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Kommentare zu:
Kalifornien: Erstmals Homo-Ehe wieder abgeschafft


#1 riniAnonym
  • 05.11.2008, 21:59h
  • schade, dass irgendwelche primitiven idioten darüber bestimmen dürfen, wer heiratet und wer nicht. das sollte nicht das dumme volk entscheiden dürfen.
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#2 IchAnonym
  • 05.11.2008, 22:17h
  • Ein sehr schönes Beispiel, warum die indirekte Demokratie, in der das Parlament auch mal GEGEN die vermeintliche Mehrheitsmeinung der Bevölkerung treffen kann (und in Deutschland auch trifft - siehe EURO-Einführung), alles andere als eine "schelchte" Demokratie ist. Häufig fehlt dem Volk (in D.- beosnders dem Bild-Volk) häufig das Verständnis dafür, was langfristig für das Land das beste ist.....
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 06.11.2008, 01:56h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Das gilt zumindest solange, als man das Volk bewusst dumm macht, dumm hält oder für dumm verkaufen will und ihm den vollen Zugang zu sämtlichen Daten, Fakten und relevanten Informationen verwehrt bzw. Entscheidungen hinter verschlossenen Türen und ohne jede demokratische Kontrolle abwickeln will - wie es in der Mehrzahl der Fälle bekanntermaße der Fall ist. Würde man an diesem Status quo etwas ändern, bräuchte eine wahrhaft freiheitlich-demokratische Gesellschaft keine Handlanger des großen Kapitals und selbsternannten Wahrheitskünder mehr, die dem dummen Volk eintrichtern, was angeblich das Beste ist (Es stellt sich dabei ja immer die Frage: Das Beste für wen?)

    Daher verfehlst du leider aus demokratietheoretischer und -praktischer Sicht den entscheidenden Punkt. Bei dem hier diskutierten Thema geht es darum, dass fundamentale Menschen- und Bürgerrechte, d.h. insbesondere auch der Schutz von Minderheiten (!) niemals zum Gegenstand einer Mehrheitsabstimmung gemacht werden darf. Diese Grundsätze müssen schließlich das unabänderliche Fundament jeder freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung bilden.
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#4 Jensetz
  • 06.11.2008, 02:43h
  • Ich stimme meinem Vorgänger zu! Häufig stimmt die wahlberechtigte Bevölkerung durch Desinformation falsch ab. Deshalb bin ich gegen Volksabstimmungen in der Bundesrepublik. Es ist zwar nicht alles gut, aber diese Abstimmungen machen es nicht besser, sondern schlimmer!
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#5 seb1983
  • 06.11.2008, 09:26h
  • Ich sehe Volksabstimmungen als oft sehr problematisch an. Denn statt Leuten die sich damit auskennen (sollten) entscheiden Menschen die kein großes Wissen über die Folgen oder auch gar kein Interesse daran haben.
    Wir hätten morgen wieder die Todesstrafe und übermorgen die Mehrwertsteuer abgeschaft.

    Die Wie sähe so eine Abstimmung denn aus??

    "So Schatz Kinder sind in der Schule, Essen für heute abend ist vorgekocht und nachher gehts noch in den Baumarkt"
    "Alles klar, aber du was liegt denn hier auf dem Tisch, das neue Telefonbuch?"
    "Nein nein das ist die gründliche Ausarbeitung des LSVD, nächste Woche ist doch Volksabstimmung, hast du das etwa vergessen?"

    Reaktionen:

    a) Das lese ich mir gleich durch, ruf auf der Arbeit an dass ich heute später komme.

    b) Naja vielleicht gucke ich mal kurz rein, hoffentlich schalten sie wieder Werbespots das ist lockerer.

    c) Gleich weg damit, oh man da ist wieder die halbe Papiertonne voll.
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#6 FrankAnonym
  • 06.11.2008, 09:55h
  • Und als nächstes wird dann wahrscheinlich die Ehe zwischen Menschen unterschiedlicher Rassen verboten, danach wird Frauen das Wahlrecht entzogen und Schwarze werden wieder versklavt. Mit genug Geld für den Wahlkampf finden sich bestimmt auch dafür Mehrheiten.
    Aber dafür darf jetzt in Californien kein Pferdefleisch mehr gegessen werden. Die Rechte der Tiere sind den Menschen wohl wichtiger als Homo-Rechte.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.11.2008, 10:54h
  • Ich bin von den Kaliforniern ebenfalls enttäuscht! Ich hatte sie für intelligenter und toleranter als in den anderen US-Bundesstaaten gehalten.
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#8 Tufir
#9 Andi V.Anonym
  • 06.11.2008, 12:02h
  • Was in den ganzen Berichten und auch hier unterging: Auch in Connecticut haben Gegner der Homo-Ehe versucht, diese Wahl zu deren Abschaffung zu nutzen und zwar indem sie für eine "constitutional convention" stimmten. Das ist eine Art Überarbeitung und Neubewertung der gesamten bundesstaatlichen Verfassung, in deren Verlauf einzelne Punkte durch Abstimmungen geändert werden können. Das Ergebnis: 40 Prozente stimmten dafür, 60 Prozent dagegen. Die Homo-Ehe in Connecticut ist damit vorerst bis zur nächsten Wahl sicher:

    www.courant.com/news/politics/hc-2conquest.artnov05,0,779871
    .story
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#10 SamuelAnonym
  • 06.11.2008, 12:31h
  • Antwort auf #3 von Sascha
  • "Würde man an diesem Status quo etwas ändern, bräuchte eine wahrhaft freiheitlich-demokratische Gesellschaft keine Handlanger des großen Kapitals und selbsternannten Wahrheitskünder mehr"

    Man, Sascha, komm mal wieder runter. Wenn ich diese Argumentation so übernehme, kann ich auch sagen, Obama hat nur mit Hilfe des Kapitals gewonnen, weil er eindeutig mehr Spendengelder als McCain erhalten hat.

    Und selbst wenn: Lieber Handlanger des Kapitals als unter der Knute von Sascha.
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#11 JensAnonym
  • 06.11.2008, 15:06h
  • Heirat ist ein religiöser Akt. Ich finde die staatliche Ehe sollte generell abgeschaft werden und steuerliche Vergünstigungen nicht mehr an ehelichen Status, sondern an das Vorhandensein von Kindern geknüpft werden. Auch partnerschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse kann man ohne Ehe regeln. Die Ehe sollte früher die Frau vor gesellschaftlichen Nachteilen insbesondere durch Schwangerschaft schützen. Was haben Schwule damit zu tun??? Man sollte sich mal von dem Wahn lossagen, alles machen zu wollen, was Heterosexuelle können. Frauen versuchen auch nicht im Stehen zu pinkeln.
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#12 Totale Bevormundung - beste BevormundungAnonym
  • 06.11.2008, 15:09h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Genau! Allerdings besteht selbst bei Wahlen die Gefahr, daß der durchweg strohdumme Pöbel - ich meine natürlich: die lieben Bürgerinnen und Bürger - anders entscheidet als Du es für richtig befindest. Um alle Gefahren auszuschließen und unsere Menschen vor dem schlimmsten zu bewahren, sollte man ihnen künftig nur noch eine einzige Liste oder eine einzige Partei zur Auswahl ;-) stellen. Mit solchen Regierungssystemen haben wir in Deutschland auch schon hervorragende Erfahrungen gemacht, sie waren die erfolgreichsten und produzierten Wohlstand und Glück.

    (Man vergleiche dies mit dem Elend, welches in den letzten hundertdreißig Jahren in der Schweiz geherrscht hat, wo die Parteien nicht alles - bevorzugt von der Öffentlichkeit unbeachtet - untereinander auskungeln können, sondern bei jeder Entscheidung berücksichtigen müssen, daß diese möglicherweise vom Souverän gekippt wird. Der Souverän ist übrigens in der Demokratie das Volk, was in der Schweiz jedes ältere Kind wissen dürfte. In Deutschland vermutlich nicht mal die meisten Abiturienten. Warum bloß?)
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#13 seb1983
  • 06.11.2008, 15:29h
  • Antwort auf #12 von Totale Bevormundung - beste Bevormundung
  • Vorsicht Vorsicht, die Schweiz würde ich mir hier nicht als Vergleich nehmen, in diesem kleinen Land herrscht eine komplett andere politische Kultur und ein anderes Selbstverständnis, Stichwort Zauberformel im Bundesrat...
    Damit ist die direkte Demokratie in der Schweiz recht einmalig in der Welt.
    Die Schweizer stimmen damit auch über fundamentale politische Entscheidungen ab, neben Schnitzern wie dem Frauenwahlrecht klappt das auch gut und breite Schichten engagieren sich in der Politik.

    In Deutschland jammert und läster man lieber über die Politiker, Pardon die "Politische Klasse" (Habs mal als Eigennamen angesehen und groß geschrieben *g*)
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