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Kommentare zu:
Sieg für Obama - Niederlage für Homo-Ehe


#1 HannibalEhemaliges Profil
#2 alexander
  • 05.11.2008, 08:15h
  • wunderbar !!!!!!!!!!!!!!!!!

    endlich wieder eine positive nachricht aus amiland ! die hoffnung stirbt zuletzt !
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#3 BrokebackAnonym
  • 05.11.2008, 08:43h
  • YESSS!!!!!!11111

    Jetzt noch ein Sieg gegen Prop8 und dieser Planet ist ein Stückchen besser geworden!
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#4 gatopardo
  • 05.11.2008, 10:26h
  • Antwort auf #1 von Hannibal
  • Für "body guards" gibt es das schöne deutsche Wort "Leibwächter", das Ihr jungen Leute heute gar nicht mehr kennt, aber vielleicht sehe ich das zu eng ? Natürlich freue ich mich über Obama, obwohl die deutliche Ablehnung für Homo-Rechte mal wieder vor Augen führt, dass wir in der alten EU gesellschaftlich weiter sind.
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#5 pupsAnonym
  • 05.11.2008, 11:16h
  • Glückwunsch für Obama zum verdienten Sieg. Jedoch ist es enttäuschend wie viele Amerikaner für die weitere Diskriminierung von Homo-, Trans- und Bisexuellen sind. Ich hatte hier auf mehr Gerechtigkeitssinn gehofft. Nun drücke ich den kalifornischen Homos/Trans/Bi's die Daumen, dass wenigstens sie einen Sieg zur Gleichberechtigung davon tragen.
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#6 I Love AmericaAnonym
#7 I Love AmericaAnonym
  • 05.11.2008, 11:36h
  • Antwort auf #4 von gatopardo
  • "dass wir in der alten EU gesellschaftlich weiter sind."

    Wäre mir da nicht so sicher.
    Wenn man in westeuropäischen Staaten die Bevölkerung per Referendum entscheiden lassen würde,würden die Ergebnisse doch recht ähnlich aussehen.
    Grotesk ist natürlich,dass gerade die Minderheiten Gleichberechtigung ablehnen.
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#8 InfernoProfil
  • 05.11.2008, 11:46hBerlin
  • Der 5. November wird als der Tag in die geschichte eingehen an dem Barack Obama knapp (52:47) zum Präsident gewählt wurde und er wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Obamaklientel (Schwarze, formal niedrigbebildete...etc,) die Homorechte um Jahrzehnte zurückgeworfen haben.

    Zum ersten mal in der Geschichte wurde die Homo-Ehe wieder abgeschafft, damit haben die Schwarzen, die zu 95% Obama und zu 70% gegen die Homo-Ehe gestimmt haben, den Homosexuellen in den USA eine schallende Ohrfeige erteielt.

    Obama ist nun Präsident und hat keine Befugnisse auf dem gebite der Homo-Ehe, während Obamas Hauptwöhlergruppe genau den Fortschritt für lange Zeit verhindert hat, den man mit Obama assoziieren wollte.

    Tja, währen doch ein paar weniger Obamawähler zu den Wahlen gegangen, die Homo-Ehe wäre nicht abgeschafft worden.

    Ein trauriger Tag für alle Schwulen, und eine riesige Niederlage, ja schon fast eine Demütigung dazu.

    Obama hat gewonnen, die Homosexuellen haben dank Obamas Wähler verloren!

    Ironie des Schicksals....
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#9 gatopardo
  • 05.11.2008, 12:11h
  • Antwort auf #7 von I Love America
  • Glaube mich an das Resultat einer Befragung in der alten EU zu erinnern, wo mit Ausnahme von Italien und Portugal eine grosse Mehrheit für die Homo-Ehe zustande kam. Auch bin ich mir nicht sicher, ob mit dem Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien immer noch Eingetragene Partnerschaften möglich sein werden ?
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#10 SamuelAnonym
  • 05.11.2008, 12:22h
  • Glückwunsch ein Obama und die Demokraten! Ein deutlicher Sieg auf exekutiver wie auch legislativer Ebene.

    Zu den Referenden: Es zeigt sich mal wieder, dass zumindest die amerikanischen Homos mit den anderen "Randgruppen" des Landes nicht allzu viel gemeinsam haben, wenn diese so deutlich gegen die Gleichberechtigung unsereins votieren.
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#11 SamuelAnonym
#12 IchAnonym
  • 05.11.2008, 12:39h
  • Tja...nu is Obama Präseident....(zumindest bald).... für die Sicherheit in der Welt sicher nicht schlecht....Nur jetzt müssen wir Deutschen höllisch auf UNSERE Politiker aaufpassen. Obama will unsere Soldaten haben um die Fehler von Bush auszubügeln. Ich glaube nicht, daß unsere Politiker ein standhaftes NEIN zustande bekommen und ich glaube auch nicht, daß UNSERE Politiker es schaffen werden, die deutsche Machtposition in dieser Frage zu nutzen um die USA zu einem Strategiewechsel zu zwingen.
    Ich schätze mal, daß in mittelfristig 20-30 deutsche Soldaten für Obamas Wahlsieg fallen werden (tschuldigung, für Deutschland fallen werden).

