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Wegen erneuter homophober Überfälle und dem Scheitern des Runden Tisches sind in Berlin Protestaktionen und eine Mahnwache gegen homophobe Hassgewalt am Samstag und Dienstag an den Tatorten geplant.

Am Samstag (1.11.) gibt es unter dem Motto "Smash Homophobia and Transphobia" eine Demonstration in Hellersdorf am U-Bahnhof Kaulsdorf Nord (ab 14 Uhr). Hier war es zu einem Überfall auf zwei lesbische Frauen gekommen. Maneo ruft für den Dienstag, (4.11.) um 18 Uhr zu einer Demo und Mahmwache in Kreuzberg am U-Bahnhof Hallesches Tor auf.

An diesem Ort ist, wie erst jetzt bekannt wurde, in der Nacht zum 18. Oktober ein Mann wegen seiner Homosexualität brutal zusammengeschlagen worden. Der 33-Jährige hatte sich an den Stationen Gneisenaustraße und Mehringdamm herzlich von Freunden verabschiedet. Zwei Männer, die das beobachteten, fragten ihn dann, ob er schwul sei, was dieser bejahte. Daraufhin schlugen sie zu. Das Opfer beschrieb die Täter als Anfang 20 und mit einem Migrationshintergrund. Zeugen informierten umgehend die Polizei und holten einen Krankenwagen. Im Hospital diagnostizierten die Ärzte einen doppelten und gesplitterten Kieferbruch; der Geschädigte musste operiert werden. Mehrere Metallplättchen wurden in den Kiefer geschraubt, um diesen zu stabilisieren; das Gebiss ist verdrahtet, so dass der 33-Jährige derzeit nur flüssige Nahrung zu sich nehmen kann.

Kurz zuvor wurde auch der brutaler Überfall auf zwei Lesben am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord bekannt. Die beiden jungen Täter, die Baseball-Mützen trugen und im Schlaberlook angezogen waren, beschimpften die 19- und 21-jährigen Frauen mit homophoben Parolen, schlugen sie und sprühten rote Farbe auf Gesicht und Kleidung. Beide werden verletzt, eine Frau erleidet Prellungen im Gesicht, am Oberkörper und eine Verletzung am rechten Ohr.

Zuletzt zeigte sich der Lesben- und Schwulenverband in Berlin enttäuscht darüber, dass ein vom Integrationsbeauftragten initiierter "Runder Tisch gegen Homophobie", bei dem Islam- und Migrantengruppen teilnahmen, keine Ergebnisse vorbrachte. Das Treffen sei als pure "Schauveranstaltung" geplant gewesen, so LSVD-Sprecher Alexander Zinn (queer.de berichtete).

Die Berliner Grünen unterstützen die Demonstrationsaufrufe: Dieses Jahr ist geprägt von besonders brutalen Übergriffen gegen Schwule, Lesben und Transgender", erklärte der schwulenpolitische Sprecher der Öko-Fraktion, Thomas Birk. Berlin droht sonst den weltweiten Ruf einer toleranten, homosexuellen-freundlichen Hauptstadt zu verlieren." Birk wird am Samstag bei der Demonstration in Kreuzberg teilnehmen. (pm/dk)



25 Kommentare

#1 dennyAnonym
  • 31.10.2008, 16:12h
  • was sagt "antifacista" wohl dazu, dass der angriff auf den schwulen von tätern mit MH verübt wurde? gestern noch hat "antifacista" diesen angrifferwähnt und angedeutet, dass das wohl nazis waren. was nun?
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#2 nino89
  • 31.10.2008, 17:09h
  • Tja, Leute mit Migrationshintergrund müssen eben auch selbst tolerant werden, bevor sie Toleranz von uns verlangen können!
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#3 BerlinkennerAnonym
  • 31.10.2008, 17:34h
  • Wundert mich wenig: Kreuzberg (oder Neukölln, Wedding, Moabit, auch weite Teile von Schöneberg. wo schon die Aids-Hilfe wegen permanenter Angriffe umziehen musste) sind bekanntlich mit vielen "Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund" gesegnet, da empfiehlt es sich bereits seit längerem, möglichst "unschwul" aufzutreten, generell unauffällig. Und in Hellersdorf... Alte Stalinisten und neue Nazis? Oder umgekehrt? Und Jugendliche mit Wurzeln hinterm Ural? Nein, das sind sicher alles nur üble Vorurteile!
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#4 BergtrollAnonym
  • 31.10.2008, 17:43h
  • *lach* Gewalt von Türken gegen Schwule? Das ist nicht neu. Ich hab selbst drei Jahre in Kreuzberg gewohnt. Da ist von der einstigen Freiheit der 80er Jahre nicht mehr viel übrig. Als Schwuler sollte man sich nicht unbedingt outen, denn sonst gibts aufs Maul. Ganz genau: nicht von Nazis, sondern von den "Migranten", wie es in den Medien immer so schön heißt. Also im Klartext: von Türken und Arabern.

