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Über 500 Teilnehmer, so die Schätzung der Polizei, folgten dem Aufruf von MANEO und protestierten vor dem U-Bahnhof Hallesches Tor in Berlin-Kreuzberg gegen homophobe Hassgewalt.

Hintergrund waren die jüngsten Übergriffe auf Schwule und Lesben in Berlin, darunter der schwere schwulenfeindliche Übergriff auf einen 33-Jährigen, der in einem Zug der U-Bahnlinie 6 am Bahnhof Hallesches Tor von zwei jungen Männern in aller Öffentlichkeit attackiert worden war und einen doppelten Kieferbruch erlitt (queer.de berichtete).

"Dieser Vorfall ist nur die Spitze einer Vielzahl von Übergriffen, die jedes Jahr in Berlin stattfinden", so Maneo-Projektleiter Bastian Finke in seiner Ansprache. "Ein junger Mann wird während des CSD auf dem U-Bahnhof Nollendorfplatz angespuckt und als ‚schwule Sau’ beleidigt; Drag-Kings werden in Kreuzberg angegriffen; das Homo-Mahnmal wird geschändet; ein schwuler Mann wird im Tiergarten halbtot geschlagen; ein heterosexueller Familienvater wird im Friedrichshain für schwul gehalten und deshalb krankenhausreif geprügelt; zwei Lesben werden in Hellersdorf attackiert – und jetzt erneut ein schwuler Mann, der Zielscheibe von homophober Hassgewalt wurde, weil er einen Freund mit einem Kuss verabschiedete, weil er seine Homosexualität in der Öffentlichkeit nicht verstecken zu müssen glaubte."

Unter dem Motto "Berlin gehört allen – aber nicht den Gewalttätern!" forderte Maneo auch die Berliner Senatsverwaltung auf, Weichen zu stellen, damit mehr Opfern geholfen werden kann – und dass Vorurteilskriminalität gegen die sexuelle Orientierung nachhaltig bekämpft wird. Finke: "Es kann nicht sein, dass uns ständig von der Verwaltung erklärt wird, es sei dafür kein Geld da! Den Preis für die Versäumnisse der Politik bezahlen die Betroffenen. Homosexuelle Opfer vorurteilsmotivierter Gewalt dürfen nicht länger als ‚Fortschrittsopfer’ einer falschen Politik in Kauf genommen werden." Er veweist darauf, dass laut der Berliner Landesverfassung eine Schlechterbehandlung von Menschen u.a. wegen ihrer sexuellen Identität verboten ist.

An der Veranstaltung nahmen auch Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) und der SPD-Politiker Björn Böhning teil. (pm/dk)



28 Kommentare

#1 MikeAnonym
  • 05.11.2008, 17:13h
  • Und wo war Wowereit mit seiner Scheiss-Kampagne "Be-Berlin" ?
    Da sind wir wohl nicht mit gemeint.....
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#2 haEmetProfil
#3 xv22Anonym
  • 05.11.2008, 18:06h
  • Lösung: Waffengesetz so ändern, dass sich jeder wehren kann. Die Angriffe sind für mich bloß ein Abreagieren mit fatalen Folgen - aber ich denke, dass man sich andere Methoden zum Abreagieren sucht, wenn man sonst Gefahr läuft, selbst draufzugehen.
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#4 CopAnonym
#5 sylviafeeProfil
  • 05.11.2008, 19:51hBerlin
  • Antwort auf #3 von xv22
  • @ # 3
    Bei Änderung des Waffengesetzes würden die Täter nicht schlagen oder spucken sondern gleich schiesen.
    Also Blödsinn.
    2004/ 05 machte ich die damalige NRWSPD Ministerin Birgitt Fischer im Turnus Gespräch Landes-Schwusos-Ministerin auf genau diese Entwicklung aufmerksam. Denn den aufmerksamen Lesern der Polizei-Berichte, Justizvollzugsbeamten Berichte sagte uns dies voraus.
    Wobei aber nicht nur moslemische Migrationsgruppen gemeint sind sondern auch im Besonderen Jugendliche aus dem Osten.
    Eine ganz spezielle Rolle weil fast ohne Schmerzgrenze oder Leben Wertigkeit sind Menschen aus der ehemaligen UdSSR.
    Damals sagte ich schon es ist wichtig Problem erkennen, benennen schauen wo wir für Gegenwart und Zukunft handeln können und dann handeln.
    Dazu gehört auch, das wir Beleidigungen von gerade Jugendlichen ernster nehmen und mindestens vorm Jugendrichter verhandeln.
    Aber oft gehen Anzeigen noch nicht einmal über die Staatsanwaltschaft raus.
    Diese gerade in Gruppen, so beliebte, ich zeig dir wer der stärkste ist und mache einen vermeintlich schwachen nieder, beliebte spiel muß schärfer gehndet werden. Aber hier wird dann lieber an der verantwortung herumgeschoben als endlich gehandelt.
    Aber auch uns trifft ein vorwurf, mehr politische csd als volksfeste täten uns gut.
    Glaubt mir es wird nicht besser ammer noch viel schlimmer.
    Deswegen nochmal und die wollen wir bewaffnen mit einer öffnung des waffengesetzes???? Hirnrissig
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#6 queerkopf
#7 antihomophobieAnonym
#8 xv22Anonym
  • 06.11.2008, 02:58h
  • Antwort auf #5 von sylviafee
  • Der Unterschied ist nur - zu 5t gegen 1 oder 2 Leute ist mit der Faust kein Problem, wenn aber der 1 oder die 2 bewaffnet sind, geht jeder von den 5 bei einer Auseinandsetzung das Risiko ein, selbst etwas abzubekommen, im schlimmsten Fall zu sterben. Im Gegensatz zu jetzt, wo für die 5 genau NULL Risiko besteht, da man sich allein oder zu zweit gegen 5 einfach nicht wehren kann und ausreichender Schutz in der Öffentlichkeit (durch so starke Polizeipräsenz wie sie wohl nur ein einem Polizeistaat geben würde) nicht gegeben ist.