    Gefährliche Zeiten....bei allem positiven....gefährliche Zeiten.... (1500 Mann wurden bereits zusätzlich in den Krieg geschickt, ohne daß irgendjemand hörbar etwqs sagte....)
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#13 FloAnonym
  • 05.11.2008, 12:58h
  • Ich freue mich natürlich auch: erstens ist ein Demokrat immer besser als ein Republikaner (nicht nur für Schwule und Lesben, sondern in allen Bereichen, so hatte z.B. Clinton jedes Jahr Überschuss, während Bush das alles wieder zunichte gemacht hat und die Wirtschaft ruiniert hat) und zweitens freut es mich, dass auch mal ein Farbiger Präsident wird.

    Aber:
    diese fast religiöse Verehrung, die man teilweise auch hier im Forum findet, finde ich schon sehr befremdlich. Wollen wir nicht erst mal abwarten, was er als Präsident wirklich bringt? Wahlkampf und Realität sind oft verschiedene Dinge, wie wir nicht erst seit der machtgeilen Frau Ypsilanti und dem Homoschlingerkurs der FDP wissen...

    Also: erst mal abwarten, was es wirklich bringt, denn außer Worten hat es bisher noch nichts gegeben.

    Mal abgesehen von diesem prinzipiellen Einwand gibt es auch grundsätzliches: Obama befürwortet die Todesstrafe, er befürwortet freien Waffenbesitz, er ist bzgl. Homoehe nicht so offen wie Kutchnik, der ja leider gegen Obama und Clinton im Kandidatenwettkampf aussichtslos war, etc etc.

    Also:
    Freue und Hoffnung JA! Denn grundsätzlich sind Demokraten besser als Republikaner und schlimmer als Bush geht eh kaum noch.

    Aber für Euphorie finde ich es echt zu früh, dafür müssen wir erst mal abwarten, wenngleich ich natürlich auch große Hoffnungen habe...
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#14 stromboliProfil
  • 05.11.2008, 13:18hberlin
  • Antwort auf #8 von Inferno
  • kopfschüttel..
    lassen wir mal deine rassistischen ausrutscher (...Schwarze, formal niedrigbebildete...e tc,...) so stehn, sie sprechen in ihrer klaren aussage für sich!
    Aber was zum teufel wäre anders gelaufen, hätte der "weiße,formal gebildete etc."( Tja, währen doch ein paar weniger Obamawähler zu den Wahlen gegangen, die Homo-Ehe wäre nicht abgeschafft worden.) wähler von McCain die wahl gewonnen? Glaubst du im ernst, die hätten aufgeklärt, ihre "Prinzipien", oder ihr ehebild über bord geworfen? Und war doch die kampagne von den republikanern und religiösen, christlich/evangelischen sturmabteilungen initiert und finanziert!

    Manchmal frag ich mich, an welcher liane hängend, du dich gerade durch deinen geistigen urwald schwingst.

    Aber er kann sehr wohl einfluß nehmen auf "unsere" belange: die besetzung der bundesrichter unterliegt seiner kompetenz, und wie W. wird er seine juristen einsetzen! Auch die möglichkeit der bundesrechte , bis hin zu verfassungszusätzen ist bei der derzeitzigen lage der stimmen in representantenhaus und senat eine denkbare möglichkeit.
    Und das schwarze oder hispanoamerikanische nicht mit den schwulen an einem strang ziehen ist nicht obama vor zu werfen. Was nur noch mal unsere situation als "randgruppe" bestätigt! Und die überwinden wir nicht mit dem unnötigen windmühlenkampf der "eheanpassung"!
    Ich frage mich ohnehin , wieso wir für den unsinn unsere energie verschwenden?!
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#15 SamuelAnonym
  • 05.11.2008, 13:52h
  • Antwort auf #14 von stromboli
  • "Ich frage mich ohnehin , wieso wir für den unsinn unsere energie verschwenden?!"

    Ich mach das, weil ich gerne meinen Freund heiraten würde, mit allen Rechten und Pflichten, die auch meien Eltern und Geschwister haben. Und wenn Du das für Unsinn hältst, bitte. Aber verallgemeinere Deine Ansichten nich auf alle andere.
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#16 GerdAnonym
  • 05.11.2008, 14:01h
  • Erstmal es ist sehr erfreulich, das Barack Obama gewonnen hat. Nach einer katastrophalen Bush-Regierung ist jetzt ein Neuanfang der Amis möglich.

    Sehr enttäuschend ist es aber, wenn gerade Kalifornien jetzt knapp die Homo-Ehe ablehnen sollte. Das bedeutet weiter Diskriminierung einer Bevölkerungsgruppe in Kalifornien. Gerade wenn es jetzt so knapp mit 52 Prozent sein sollte, wäre dies sehr, sehr schade.