    Das macht mich wütend. Was mich aber genau so wütend macht ist die dümmelnde Toleranz der linken Szene und der sich als links bezeichnenden Schwulen. Da werden Kinder misshandelt, Frauen gnadenlos unterdrückt, Minderheiten bekämpft wie im Krieg. Da herrschen auf den Straßen Hass, Angst und Gewalt... aber hey... das ist schon ok... das muss man alles im kulturellen Zusammenhang sehen... die können nix dafür, die Gesellschaft ist Schuld... Islam bedeutet Frieden. Ja, schon klar! Ich jedenfalls bin froh, dass ich aus Kreuzberg raus bin. Sollen doch die Toleranten nach Kreuzberg ziehen und aufs Maul kriegen.
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#5 alexander
  • 31.10.2008, 17:55h
  • es ist absolut albern bestimmte berliner bezirke als besonders homophob zu bezeichnen, z. b. schöneberg mit seinem extrem schwulen kiez !

    allgemein sind die ursachen bekannt durch die, die gewalt gefördert wurde, mangelnde aufklärung ect..
    jedes land, dass sich bewusst eine unterschicht schafft, heute heisst das wohl "prekariat", hat diese probleme oder wird sie bekommen und es sind immer minderheiten betroffen !
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#6 Tufir
  • 31.10.2008, 18:06h
  • Antwort auf #2 von nino89
  • "Tja, Leute mit Migrationshintergrun d müssen eben auch selbst tolerant werden, bevor sie Toleranz von uns verlangen können!"

    Oder umgekehrt formuliert: Aus unserer Richtung bekommen sie Toleranz, also dürfen wir von ihnen auch eben solche einfordern.

    Das macht klarer, wer wie in der Bringschuld steht.
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#7 xv22Anonym
  • 31.10.2008, 18:44h
  • Antwort auf #4 von Bergtroll
  • Was mich wütend macht, sind (neben Sachen wie Homophobie und und Extremismus) Leute wie du, die nicht davor zurückschrecken, ihren politischen Stempel und Vorurteile sogar Leuten in der gleichen benachteiligten Minderheit aufzudrücken.

    Ja, ich bin schwul und bezeichne mich als "links", habe dafür auch meine Gründe und wähle auch links. Deswegen verurteile ich trotzdem Homophobie, bin für Frauchenrechte und dafür, dass man Straftäter egal welcher Herkunft verfolgt und bin mir auch im Klaren darüber, dass von Jugendlichen mit "Migrationshintergrund" besonders viel Homophobie und auch homophobe Gewalt ausgeht.

    Deswegen bin ich aber noch lang kein Ausländerfeind, denn das ist keine wertende Aussage, sondern einfach Tatsache. In der Tat gibt es auch viele gewalttätige Idioten ohne Migrationshintergrund und tolerante, freundliche Leute mit Migrationshintergrund.

    Und jetzt sag mir bitte, warum ich wegen dieser Tatsachen "rechts" sein sollte und also dafür sein, dass sich zu meinen jetztigen Feinden noch Ultrakonservative und Neonazis gesellen und die Situation weiter verschlechtern?
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#8 Thomas BirkAnonym
  • 31.10.2008, 21:54h
  • Nur damit keine Verwirrung entsteht. Ich bin am Samstag bei der Demo in Kaulsdorf-Nord. Die Demo in Kreuzberg ist am Dienstag.
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#9 ArendAnonym
  • 31.10.2008, 22:17h
  • Antwort auf #5 von alexander
  • Ich hoffe, Du teilst der Berliner Aidshilfe mit, wie "absolut albern" es war, aus dem Kiez um die Kulmer Straße im schnuckligen Schöneberg wegzuziehen, weil die Angriffe und Anfeindungen durch Jugendliche mit "MH" unerträglich wurden. Noch besser: Du eröffnest dort selbst einen LGBT-Treffpunkt, der auch schon von außen erkennen lässt, dass nicht nur Dein Blick rosarot ist.
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#10 PI LeserAnonym
  • 01.11.2008, 02:18h
  • Der Antifant schreibt nicht wenn der Täter ein Muslimischer Kulturbereicherer war, sondern nur wenn es ein (imaginärer) "Nazi" war.
    Denn man ist ja heutzutage ein Rassist oder Nazi wenn man als Schwuler ein Problem damit hat von Moslems halbtot geschlagen zu werden.
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