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  • 30. Oktober 2008, noch kein Kommentar

Die 14-jährige Jenny läuft vor ein Auto und verliert dabei ihr Herz an den geheimnisvollen Jungen aus Portugal. Doch Miguel ist in Wirklichkeit ein waschechtes Mädchen. Feinfühliges Liebesdrama mit Geschlechterverwirrung.

Von Carsten Weidemann

Was ist das eigentlich, die eigene Identität? Kann man sie überhaupt finden und dann einfach festlegen? Ist sie nicht vielmehr ein mal reißender und mal dahin plätschernder Fluss und somit fortwährend in Bewegung? Die junge Mel, gespielt von Anjorka Strechel, lässt sich nicht auf eine Rolle festnageln. Und findet sich trotzdem.

Die Story: Als die burschikose Mel von der hübschen Anhalterin Jenny für einen jungen Portugiesen gehalten wird, ergreift sie die Gelegenheit, ihrem bisherigen Leben zu entkommen, und erfindet sich kurzerhand neu. Sie gibt sich als Miguel aus. Jenny und Mel verlieben sich Hals über Kopf ineinander.

Jenny, die nach der ersten großen Liebe sucht, fühlt sich angezogen von dem Jungen, der so anders ist. Bei einer Familienfeier jedoch präsentiert Mel natürlich nicht Jenny, sondern ihren portugiesischen Arbeitskollegen Nuno als ihren Liebhaber, so ist nur eine Frage der Zeit, bis die Sache auffliegt.

Das Spektrum dieser emotionalen Geschichte reicht von Rollenbild, Selbstfindung und Identität bis zu der Suche nach einem selbstbestimmten Leben, nach Freundschaft und nach der große Liebe - ganz egal, wie sehr die eigenen Sehnsüchte und Träume mit den Erwartungen der Umwelt kollidieren.

Neben dem Festival in Saarbrücken (Max Ophüls Preis 2008 für Drehbuch) lief "Mein Freund aus Faro" unter anderem auf dem internationalen Festival von Karlovy Vary sowie dem Festival des Deutschen Films Mannheim.

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