    Zwar bleibt die Eingetragene Lebenspartnerschaft ("Civil Union") weiter in Kalifornien erhalten und dadurch sind weitestgehend die Rechte und Pflichten einer Ehe in Kalifornien gegeben, gleichwohl wurde erstmals wieder historisch gesehen die Öffnung der Ehe dann in einer Region wieder abgeschafft. Dies bedeutet einen klaren Rückschlag für homosexuelle Paare. Da hilft nur in vier Jahren in Kalifornien erneut ein Referendum anzustreben, wo dann seitens der homosexuellen Menschen, das Referendum initiiert werden und Unterschriften gesammelt werden müssen. Schade, schade, schade...gerade Kalifornien wäre so unheimlich wichtig gewesen.

    Dann wird also in vier Jahren von der homosexuellen Community ein Referendum angestrebt werden müssen und bis dahin sollten viele Unterschriften in Kalifornien gesammelt werden.

    Eines zeigt dies aber auch für Länder wie Deutschland oder Frankreich. Wir sollten Schritt für Schritt unsere Rechte erkämpfen und jetzt an den gleichen Rechten arbeiten, indem der Ausbau der Eingetragenen Lebenspartnerschaft in Deutschland vorangetrieben wird. Eine Öffnung der Ehe würde viel Widerstand erzeugen, wohingegen der Ausbau der Rechte für Lebenspartnerschaften im Steuer- und Beamtenrecht auf kaum Widerstand in Deutschland stoßen wird, da dies beispielsweise auch von der FDP mitgetragen wird, SPD, Linkspartei und Grüne dies sowieso wollen und hierdurch Mehrheiten im zustimmungspflichtigen Bundesrat erreichbar sind.
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#17 Kalamari
  • 05.11.2008, 14:14h
  • Wann wird man denn wissen, wie es in Kalifornien ausgefallen ist !?
    Ich hoffe, dass sich das Blatt noch zu unsere Gunsten wendet !

    Und ich wünsche mir ebenfalls, dass alle Idioten, die sich von den scheiß konservativen Glaubensorganisationeb beeinflusst lassen haben, homosexuelle Kinder kriegen ! Dann war es das mit dem Wunsch nach einer Hochzeit ...
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#18 pupsAnonym
  • 05.11.2008, 15:49h
  • "Dort sind bereits neun Zehntel der Stimmen ausgezählt, Homo-Gegner konnten bislang rund 52 Prozent auf sich vereinigen, die Befürworter der Homo-Ehe nur 48 Prozent. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich das Ergebnis noch dreht."
    Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde diesen ********** ******* ***** die ******* samt ihren ***** abfallen, ihnen ihr heuchlerisches Getue im Hals stecken bleiben, sie an ihrer verlogenen Scheinmoral ersticken und SIE samt ihrer ********** ******* **** zur Hölle fahren. Es ist zum KOTZEN.
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#19 gatopardo
  • 05.11.2008, 16:45h
  • Antwort auf #14 von stromboli
  • Gut, ich wäre sowieso für die Abschaffung der Ehe überhaupt, sondern nur noch für einen Ehevertrag . Wie ich jedoch dem Video entnehmen konnte, das einer von Euch hier verlinkt hatte, hat sich da ein in USA prominenter, mir aber unbekannter Hispano in spanischer Sprache leidenschaftlich für Prop8 ausgesprochen, indem er insbesondere auf den lebenslangen Schaden der von Homos adoptierten armen Kinderchen herumritt. Das würde doch bedeuten, dass die weiterhin in Kalifornien bestehende Eingetragene Partnerschaft nicht alle Rechte der Heteros übernimmt ?
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#20 CarstenFfm
  • 05.11.2008, 18:03h
  • Das trübt natürlich die Freuse über Obmas Wahlsieg.

    Die Schwarzen, eine Minderheit, die jahrzehntelang für ihre Bürgerrechte gekämpft hat verweigert einer anderen Minderheit die Bürgerrechte.

    Wahrscheinlich erinnert sich heute keine von denen mehr daran, dass vor einigen Jahrzehnten in einigen US-Bundestaaten gemisch-rassige Ehen verboten waren.

    Naja, bis 2003 war in 17 Staaten (darunter Florida und Texas) Analsex durch die "Sodomy Laws" verboten... wollen wir also hoffen, dass der Fortschritt letztlich doch durchsetzt.

    Grundrechte dürfen eben nicht Gegenstand von Volksentscheiden sein.
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#21 hwAnonym
#23 Kalamari
  • 05.11.2008, 19:09h
  • Gibt es schon T-Shirts mit dem Aufdruck:

    equal rights - R.I.P - California 2008

    oder sowas ähnliches ?
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#24 timAnonym
  • 05.11.2008, 19:33h
  • Das beste Ergebnis auf dem Kontinent hatte Obmama in Vermont.
    Dort leben gute Menschen.
    67 % !

    Zum Beispiel Bernie Sanders.

