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In Kalifornien hat ein Sprecher der Kampagne zum Verbot der Homo-Ehe ("Proposition 8") die Ehe-Öffnung mit der Machtübernahme der Nazis in Deutschland verglichen. Die größte Materialschlacht in der Geschichte der Homo-Ehe geht derweil in die letzte Runde.

Brad Dacus, Chef der religiösen Anwaltsvereinigung Pacific Justice Institute, erklärte vor jubelnden Anhängern, dass es schon einmal in der Geschichte eine Gefahr für die Menschen gab: "Die Frage war damals, ob die Leute diese Gefahr erkennen würden. Diese Zeit war Nazi-Deutschland unter Adolf Hitler", so der Sprecher von "Yes On 8". Weil die Kirche das zugelassen habe, sei es zu bösen Konsequenzen gekommen: "Bomben fielen nicht nur auf Deutschland, aber auch auf die Kirche. Lasst uns diesen Fehler nicht machen, lasst uns die Situation richtig einschätzen: ‚Ja’ für ‚Proposition 8’", fordert Dacus.

Youtube | Homo-Ehe und Hitler: Brad Dacus in Aktion

Am Dienstag werden die Kalifornier entscheiden, ob das erste Mal eine bereits geöffnete Ehe wieder auf Hetero-Paare reduziert wird. Homo-Gegner warnten zuletzt davor, dass Kindern gleichgeschlechtliche Paare in der Schule als etwas Normales präsentiert und so von der "Homo-Lobby" beeinflusst werden könnten.

Die Abstimmung gilt als richtungsweisend für den zukünftigen Status der Homo-Ehe in den USA. Akzeptieren die Kalifornier die Homo-Ehe, gilt sie als gefestigt und mehr Staaten würden schwulen und lesbischen Paaren Hochzeiten ermöglichen. Wird sie wieder abgeschafft, könnte das die Homo-Aktivisten um Jahre zurückwerfen. So erklärt sich auch die große Materialschlacht um dieses Thema: Sowohl Befürworter als auch Gegner haben jeweils rund 80 Millionen US-Dollar an Spendengelder für ihre Kampagne gesammelt, die sie jetzt meist in Fernsehspots investieren. Analysten glauben, dass die Abstimmung am 4. November äußerst knapp ausgehen wird. Einer neuen Umfrage von "Mercury News" zufolge wollen 49 Prozent der Wahlberechtigten für die Homo-Ehe stimmen, 44 Prozent wollen sie wieder abschaffen.

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat nun seine Positionen zu allen zwölf Volksabstimmungen in Kalifornien veröffentlicht – und will für den Erhalt der Homo-Ehe stimmen. Seine Frau Maria Shriver hat sich bereits öffentlich für die Beibehaltung der Ehe ausgesprochen. Homo-Aktivisten kritisieren, dass der Gouverneur trotz seiner Unterstützung für die gleichgeschlechtliche Ehe nicht – wie vor wenigen Monaten noch angekündigt – gegen "Proposition 8" Wahlkampf gemacht hat. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.

11 Kommentare

#1 CaroAnonym
  • 31.10.2008, 17:04h
  • Der Typ kann von Glück sprechen, dass Christen und Kirchen nicht auch von den Nazis verfolgt wurden. Der hätte mal eine Woche KZ erleben müssen. Obwohl ein Tag sicherlich auch gereicht hätte, dann hätte er sich schon ins Nirvana gebetet (und das nicht im positiven Sinne!)

    Es zeigt sich hier eins: leider sind erzkonservative Religiöse immer noch eine große Gefahr für eine moderne Demokratie. Ich hoffe, dass B. Obama, wenn er gewählt wird, etwas ändert...
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#2 alexander
  • 31.10.2008, 17:22h
  • der 4. november wird ein geschichtsträchtiger tag !

    im grunde müsste man diesem brad dacus die zulassung als anwalt entziehen, mehr volksverhetzung geht nicht mehr !!!

    und ja, die kirchen haben die nazis zugelassen und wie !
    der verdacht, dass diese herrschaften eine panische angst davor haben, dass ihre heteronormativen lebenslügen, durch das vorleben weniger positiver lebenspartnerschaften, bedroht sind, verstärkt sich immer mehr.

    wäre ja schlimm wenn schwule und lesben aus der schmuddelecke entlassen würden, dann wüssten leute wie dacus ja nicht mehr wo sie sich rumsielen könnten, wenn ihnen danach ist.
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#3 goldmarieAnonym
  • 31.10.2008, 17:25h
  • US-Oberschicht, viel Geld, teuere Kampagnen ?

