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Der spanische Königspalast erklärte, Königin Sofía sei in einer am Sonntag erschienen Biografie zu Fragen über Homo-Rechte falsch zitiert worden – die Autorin hält aber an den Zitaten fest, in denen die 70-jährige Monarchin ihre Ablehnung von Homo-Ehe und CSD-Paraden kundtut.

Im Buch "La Reina muy de cerca" ("Die Königin ganz aus der Nähe") wird unter anderem beschrieben, wie Sofia über die gleichgeschlechtliche Ehe herzieht – die 2005 in Spanien eingeführt wurde (queer.de berichtete). Ein Sprecher der Königin erklärte, Gespräche über das Thema hätten zwar stattgefunden und es könne auch kritische Äußerungen gegeben haben. Allerdings sei die Darstellung im Buch "ungenau" gewesen. Außerdem seien die zitierten Gespräche privater Natur gewesen.

Die Autorin Pilar Urbano bleibt allerdings bei ihrer Darstellung. Sie erklärte, sie habe insgesamt 15 Mal mit der Monarchin gesprochen. Außerdem habe der Palast das Buch vor der Veröffentlichung gegengelesen und abgesegnet.

In Spanien ist nach der Buchveröffentlichung nun eine Diskussion um die Monarchie ausgebrochen. Die beiden größten Parteien, die regierenden Sozialisten und die konservative Volkspartei, halten sich aber mit Kritik an der Königin zurück. Dagegen äußerten sich kleinere linke Parteien und baskischen Nationalisten sehr kritisch über Sofia.

Als einer der wenigen Politiker der großen Parteien gab der konservative Parlamentsabgeordnete Esteban González Pons einen Kommentar ab. Er sagte: "Sie ist eine 70 Jahre alte Katholikin und sagt, was 70 Jahre alte Katholikinnen so denken". (dk)



#1 HannibalEhemaliges Profil
  • 03.11.2008, 17:24h
  • "Sie ist eine 70 Jahre alte Katholikin und sagt, was 70 Jahre alte Katholikinnen so denken".

    DAS trifft den Nagel auf den Kopf! Und sowas von einem Konservativen. Ich bin erstaunt!
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#2 VolumeProProfil
  • 03.11.2008, 18:09hMönchengladbach
  • Antwort auf #1 von Hannibal
  • Dann frage ich mich aber, ob Esteban Pons wirklich konservativ ist, denn diese Aussage kann man auch als Entschuldigung für Sofias Intoleranz werten. Ein Konservativer würde sich aber nicht für sowas entschuldigen.

    Aber allgemein denke ich, dass Sofia zu alt für das moderne Spanien ist. Sie hat Spanien in einer Zeit kennengelernt, wo Franco noch Spanien regierte und das war ein ganz anderes Spanien als das heutige.
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#3 gatopardo
  • 04.11.2008, 13:02h
  • Antwort auf #1 von Hannibal
  • Die Homo-Ehe ist auch bei den spanischen Konservativen umstritten. Eine klare Mehrheit dagegen gibt es nicht. So trauen mittlerweile alle Funktionäre der rechten PP Angehörige des gleichen Geschlechts. Erstens weil es beschlossenes Gesetz ist und nicht zuletzt auch aus eigener Überzeugung. Als leuchtendes Beispiel gilt der konservative Bürgermeister von Madrid, Alberto Ruiz Gallardón, der sich über Warnungen der Kirche hinwegsetzt und schwule Parteifreunde bereits getraut hat.
    Rechtsaussen Esperanza Aguirre (Präsidentin der Gemeinde Madrid) erklärte kürzlich, sie habe sich dem Feldzug gegen die Homo-Gleichstellung nie angeschlossen und fände auch die noch ausstehende Entscheidung des Obersten Gerichts für überflüssig.
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#4 TimmAnonym
  • 04.11.2008, 14:28h
  • Ist doch immer so:
    man sagt was und wenn man merkt, dass das nicht so klug war, hat man es ganz anders gemeint, wird falsch verstanden, etc. etc.

    Wenn sie wirklich anderer Meinung wäre, wäre es ganz einfach dies klar zu machen: dann soll sie öffentlich Homoehe und andere demokratische Grundwerte gutheißen...
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#5 Carlos Anonym