    "..Unermüdlich hält Sanders den US-Bürgern vor, dass der "American Way of Life" nicht gottgegeben sei, sondern eine politische Entscheidung: "Wir haben uns nicht genug umgeschaut, was es an anderen sozialökonomischen Modellen in der Welt gibt", klagt er dann; in Skandinavien etwa seien alle Bürger krankenversichert und die Armutsquote liege bei "einem Bruchteil" der amerikanischen: "Ich finde, man sollte sich das ansehen", wird Sanders nicht müde zu sagen.
    Die USA sieht Sanders auf dem Weg in eine "oligarchische Gesellschaft", in der immer weniger immer mehr haben, die Mittelklasse schrumpft und die Armut zunimmt. "Wie viele Leute im Senat kennen Sie, die über diese Dinge reden?", so Sanders’ rhetorische Frage an einen CNN-Reporter: "Nun, ich werde über diese Dinge reden."

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,447251,00.html
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#25 Luckylion
  • 05.11.2008, 19:44h
  • Meinen herzlichen Glückwunsch an Obama. Ich freue mich sehr, dass er es geschafft hat US-Präsident zu werden.

    Schade ist nur die Niederlage für die Homo-Ehen. Hätte eigentlich in Kalifornien mti einem Sieg gerechnet. Zum einen würde ich die Schuld nicht bei den Schwarzen suchen. Zwar lehnen da 70 % der Wähler die Homo-Ehe ab, aber sie bilden ja auch nur eine Minderheit der Gesamtwähler. Anderseits kann ich mich auch an kein Werbefilm von Vote No erinnern, wo diese "üblichen Verdächtigen" angesprochen wurden. Denke da ist was was schief gelaufen. Da wird die größere Mitschuld meiner Meinung nach die zwei Drittel der Katholiken haben die dagegen gestimmt haben.
    Zudem gibt es keine Meldungen wie hoch die Wahlbeteiligung der Schwulen und Lesben gewesen ist. Vielleicht sind sie ja auch einfach zu Hause geblieben.
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#26 antosProfil
#27 antosProfil
#28 SaschaEhemaliges Profil
  • 06.11.2008, 00:12h
  • @antos:

    Gut beobachtet, und was mir mindesten ebenso gut gefällt, ist die Tatsache, dass er in seinen Reden immer wieder auf die Menschen hinweist, die "in den vergessenen Ecken dieser Welt leben". In einer Zeit, in der nach der neoliberal-turbokapitalistischen Logik jeder nur an sich selbst denken soll, hat Barack Obama einen Wahlkampf geführt und eine Wahl gewonnen mit der zentralen Aussage, dass wir alle auch füreinander verantwortlich sind! Wenn also immer wieder behauptet wird, dieser Mann sei "kein wirklicher Linker" oder "Progressiver", so muss man sich bei Durchsicht seines Programmes fragen, welcher Politiker dann in Europa ein wirklicher Linker oder Progressiver ist (zumindest innerhalb der etablierten politischen Parteien).

    Ein großer Tag für Amerika und die Welt, aber wie Barack Obama selbst immer wieder sagt: Der Status quo verschwindet nicht einfach so. Und in diesem Sinne ist auch das mehr als unerfreuliche Ergebnis der so genannten Proposition 8 (Verfassungsverbot der Eheöffnung für homosexuelle Paare) in Kalifornien zu verstehen.

    Wir sollten mit pauschalen Bewertungen wie "Europa ist eben vieeeel fortschrittlicher" meiner Meinung nach sehr vorsichtig sein, denn in Europa gibt es außer in Spanien, Holland und Belgien auch keine Eheöffnung für homosexuelle Paare. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass hier in Deutschland irgend jemand jemals eine Volksabstimmung zu diesem Thema initiieren wollte oder in absehbarer Zeit initiieren wird. Nein, hierzulande hält man ganz selbstverständlich an dieser Form der Diskriminierung und Herabwürdigung von homosexuellen Partnerschaften fest - wie in den meisten anderen EU-Ländern übrigens auch. Das Ergebnis in Kalifornien mag so schockierend sein, wie es ist: Dort ist wenigstens eine breite gesellschaftliche Debatte in Gang gekommen.

    Und die ist auch noch lange nicht beendet, denn nach jüngsten Meldungen werden die beteiligten Homo-Akteure vor dem Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien Klage gegen den Verfassungszusatz der Prop. 8 einreichen und dessen Inkrafttreten auf diesem Wege zu verhindern suchen. Angesichts zahlreicher progressiver Urteile eben dieses State Supreme Courts in den letzten Jahren liegt eine gerichtliche Ablehnung der Prop. 8 durchaus im Bereich des Möglichen.

    Eine viel wichtigere Schlussfolgerung ist aber diejenige, dass es uns - egal ob in Kalifornien oder hier in Deutschland - darum gehen muss, die eigentlichen Ursachen von Homophobie (und damit auch die vorherrschende, aggressive Heteronormativität) in dieser Gesellschaft aktiv zu bekämpfen und das freiheitlich-demokratische Bewusstsein, den Respekt vor der menschlichen Vielfalt gerade bei jungen Menschen von frühester Kindheit an zu entwickeln.