    Aufpassen ?
    Da hat der Mann recht..

    Was sagt der Zettelkasten ?

    KAMPAGNE B

    "Dass es der Bones-Bruder Prescott Bush und sein Kollege Harriman waren, die nicht nur das Vermögen des Nazi-Finanziers und Stahlmagnaten Fritz Thyssen verwalteten, sondern auch auf andere Weise gezielt in den Aufbau des Hitler-Regimes und der kriegswichtigen Industriebranchen investierten, findet sich heutzutage nur in der "Unautorisierten Biographie" der Bush-Familie, die gerade deswegen, weil ihr die offizielle Autorisierung fehlt, umso besser belegt und dokumentiert ist (Webster G. Tarpley & Anton Chaitkin: George Bush:The Unauthorized Biography). Denn unbemerkt blieb aufmerksamen Zeitgenossen das freudige und finanzkräftige Hitler-Engagement des US-Establishments nicht. Der US-Botschafter in Deutschland William E. Dodd bekundete 1937 gegenüber einem Reporter der "New York Times":

    Eine Clique von US-Industriellen ist versessen darauf, unseren demokratischen Staat durch ein faschistisches System zu ersetzen und arbeitet eng mit den Faschistenregimes in Deutschland und Italien zusammen. Ich hatte auf meinem Posten in Berlin oft Gelegenheit zu beobachten, wie nahe einige unserer amerikanischen regierenden Familien dem Naziregime sind. Sie trugen dazu bei, dem Faschismus an die Macht zu verhelfen und sind darum bemüht, ihn dort zu halten..."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15280/2.html

    KAMPAGNE A
    "...Deutschland war England vorangegangen und hatte unter weit schwierigeren Umständen wenige Wochen zuvor, im August 1931, den Goldstandard aufgegeben.

    Deutschland, das damals von Reichskanzler Brüning(Zentrum/CDU-Vorgänger) durch die Notverordnungen, d.h. unter Umgehung des Parlaments, regiert wurde, erlebte eine Krise, weil französische Finanzinteressen eine Strafaktion gegen die deutsch-österreichische Wirtschaftskooperation beschlossen und eine Bankenkrise bei Österreichs größter Bank, der Wiener Credit-Anstalt, provoziert hatten.
    as Bankhaus JP Morgan in New York, der führende private Geldgeber Deutschlands seit dem Ende der Hyperinflation 1923, und die von Morgan kontrollierte New Yorker Federal Reserve unter ihrem Gouverneur George L. Harrison die Hauptrolle bei der Inszenierung der deutschen Bankenkrise von 1931.

    Als Gegenleistung für seinen Stabilitätskredit an die Reichsbank verlangte Harrison, dass die Reichsbank ihre Kreditvergabe an die deutschen Geschäftsbanken einstellte. Unter maximalen Druck gab die Reichsbank nach. Die Banken in Deutschland kollabierten.

    Solange Deutschland – wie von JP Morgan und der New Yorker Fed verlangt – die Regeln des Goldstandards befolgte, musste es den Abfluss ausländischen Kapitals verhindern sowie höhere Steuern auferlegen und Haushaltskürzungen vornehmen, um die internationalen Gläubiger von seiner Kreditwürdigkeit zu überzeugen. Im Zuge der sich verschärfenden Wirtschaftsrezession kürzte die damalige deutsche Regierung die nach dem Krieg eingeführten Sozialprogramme. Aber erst die Bankenkrise im Sommer 1931 stürzte Deutschland in die Depression. Der Kollaps der Banken in Zentraleuropa hatte weitreichende soziale, psychologische und politische Auswirkungen...."

