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Heißt es nicht immer, schwule Männer kaufen besonders gern ein und geben im Schnitt mehr Geld aus als Heteros? Na, dann retten wir mal die Volkswirtschaft!

Von Jürgen Friedenberg

Die bürgerliche Presse jubelt und die Sparkassenvorstände stehen kopf: Unter den Bundesbürgern ist die Sparwut ausgebrochen. Das gute alte Sparbuch, das in den vergangenen Jahren angesichts der Wertpapierhausse fast schon in Vergessenheit geraten war, wird zum Renner. Sparsamkeit ist eine löbliche, unter Schwulen nicht unbedingt sehr verbreitete Tugend. Glücklicherweise! Denn wenn alle Leute auf einmal sparen statt zu konsumieren, droht eine Wirtschaftskrise!

Es ist so ähnlich wie im Kino. Wenn einer aufsteht, kann er besser sehen, weil er über seine Vordermänner hinweg schaut. Wenn aber alle aufstehen, sehen alle schlechter. denn sie stehen sich nun gegenseitig im Weg. Wenn ich beschließe, mein altes Auto noch ein Jahr länger zu quälen, mag mich das finanziell zunächst entlasten. Wenn aber, wie es jetzt geschieht, Tausende meinem Beispiel folgen, erschüttert das die gesamte Autobranche und gefährdet unter Umständen meinen eigenen Arbeitsplatz.

Der englische Wirtschaftswissenschafter John Maynard Keynes, der übrigens aus seiner bisexuellen Prägung kein Geheimnis machte, hat schon in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vor dem "Angstsparen" gewarnt und die Staaten aufgefordert, ihre Ausgaben kräftig zu erhöhen, um gegen die damalige Weltwirtschaftskrise anzugehen. Auch heute erschallt der Ruf nach dem Staat, der wohl wieder einmal als "Reparaturbetrieb des Kapitalismus" dienen und die Verluste der Spekulanten aus Steuermitteln "sozialisieren" soll.

Dabei wäre es doch so einfach: Kauft, Leute, kauft genau so wie ihr es vorhattet, bevor mit der so genannten "Finanzkrise" eine allgemeine "Vertrauenskrise" ausbrach. Schwule kaufen besonders gern und geben im Schnitt mehr aus als Heteros. Retten wir also die Volkswirtschaft! Machen wir uns und allen Mitmenschen Mut zum Konsum. Das heißt heute: Leben und leben lassen.



12 Kommentare

#1 gatopardo
  • 29.10.2008, 13:49h
  • Im Zuge der allgemeinen Krisenhysterie ertappt man sich aber schon selber beim Konsumverzicht, der unwillkürlich auch bei uns Pensionären Einzug gehalten hat, obgleich man mit der gesicherten Rente eigentlich gar keiner Zukunftsangst unterliegt.
    Dann kann ich auch nicht feststellen, dass zumindest in Spanien die einschlägigen Restaurants Flaute haben, wo man immer noch früh buchen muss, um einen Platz zu erhaschen, wie ich gestern bei meinem Kurzabstecher nach Córdoba erleben musste. Was denn nun ?
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#2 IchAnonym
  • 29.10.2008, 15:11h
  • Wie wurde es gestern in "Neues aus der Anstalt" so schön gesagt: Solange wir noch genug Geld haben, um uns die Biographie von Buschido zu kaufen (steht in der Spiegel-Bestseller-Liste), solange stecken wir noch nicht tief genug drin in der Krise....
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#3 stromboliProfil
  • 29.10.2008, 15:29hberlin
  • soll ich nun einen zweitwagen kaufen um die fehlgeleitete produktionsentwicklung bei den automobilherstellern zu kaschieren? Spritfressende ,tonnenschwere einpersonenbewegungsmaschinen für den sogenannten individualverkehr??!
    Damit wedegind seinen VW -deal sicher über die börsen abwickelt, wird uns was von der notwendigkeit des ankurbelns von konsum erzählt.
    Aber seien wir ehrlich: auch der gemeine homo spendabulus hat so seine schwierigkeiten alle happy our angebote auszukosten, langst doch zum normalen verzehr kaum noch.