    Eine sehr bemerkenswerte - und gleichzeitig groteske - Tatsache bei der Abstimmung in Kalifornien liegt darin, dass in einer der angeblich so "liberalen" und "toleranten" Metropolen, nämlich Los Angeles, eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler für das Verfassungsverbot der Homo-Eheöffnung gestimmt haben. Ja, in dieser Stadt, in der Heterosexuelle sich rund um die Uhr in allen erdenklichen Posen mit ihrer Sexualität in Szene setzen, wo Prostitution und schneller Sex den Alltag bestimmen, lässt die Bevölkerung bei der Präsidentschaftswahl, bei der sie einen Kandidaten zum Präsidenten machen, der vor gar nicht allzu langer Zeit per Rassengesetz noch nicht einmal hätte wählen dürfen, nebenbei ihre schizophrene Homophobie heraus. Wie wir sehen: Es gibt keinen Automatismus einer Entwicklung zur Fortschrittlichkeit hin, auch nicht in der urbanen Lebenswelt. Ich möchte mal sehen, wie eine solche Abstimmung hierzulande ausgehen würde: und zwar nicht nur im konservativ-ländlichen Raum, wo die Ablehnung ziemlich deutlicher ausfallen dürfte als im hauchdünnen, kalifornischen Durchschnitt, sondern durchaus auch in den angeblich so progressiven Großstädten...

    Denen, die Europa für gesellschaftspolitisch so deutlich überlegen und um Längen fortschrittlicher halten, sei nebenbei auch mit auf den Weg gegeben, dass in Europa bis jetzt noch kein Politiker afrikanischer Abstammung zum Regierungschef oder Staatsoberhaupt gewählt wurde. Und dies, obwohl der Anteil von Schwarzen oder anderen ethnischen Minderheiten in einigen europäischen Metropolen auch nicht gerade gering und historisch nicht weniger tief verwurzelt ist (wie wäre es denn mal mit einem Bundeskanzler türkischer Abstammung in Deutschland?). Leider sieht die europäische Realität in vielen Ländern so aus, dass Xenophobie und Homophobie, nicht zuletzt unter jungen Menschen, in den letzten Jahren bekanntermaßen (auch) bei uns wieder deutlich zugenommen haben.
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#29 freemanAnonym
  • 06.11.2008, 04:20h
  • Auf der Suche nach einem neuen Schuldigen für das schlechte Abschneiden in Kalifornien haben ich eine neue Variante anzubieten. FRAUEN!!!
    Die Frau als verständnisvolles, offenes Wesen? Bullshit!
    Vor allem bei farbigen Frauen gab es ein klares Votum für Prop 8. Ausgerechnet bei jenen, die reihenweise nach der Schwangerschaft von ihrem Pimp verlassen werden?! Wenn man schon nicht selbst ein geregltes Leben führen kann, dann sollen es Homosexuelle eben auch nicht haben.
    Genauso gut könnte es die "Fag Hag", die typische Schulenfreundin, sein. Sie versteht sich nicht wirklich mit anderen Frauen und wird von heterosexuellen Männer meist nur verarscht. Verzweifelt sucht auch nach einem der sie endlcih heiratet. Auch hier führte der Neidfaktor zu einem "Yes on Prop 8".
    Auch im Verdacht stehen die "Desperate, Sex and the City"- Großstadtweiber:
    Wie in der Serie so auch in der Realität. Sie schaffen es leider nie einen Kerl länger an sich zu binden.Gegen andere glückliche Paare würde sie zwar auch gerne abstimmen, kann es aber leider nicht.
    Last but not least:
    Anhängerinnen fundamentalistischer Glaubensausrichtungen: hier ist es nicht besonders schwierig, die würden am liebsten noch mehr "ban(en)" als nur die Öffnung der Ehe.

    Wenn du also mal in Kalifornien bist dann hüte dich vor IHR:
    Der farbigen, oberflächlich freundlichen Großstädterin, die dir im Gesrpäch beiläufig erzählt, das sie wiedergeboren wurde.
    Sie hat dir die gleichen Rechte verwährt!

    Mein Appell:
    Wehrt euch gegen die erstärkende Diskriminierung und Homophobie auch bei uns in Deutschland und Europa. Hier ist kein Verlass auf die Politik! Solange wir die Mehrehit der Menschen nicht überzeugen, wird die Mehrheit unsre Rechte auch nicht akzeptieren. Man soll sich mal fragen was denn die Durchschnittshete vom schwulen Leben mitbekommt. Zwielichtige Bars mit dunklen Kammern und schwule Paraden auf denen der Sex mehr als alles andere im Vordergrund steht. Diese Paraden und auch diese Bars sind ja in Ordnung, aber soll es das Einzige sein, das man mit uns assoziiert?!
    Bei allen Unterschieden die es gibt, sollten wir mehr in die Gemeinsamkeiten investieren und diese auch aufzeigen. Provokation war lange Zeit ein Mittel Rechte einzufordern, wie man sieht ohne Erfolg. Aber erst wenn sie in den Köpfen der Menschen sind, werden sie auch respektiert und akzeptieret, nicht bloß toleriert.
    I have dream ...
    Its time for a change!
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#30 AntichristProfil
  • 06.11.2008, 06:41hHH
  • Antwort auf #18 von pups
  • @pups: Du nimmst mir die Worte aus dem Mund, aber daran: "während Gebildete, Reiche und Erstwähler für Gleichberechtigung votierten" sieht man, das Dummheit tatsächlich siegt. Bildungsschwache arme Landeier ab dem mittleren Lebensabschnitt aufwärts sind demnach leider am intollerantesten. Aber das sind ja auch die Menschen die sich am ehesten dem Religionswahn hingeben. Bildung braucht eben keine Religion, bzw. ist intelligent genug genau zu reflektieren um vernünftig die Relevanzen daraus abzuwägen.
    Es ist schade, dass die Menschen so rückständig sind.