    Ich wage außerdem zu bezweifeln, dass die Täter potentielle Opfer gleich ohne Streit und Demütigung erschießen - das wäre ja nicht besonders cool, nicht spaßig und da Mord/Totschlag stärker verfolgt wird, würden sie wohl auch für den Rest des Lebens hinter Gittern (wieder im Gegensatz zu jetzt, wo sie bei Gewalttaten nicht mit einer Strafe rechnen müssen).

    Dass einem vom Staat verboten wird, eine Waffe zu tragen, dient meiner Meinung nach nur dem Zweck, das staatliche Gewaltmonopol zu stärken (siehe Geschichte, wer hat denn den Bauern etc. Waffen verboten? Nur das Heer des Herrschers durfte welche haben.) Außerdem halten sich die Täter sowieso nicht an Verbote (zB von Schlagstöcken oder Kampfmessern)

    Meine Idee wären also 2 parallele Ansätze:
    * Bildung, Aufklärung, Erziehung zur Toleranz
    * Stärken des Selbstbewusstseins der "Opfer", einhergehend mit Maßnahmen, die ermöglichen, dass sich jeder effektiv! verteidigen kann.
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#9 AntichristProfil
  • 06.11.2008, 07:29hHH
  • Antwort auf #3 von xv22
  • @xv22: Du vergisst, dass der Feind sich ebenfalls dieses Waffengesetzes bedient. Er wird dir keine Zeit zur Gegenwehr lassen. Dir eine Kugel in den Körper jagen bevor du überhaupt merkst, dass er es auf dich abgesehen hat.

    Zu deinem Kommentar #8: Sie erfinden dann ganz einfach einen neuen Volkssport, nicht an der Spielkonsole, sondern in der Realität geht man dann ganz einfach mal auf Schwuppenjagd. Wer zuerst eine umlegt ist Sieger. So wie sie momentan vor Gericht mit minderharten Strafen davon kommen würden sie es auch bei einer Änderung der Waffengesetze schaffen.

    Waffen besonders in den Händen von Idioten sind gemeingefährlich. Verzeih bitte wenn ich dich darauf hinweise, dass die Gruppe der xeno-/homophoben rassistischen Idioten leider die Mehrheit der Gesellschaft bildet.
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#10 Tufir
  • 06.11.2008, 11:44h
  • Antwort auf #8 von xv22
  • "Dass einem vom Staat verboten wird, eine Waffe zu tragen, dient meiner Meinung nach nur dem Zweck, das staatliche Gewaltmonopol zu stärken"

    Das ist Sinn der Sache. Dadurch kann ein Polizist eine Verkehrskontrolle durchführen, ohne dass er, wie in den USA, seine Hand an seiner Waffe liegen hat. Das wiederum schützt den einen oder anderen Autofahrer, der schnell mal versehentlich umgenietet wird, weil er bei der Verkehrskontrolle nicht die Hände auf dem Lenkrad hat.

    "Außerdem halten sich die Täter sowieso nicht an Verbote"

    Offenbar schon - ein mehrfach gebrochener Kiefer ist kein Messerstich zwischen den Rippen und kein Projektil im Körper. Das würde sich dann sicherlich ändern.
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