    Vieleicht gehts den leuten gar nicht ums sparen sondern um dem blick aufs notwendige. Insofern sind die kleinsparereinlagen nominal nicht gestiegen, sondern nur umschichtungen aus aktienverkäufen vorgenommen worden... das sollte man bei einer solchen propaganda halt auch mal sagen!
    Und was hat denn der untere teil der einkommenspyramiede noch an frei verfügbarem geld ?? Übrigens wird mittlerweile zu den "unterern" 72% der bundesdeutschen bevölkerung gezählt... was die einkommensstatistik anbelangt...!
    Also ein 2ter fernseher, ein 3ter oder im aldisonderangebot 4 notebooks zwecks ankurbelung der unterhaltungsindusdrie? Schließlich bestimmt die ja auch den leistungsindex und die inflationsrate maßgeblich mit. Steht also keine weltmeisterschft vor der tür, wie wäre es mit einem neuen antiterrorbefreu(i)ungskrieg? Das bringt immer massig leute vor den fernseher und bei der hohen technik der eingesetzten waffen brauchts auch die neueste technik der bildauflösung! Nicht schöneres als eine rakete vom abschuß bis zum einschlag life zu verfolgen und dabei in großaufnahme die treffequote selbst errechnen können.
    Lidel verkauft golfschläger und mikrophon ständer ... Paul Pott- syndrom vom looser zum fixstern. Mittspielen mit geringem einsatz an leistung und können in der liga der superreichen? Das leben als KARAOKE dauervorstellung!

    Ich deck mich mit dem notwendigen ein: warme kleidung, festes schuhwerk, ein satz strapazierfähiger unterhosen und zieh mich die nächsten monate in mein neu köllner hinterhaus zurück! Von dort beobachte ich die auf und ab der internationalen börsenkurse, male sie an meine fensterscheiben und beobachte wie der regen sie wieder weg wäscht.
    Und als karaoke singe ich : "es geht alles vorüber, es geht alles vorbei..."
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#4 stromboliProfil
#5 stromboliProfil
#6 seb1983
  • 29.10.2008, 15:47h
  • Jede Zielgruppe ist halt anders, und deshalb sparen Schwule eben da wo bei Ihnen die größten Kosten anfallen: Kondome
    Jeden Abend ein neuer Parkfick kann halt ziemlich an den Geldbeutel gehen, aber wie man an den schwulen Ansteckungsraten sieht scheinen "Wir" diesen Kostenfaktor ja erfolgreich auszumerzen...
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#7 jochenProfil
  • 29.10.2008, 15:49hmünchen
  • der autor hat sicher recht in der jetzigen situation zum konsum aufzurufen.
    schließlich ist kaufen in unserem wirtschaftssystem 1. bürgerpflicht!

    danach kommt : fernseh schaun (dient zur verbreitung von propaganda sei es politisch oder als anreiz für weiteren konsum).

    wir werden sogar soweit erzogen und geschult und abgerichtet, damit wir gute konsumenten werden... behaupte ich mal...
    bildung die weiter hinaus über den konsumenten -status reicht ist leider sekundär.

    in den 80igern gab es einen populären aufkleber der lautete:
    FRESSEN
    FICKEN
    FERNSEHEN
    (geschrieben in schwarz-rot-gold ;-)

    heute müsste der aufkleber lauten, wenn er aktuell sein will:
    KAUFEN
    KAUFEN
    FERNSEHEN

    wie sich die zeiten ändern...
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#8 gatopardo
  • 29.10.2008, 16:34h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Ja mein Lieber, ein Gutes hat diese "Krise" dann doch:
    Man besinnt sich mal wieder auf das Notwendigste und kauft keinen Firlefanz mehr ein, weil man die Piepen vielleicht später noch mal brauchen könnte, wenn ´s uns wirklich an den Kragen geht.
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#9 RabaukeAnonym
  • 30.10.2008, 09:33h
  • Klar Leute! Wie sang doch schon Tamara von Silly: "Fresst und sauft und sauft und fresst". Das ist es, was Klugscheißer unserer "BUNTEN Republik" uns vermitteln wollen. Schön blöde, wie die Lämmer zum Goldschmied , mit Omas alten Ringen oder Zähnen flitzen. " Haaaaa, wir zahlen sofort Bares".
    oder" Jetzt Steuerersparnis------Kaufen Sie dieses Schadstoffarme Auto (das die Teile in Taiwan zusammengeschraubt, muß der blllööööde, nee sorry, hochwertige Kundentrottel nicht Wissen). Fakt is doch: Die Leute, die Kohle in hülle und fülle haben, die werden reicher und mächtiger. Der "Kleine" wird immer wieder der "gefickte" sein.
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#10 maaaartinAnonym
  • 30.10.2008, 10:43h
  • Antwort auf #6 von seb1983
  • ...genaugenau, raucher, trinker, sportler (die ganzen zerrungen, brüche und so), autofahrer und andere verkehrsteilnehmer, großstadtbewohner (die schlechte ungesunde luft!!!), leute die hausarbeit machen (da passieren bekanntlich die meisten unfälle), zu dünne, zu dicke, benutzer ergonomisch unvorteilhafter möbel, menschen mit ungesunden berufen, leute die wegen des jobs krankheiten verschleppen... sollten alle vom gesunheitssystem ausgeschlossen werden.

    wo kommen wir da bitteschön hin, wenn wir jeden schmarotzer durchfüttern???
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