    Glückwunsch jedoch für Obama. Zumindest hier haben die Amis richtig entschieden.
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#31 gatopardo
  • 06.11.2008, 11:35h
  • Antwort auf #29 von freeman
  • Richtig ! So kommt es ja auch immer wieder vor, dass man wider besseres Wissen die Bevölkerung über Themen abstimmen lässt, mit denen sie überfordert ist, weil sie rein aus dem Bauch heraus entscheidet. Alte Ressentiments gepaart mit mangelnder Bildung sind keine gute Grundlage, um an einem Referendum teilzunehmen.
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#32 SaschaEhemaliges Profil
  • 06.11.2008, 20:24h
  • Antwort auf #31 von gatopardo
  • Der entscheidende Punkt ist, dass man nicht grundlegende Bürger- und Menschenrechte, und ganz besonders den Schutz von Minderheiten, zum Gegenstand einer Volks- oder Mehrheitsabstimmung machen darf. Sonst können wir morgen auch "per Volksentscheid" darüber abstimmen, ob Menschen jüdischen Glaubens Geschäfte tätigen oder Frauen wählen dürfen.

    Wer einer bestimmten Gruppe von Menschen uneingeschränkt gleiche und volle Bürgerrechte verwehren oder entziehen will, der verlässt den Boden einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

    (Das bedeutet aber keineswegs, dass wir in anderen Bereichen nicht dringend sehr viel mehr direkte Kontrolle von politischen Entscheidungsprozessen durch das Volk brauchen.)
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#33 hwAnonym
#34 smallAnonym
  • 06.11.2008, 21:55h
  • Der erste Schwarze, der zum Präsidenten gewählt wird, gut so!
    Ein guter Tag für Amerika und damit auch ein guter Tag für die Welt.

    Aber, mittlerweile, eine absolute Überbewertung!
    Der Mann ist nicht der Messias, ja nicht mal Martin Luther King.
    Vergleichbar höchstens mit Kennedy, und wie das endete wissen wir ja….

    Auch Obama ist eingebettet in die realen Strukturen der US-Politik, durchaus in der Lage neue Akzente zu setzen, aber er kann nicht über Nacht die Welt zum Besseren wandeln!
    Die Homofreundlichkeit hält sich auch in Grenzen, zumindest wenn man diese in Verbindung mit Authentizität betrachtet, Mrs. Clinton war da schon wesentlich offener…

    Aber gut, die Gay-Anliegen sind momentan vielleicht auch nicht die dringensten politischen Fragen, die anstehen....
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#35 TaintAnonym
#36 stromboliProfil
  • 07.11.2008, 09:09hberlin
  • Antwort auf #15 von Samuel
  • Samuel,ich stelle mich deinem privaten glück nicht in den weg...
    Aber warum muß ich meine aufmerksamkeit und zeit dafür verschwenden? Ich gehe sogar noch weiter: "...die Öffnung der Ehe dann in einer Region wieder abgeschafft. Dies bedeutet einen klaren Rückschlag für homosexuelle Paare..." ; nichts dergleichen passiert! Lediglich ein rückschlag in einer/deiner privaten sicht. Wird diese sicht aber instrumentaliesiert, seis durch uns selbst oder unseren gegnern, dann liefere ich die steilvorlage eines eigentores!
    Indem ich private organisationsstrukturen ( ich will die "ehe" im allgemeinen mal so polemisieren.. auch wenn sie deine wie meine eltern beglückten!) als EINE von vielen möglichkeiten, selbstbestimmter lebensplanung sehe, muß ich sie doch nicht gleich als richtschnur, als maß aller dinge einordnen!! Insbesondere ich in der " ehe -ideologie " einen der haupt-mitverursacher homophober strukturen sehe. Rechtliche absicherung sollte/muß/könnte ebenso über andere konstrukte laufen! Der traum von heirat unter dem gesichtspunkt "abendländischer" traukultur, mit zeugen und blumenbukett, weißem schleier, dem zeichen der unschuld ( und wer von euch hat sich bis zum ehe/treue gelöbnis keuch verhalten??^^) mag unser bedürfnis für kitsch befrieden, aber der politischen frage nach emanzipation ( nicht tolerierung oder gar akzeptanz... das sollte man auch mal neu überdenken..!!) dient es nicht! Und eben weil ich mich nicht nur einer person gegenüber verantwortlich fühle, kann ich mir sicherheit jenseits des ehe gelübtes vorstellen, und fordere HIER die dafür eigentlich notwendigen ,rechtlichen verbindlichkeiten ein! Stichworte : rechtssicherheit! Chancengleichheit, verfügungsgewalt über meinen eigenen willen (erbrecht.. bis hin zu besuchs/ verfügungsrecht...) .
    Ich habe auch meine "verbindlichkeit" gegenüber meinen freunden immer als selbstverständlich wachsendes begriffen, ohne den bombast öffentlicher erklärung. Aber da hast du recht, wer das braucht, soll es halt machen, aber nicht fordern, dass andere ihm mittels politischer „anstrengung“ diesen persönlichen wunsch als verallgemeinende "Ansicht" erfüllen.
    Insofern Samuel, dein, "Aber verallgemeinere Deine Ansichten nich auf alle andere.", fällt auf auf dich zurück!

