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  • 30. Oktober 2008, noch kein Kommentar

Schauspieler aus "Desperate Housewives", "Ugly Betty" und anderen Serien werben in kurzen Videos für die Beibehaltung der Homo-Ehe in Kalifornien – dagegen spendet die katholische Kirche für die Kampagne zur Abschaffung der gleichgeschlechtlichen Ehe.

Weniger als eine Woche vor der Volksabstimmung, die die Ehe in Kalifornien als Verbindung zwischen Mann und Frau definieren soll ("Proposition 8"), haben sich mehr Hollywood-Stars für die Beibehaltung der Homo-Rechte ausgesprochen. So finanzierte der MTV-Boss Brian Graden und sein Lebenspartner einen Spot mit sieben bekannten Schauspielern, die sich für eine Niederschlagung des Referendums aussprechen: "Ich will mit ‚Nein’ stimmen, weil die Regierung kein Recht hat, sich in das Privatleben einzumischen", erklärte die 68-jährige Kathryn Joosten, die für ihre Rolle als Karen McClusky in der Serie "Desperate Housewives" bereits zwei Mal mit dem Emmy ausgezeichnet wurde. "Ich kenne zwei Dutzend schwul-lesbische Paare, die länger zusammen sind als die meisten mir bekannten Hetero-Ehen", erklärte der kanadische Schauspieler Eric McCormack, der als Hauptdarsteller in der US-Serie "Will & Grace" acht Jahre lang einen schwulen Anwalt spielte. "Es ist wirklich verrückt, dass ich im Jahre 2008 über so etwas noch reden muss", beschreibt der 45-Jährige seine Gefühle.

Youtube | Schauspieler gegen Proposition 8

In einem anderen Spot kämpfen Darsteller der populären Serie "Ugly Betty" – eine US-Version von "Verliebt in Berlin" – um die Stimmen der Latinos. In einem 30-sekündigen Spot, der sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch im Fernsehen gezeigt wird. "Man will ein Menschenrecht eliminieren", warnen America Ferrera, Tony Plana und Ana Ortiz.

Für die Abschaffung der Homo-Ehe hat sich allerdings der mexikanische Star Eduardo Verástegui ausgesprochen, der in mehreren spanischsprachigen Seifenopern und Filmen zu sehen ist und sich selbst in homoerotischen Posen ablichten ließ. Er begründet seine Ablehnung mit seinem katholischen Glauben.

Auch die katholische Kirche selbst hat in das Wahlgeschehen eingegriffen. Die Bischofskonferenz spendete 200.000 US-Dollar an ProtectMarriage.com. Diese Organisation ist eigens für die Volksabstimmung gegründet worden und schaltet Anzeigen und TV-Werbespots. Auch viele evangelikale Kirchen sowie die Mormonen werben für das Verbot der Homo-Ehe.

Schwule und Lesben können erst seit wenigen Monaten heiraten. Der Oberste Gerichtshof hatte im Mai das Verbot der Homo-Ehe als verfassungswidrig eingestuft. (dk)

Youtube | Eduardo Verástegui will keine Homo-Ehen in Kalifornien dulden - und fordert die Wähler auf, mit 'Ja' zu stimmen.


Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.