    KAMPAGNE C

    Vor einigen Freitagen überwies JP Morgan Chase
    $ 19 Mrd. mysteriöser Weise an Lehmnan Brothers nicht. LB war montags bankrott.
    In den USA saß man nur durch LB auf $ 30 Mrd. Verlusten, im Nicht-Amerika auf $ 300 Mrd.
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#4 Tufir
  • 31.10.2008, 18:01h
  • Jaja, lacht nur. Wenn die Kalifornier erstmal von der schwulen Propaganda getrieben ihren friedlichen Nachbarn Nevada überfallen vergeht euch das lachen schon wieder!Antworten » | Direktlink »
#5 jochenProfil
  • 31.10.2008, 19:12hmünchen
  • dieser vergleich von triefauge brad dacus ist ja so grottenblöd, dass ich durchaus chancen sehe die mehrheit bis zur abstimmung zu behalten.

    denn ausser ein paar hirnverbrannten fundamentalisten und hysterikern merkt doch jeder, dass das dünnbrühe ist was der typ verzapft.
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#6 FloAnonym
  • 01.11.2008, 13:36h
  • Aha, Menschen, die lieben sind also vergleichbar mit Menschen, die hassen, foltern, morden, etc.?

    Und der Kampf um Gleichstellung (letztendlich ein Kampf um Demokratie, da Gleichstellung eigentlich Grundprinzip der Demokratie ist und solange dies nicht gilt, herrscht nicht wirklich Demokratie) ist vergleichbar mit faschistischer Machtübernahme und Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit?

    Solche Schwachmaten müsste man eigentlich gar nicht kommentieren, aber da so viele auf solche Hassprediger reinfallen, muss man es noch mal ganz deutlich sagen:

    WIR sind Menschen, die lieben und Demokratie (inkl. Gleichheitsprinzip) wollen!!!

    DIESE LEUTE sind Menschen, die hassen, ausgrenzen und demokratische Prinzipien wie Gleichheit abschaffen wollen!!!

    Wer ist also mehr mit faschistischen Regimen wie den Nazis vergleichbar??

    Aber ist klar: wenn nichts anderes mehr hilft, sagt man, Schwule seien wie Nazis und schon hat man ängstliche Menschen hinter sich...

    Die alte FUD-Strategie: Fear, Uncertainty, Doubt. Fakten interessieren nicht, man muss noch die richtigen Emotionen (Angst, Zweifel, etc.) erzeugen. Und in den USA ist das - so füchte ich - auch noch erfolgreich...
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#7 Thomas62Anonym
  • 01.11.2008, 20:44h
  • Mal sehen wann Herr Brad Dacus auf einer öffentlichen Toilette, einem Swinger Club, Bordell oder ähnlichen Einrichtungen angetroffen wird ...
    kennt man doch schon ... ist alles nur eine Frage der Zeit .....
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#8 JanAnonym
  • 01.11.2008, 21:20h
  • Hab erstmal, trotz nicht so gutem Englisch, eine Email an den Mann geschickt...

    Hello,

    just saw the Video of Brad Dacus, Homo Marriage would be the same Mistake like Nazi Germany.

    1.) The Church in Germany has nothing to do with the Happenings with Hitler and Nazis in Germany.
    2.) Someone who says such things should have been in a concentration camp while WW2, he would pray for continue living.

    Its a shame for the USA that someone says such dump things to the People.

    Who cares about two Men who loves each other and want to marry each other? Let them get married, why not? Same rights to everyone.

    And dont forget, homosexuality exists since the Human being, and Homosexuals are HUMANS too! What you do is racism, its almost the same Hitler did, discriminate people because of things they didnt choose to be.

    Jan, Germany

    Wie soviel Dummheit noch frei rumlaufen kann?
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#9 I. Ramos GarciaAnonym
  • 02.11.2008, 20:54h
  • What does this stupid man say? If he just had some historical background he would know that homosexual marriages were perfectly admitted & performed until XIIth century, when for some reason the catholic church changed its view on the subject (excuse me for not expressing myself in german). In orthodox christianity gay marriages were still performed well into XVIIth century.
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#10 SaschaEhemaliges Profil
  • 03.11.2008, 00:40h
  • Alles wird gut!

    In zwei Tagen feiert die ganze Welt den überragenden Sieg von Barack Obama und den Demokraten bei den US-Präsidentschafts- und Kongresswahlen sowie

    das Nein der Kalifornier zur Aufhebung der Eheöffnung für homosexuelle Paare!!!

    Change is coming!!!
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