    Noch mal zur politischen reaktion: indem wir uns auf die eheklausel haben einengen lassen, überlassen wir unseren gegnern ein instrumentarium der polemik, dem in wenigen worten nichts entgegen zu setzen ist, ausser dem versprechen lieb zu sein (^^)! Eine tendenz, die eingeläutet wurde als sich die emanzipationsbewegung in eine wirsindangekommenindermitte bewegung veränderte. Seitdem verwalten wir den heterogenen gedanken der zwischenmenschlichen beziehungen: maß der dinge, die ehe als beweis des „erwachsen“ geworden seins. Entsprechend auch die überschriften: „Hass gegen die Liebe“ und ähnlichem. Das anderssein, und "anderssein" wahrgenommen werden, soll mit dem sammelbegriff ( zudem für gutwillige ) EINE LIEBE WIE JEDE ANDERE eine korrektur finden. Nur richtet sich deren hass nicht gegen "liebe", sondern gegen den vermuteten angriff auf ihre „ordnung der dinge“ in denen sie sich mit all ihren kleinen fluchten an glückserwartung und deren scheitern widerspiegeln. Deshalb auch die besetzung des ehepostulates für sie so wichtig/sinnstiftend ist. An diesem punkt kann man (schwuler/lesbe) auch feststellen, wie weit sich der feminismus vom emanzipatorischen weg , hin zum partizipatorischen entwickelt hat: nicht mehr die "verfügung über das eigene ich" , die botschaft der frühen frauenbewegung,steht in deren denken, sondern die (AB)sicherung gegenüber der männergesellschaft mit mitteln der männerkultur. Ob das dann im scheidungsrecht die kinderunterbringung zu ihren gunsten beeinflußt, ob im unterhaltrecht... es ist eine auf männlicher ideologie und rationalität aufbauendes erwartungsdenken, die nicht mehr emanzipation genannt werden kann. Insofern sind eben auch frauen, egal welcher herkunft, von der wertevorstellung und notwendigkeit der familie überzeugt. Sichert doch gerade die, die stellung der frau in einer "unvollkommenen" gesellschaft. Was von den gralshütern dieser ideologie (religion/konservatismus) denn auch mit aller macht betrieben wird. Unsere „IDEE“ dies zu unterlaufen, indem wir deren konstrukt einfach kopieren ( was im hinblick auf unsere erziehung auch die scheinbar einfachste lösung schien) offenbart aber auch den inhaltlichen widerspruch der ideologie: nicht die mann/frau konstruktion und aus ihr folgend die der familie, ist der kern der überlebensstrategie. Die „evolution“ ( hier mittlerweile auch durch die wissenschaft (siehe samenspende- genforschung...) gefördert) beginnt zudem eigene „wege“ zu gehen. Und eigentlich läge es in unserem eigenen interesse, diesen weg mit zu gestalten ( siehe gender), anstatt uns auf „gestriges“ berufen zu wollen. Interessant in diesem zusammenhang die tatsache, dass mehrheitlich frauen die evangelen - bewegung stützen, während männer die ideologischen vorgaben machen...!
    Aber unsere strategie "zwingt uns nun in die passive stellung: "..Nein, hierzulande hält man ganz selbstverständlich an dieser Form der Diskriminierung und Herabwürdigung von homosexuellen Partnerschaften fest...! Sascha, recht hast du: ich möchte auch nicht abstimmungen zu diesem eingeschränkten thema machen! Da geht der schuß nach hinten los! Und sie hätten nie teil einer abstimmung sein dürfen, hätte es andere gesetze gegeben! Hier mal unser AGG uns um die ohren geschlagen!

