
  • Jetzt wird sich Petzner auf jeden Fall erklären müssen.

    Niemand ist gezwungen sein Privatleben zu offenbaren, außer man hat durch private Kontakte politische Vorteile erlangt hat, die andere Personen benachteiligen.

    Petzner wird erklären müssen, warum er von Haider so bevorzugt wurde. Immerhin ist es recht ungewöhnlich, dass ein 27-Jähriger erst Generalsekretär einer Partei und dann nach dem Tod des Parteichefs selbst Vorsitzender wird.
    Interessant dürfte die Frage für die sein, die politisch mehr Erfahrung haben als er, aber keine Parteiämter erhielten.

    Wenn sich herausstellt, dass beide auch eine sexuelle Beziehung unterhielten, dürfte sich das positiv für die Bewegung in Österreich auswirken.
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#5 nino89
  • 24.10.2008, 18:46h
  • @ VolumePro:
    "Wenn sich herausstellt, dass beide auch eine sexuelle Beziehung unterhielten, dürfte sich das positiv für die Bewegung in Österreich auswirken."

    Ehm da bin ich mir nicht ganz so sicher. Wir sprechen hier über Rechte, keine Konservativen, sondern Rechtspopulisten. Und die haben was gegen Homos, selbst wenn vielleicht einer ihrer Parteiführer selbst bisexuell war bzw. ein anderes Mitglied der Leitung schwul ist. Die werden sicherlich irgendwie den Österreichern weiß machen, dass diese Homo-Vorwürfe lediglich manipuliert sind und erfunden. Homosexualität ist in ihren Augen doch eine freie Entscheidung oder eine Krankheit, und ein folgsamer Rechtspopulist wird sowas nicht.

    Aber natürlich kann das alles auch falsch sein und es könnte wirklich zu einer Art Liberalisierung in diesem Bezug bei den Rechten kommen. Wünschenswert für unsere lesbischwulen Geschwister in Österreich wäre es alle mal!
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#6 stromboliProfil
  • 24.10.2008, 19:36hberlin
  • Antwort auf #5 von nino89
  • eher kreißt das matterhorn und gebirt ein rosa schwules alpenglühen.
    ja, ja das aaaaaaaalpenglühhhhhhhhhn!
    So röhren dann die rechten umgepolten ( und das ohne wüstenstorm..??) wenn sie die alm ausländerfrei kämpfen...

    Du hast scho recht: "...Die werden sicherlich irgendwie den Österreichern weiß machen, dass diese Homo-Vorwürfe lediglich manipuliert sind und erfunden." , so wie andere den mossad , oder wieder andere den heiligen jiad am lenkrad des besoffenen buberldatscher gesehen haben.
    Was nicht sein darf, wird nicht sein; ausser die meute hetzt den kapitalen hirsch auch noch im jenseits! Bei den zu erwartenden auflagen und stillen revanchen entäuschter und zu kurz gekommener, ist letzeres sicher zu erwarten!

    Das die schwulen von der "tragödie" haiders profitieren können, glaube ich angesichts der peinlichkeit des sich in pose setzenden miniwitwers auf keinen fall; eher wird das gegenteil eintreten! Tiefer kann man nicht in den arsch der gesellschaft kriechen beim versuch, positionen und aufmerksamkeit zu erhaschen!
    Wiederlich der typ!
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#7 antos
#8 VolumeProProfil
#9 antos
#10 antos