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Autor Aljoscha Pause ist für seine DSF-Reportage "Das große Tabu - Homosexualität und Fußball" mit dem schwul-lesbischen Felix-Rexhausen-Preis ausgezeichnet worden.

Pauses Reportage sei das herausragende journalistische Werk zu lesbischen und schwulen Themen der zurückliegenden zwölf Monate gewesen, erklärte Jury-Mitglied Arnd Riekmann. Besonders ein Statement von Köln-Trainer Christoph Daum hatte dem erstmals Ende Mai ausgestrahlten Film bundesweite Aufmerksamkeit beschert. Der 54-Jährige hatte behauptet, dass jugendliche Fußballer vor Schwulen geschützt werden müssten (queer.de berichtete). Später hat sich Daum beim schwul-lesbischen Fanclub persönlich für diese Äußerung entschuldigt (queer.de berichtete).

"Die ebenso informative wie unaufgeregt gehaltene Reportage deckt auf subtile Weise auf, wie weit Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im Fußball tatsächlich verbreitet ist - und zwar auf allen Ebenen", heißt es in der Begründung der Jury. "Wobei ebenfalls gezeigt wird, dass sich mit Theo Zwanziger an der DFB-Spitze daran langsam etwas ändert. Auch in Aljoscha Pauses Film wagt kein Fußballprofi sein Coming-out. Doch das ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit."

Aljoscha Pause verband seinen Dank für den Preis mit einem Dank an das Deutsche Sportfernsehen. "Es ist nicht selbstverständlich, für eine solche Recherche ein halbes Jahr Zeit eingeräumt zu bekommen. Das Ergebnis und dieser Preis zeigen, dass es das wert war."

Der Felix-Rexhausen-Preis ist mit 500 Euro dotiert und wurde am Abend des 25. Oktober 2008 anlässlich der Bundesversammlung des Bundes lesbischer und schwuler Journalisten (BLSJ) in Frankfurt überreicht. Der BLSJ vergibt den Preis seit 1998 jährlich und würdigt damit ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben und Schwule. (pm)



#1 AkkiAnonym
  • 27.10.2008, 19:07h
  • Wirklich guter Beitrag - und das, obwohl er auf DSF gelaufen ist...
    Bin gespannt, wie lange es noch dauert, dass dieser zwangs-heterosexualisierte Profi-Sport (wobei Fußball ja leider nur die Spitze des Eisbergs ist) ein Ende hat. Mein "Traum": Eine Riesenpressekonferenz mit dem Titel "Elf Freunde sollt ihr sein!" und gleichzeitigem Coming-out von elf Profi-Fußballern. Das müsste doch eigentlich möglich sein, oder? Oder muss wieder Rosa von Praunheim ran?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.10.2008, 15:12h
  • Ich habe den Beitrag auch gesehen und war sehr beeindruckt. Hoffentlich kommt sowas auch mal öfter!
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 03.11.2008, 00:46h
  • Antwort auf #1 von Akki
  • "Oder muss Rosa von Praunheim ran."

    Warum nicht?

    Oder besser gesagt: Ohne ein (kollektives) Outing der Betroffenen wird jede noch so schöne Reportage über die vermeintliche, "langsame Änderung unter Dr. Theo Zwanziger" nichts als pure Augenwischerei bleiben.
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