    Gerade leute der mittelschicht und insbesondere aus den ghettoschichten aufstrebende, bauen auf sogenannt "sichere werte", zu denen die der familie als hort der besinnung und sicherheit vorgegaukelt wird. Das die soziale realität dem entgegen steht , wird nicht als „widerspruch , eher als (gemeinsam, so die amerikanische formel) überwindbares angesehen. So kann man das reformierte scheidungsrecht in der "westlichen" welt als ein konstrukt der erghaltung des status quo ansehen: es stärkte die ökonomische sicherheit der frau ohne ihr das zustehende selbstverwirklichungsrecht uneingeschrängt zu verleihen ( siehe die abtreibung... denkmodel: was wäre, wenn die ungewollte befruchtung zu einem tatbestand des körperlichen missbrauches erklärt wäre. Also nicht nur die vergewaltigung als ganzes, sondern auch die "unversehertheit" der eizelle??Andersrum aber wird ja auch diskutiert über den "anfang" zu schützenden lebens...) Was eben auch eine verschärfung der „ideologischen „ thesen mit sich bringt. Und gerade bevölkerungsgruppen (frauen ,farbige,juden,schwule und sinti/roma), die selbst die erfahrung der ausgrenzung erlebten/en, suchen sich "sichere programme" , mit „verheißungsqualität“. Was auch die besondere anfälligkeit der afro-amerikaner für christliche sekten und deren beschränkte inhalte zeigt; die hispano-amerikaner da traurigerweise in nichts nachstehen!
    Um den widerspruch zu gefühlter,weisser dominanz im alltäglichen hervorzuheben, wird zudem die gruppenidentität ( comunity) überbetont. Was z.B. die schwierigkeiten schwarzer schwuler sowohl in ihrer schwarzen, die der jüdischen oder muslemischen in ihrer jeweiligen comunity erklärt. Ebenso auch ihre schwierigkeiten in der schwulen comunity!
    Und beim blick auf die bürgerrechtsbewegung fallen weitere paralellen auf: die der jüdischen intelligenz, ihre einstmalige bedeutung für die schwarze bewegung und ihr einbruch in den zeiten der erstarkung des "weissen"evangelistischen neoliberalismus. Aus verbündeten ( zusammenarbeit von der zeit der 30ger bis in die frühen 70ziger) plötzlich gegner , ja hassobjekte wurden, und dies von beiden seiten geschürt, zu den sonderlichsten allianzen führte. Und es ist ebenso schon fast vergessen, dass die schwarz-amerikanischen muslime im Jahre 2000 überwältigend für einen Mann stimmten, den sie heute am liebsten vergessen würden: G.W. Bush
    Es wird hier auch gefragt werden müssen, wieso gerade eine gruppe, die mit misch-rassischen verboten über 200 jahre in ihrer lebensqualität verkrüppelt, gedemütigt, gerade diese, eine engstirnigkeit, uneinsichtigkeit an den tag legt, gegenüber einer IRRATIONALITÄT wie sozialabbau,diskriminierung von randgruppen, ausnutzung der MH’s als freiwillige in fremdkriegen, spaltung der interessenslagen zwischen den unterpriveligierten, und last but not least, dem banalen wunsch der schwulen "ehestandsmäßig", auf dem selben level wie sie zu stehen. Als wäre eigene geschichte mit einem „votum „ erledigt. Hier ist ursachenforschung dringenst notwendig , weil auch wir ansonsten die konsensfähigkeit mit den anderen bevölkerungsgruppen verlieren werden!

    Übrigens eine entwicklung, die sich 1 zu 1 auf unsere derzeitige situation hier vor ort vorfinden lässt. Entsprechend stehen wir auch in deutschland/europa vor ähnlichem; siehe migrationsproblem & homophobie!

    Vieleicht wird man in den wahlanalysen auch die wiederkehr des pragmatischen zusammengehens von „randgruppen“und deren spezifischen interessen, wie z.B. die der jüdischen mit den afroamerikanern, der feministen mit dem religiösen entdecken( ja,ja, auch die sind es...RANDGRUPPEN als teil einer gesamt zu besimmenden gesellschaft) wir müßen lernen den begriff neu zu definieren , aber er besteht und beeinflußt die uns betreffenden entscheidungen...) , und es nicht umzudeuten in ein problem „schwarzer und unterschichten“, wie unsere rechte spottdrossel @inferno zu fabulieren sich traute. Nähmlich zu verstehen, was an unserer „einbringung“ in die anderen„randgruppenstrategien“ falsch läuft.
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#37 Tufir
  • 07.11.2008, 10:20h
  • Antwort auf #34 von small
  • "Auch Obama ist eingebettet in die realen Strukturen der US-Politik, durchaus in der Lage neue Akzente zu setzen, aber er kann nicht über Nacht die Welt zum Besseren wandeln!"

    Eben. So sehr ich mich über die Wahl gefreut habe: Sie markiert auch den Tag, an dem der Außenseiterkandidat zum Establishment wird und an dem das Volk von der jubelnden Masse wieder zum kontrollierenden Organ werden muss. Unter dem Gesichtspunkt wird es früher oder später auch berechtigte Kritik an Präsident Obama geben. Insofern ist es nicht schizophren, sich zu freuen, aber gleichzeitig auch nicht zu vergessen, zu fordern.
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#38 seb1983
  • 07.11.2008, 10:41h
  • Das denke ich auch.
    Unter den jetzigen Erwartungen kann er quasi nur scheitern, trotzdem sehe ich es als Erfolg wenn er nur 10% seiner Pläne umsetzen kann, denn die Marschrichtung stimmt endlich wieder.

    Weder Schwule noch Schwarze oder andere Minderheiten sollten glauben dass sich von heute auf morgen die Welt anders rum drehen wird, und grade Europa wird sich wohl noch wundern wenn nicht nur mehr Zusammenarbeit sondern auch mehr Engagement gewünscht wird, grade so mancher Linke wird sich verträumt die Augen reiben wenn deutsche Soldaten gefordert werden.
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#39 SaschaBProfil

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