Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9594

Die zweite Staffel der Castingshow "Das Supertalent" fesselt durch begabte Frauen und anmutige Männer. Das bringt Jurymitglied Bruce Darnell erneut zum Weinen.

Von Carsten Weidemann

Inzwischen kennt man Paul Potts auch in Deutschland. Der unscheinbare Handyverkäufer mit den schlechten Zähnen verzauberte vor zwei Jahren das Publikum in der britischen Castingshow "Britain‘s got Talent" und tourt seitdem als Opernsänger durch Europa, um mit seiner Interpretation von "Nessun Dorma" eine Gänsehaut nach der anderen zu erzeugen. Diese magischen Momente, die entstehen, wenn jemand unerwartet etwas ganz besonderes tut, gibt es auch im deutschen Pendant "Das Supertalent", das derzeit bei RTL in der zweiten Staffel läuft.

Natürlich sitzt in der Jury wieder der unvermeidliche Dieter Bohlen, der auch genügend Gelegenheiten bekommt, über eher tragische Auftritte einiger Kandidaten zu lästern. "Eine Schrankwand tanzt besser als Du" ist da noch einer der harmlosen Sprüche. Zum Charmeausgleich wurde Bohlen allerdings das niederländische Fotomodel Sylvie van der Vaart und der smarte Modelcouch Bruce Darnell an die Seite gestellt. Sie dürfen in den derzeit laufenden Vorrunden auf ihre Buzzer hauen und mit einem Tröten die Darbietung der Kandidaten abbrechen, wenn es besonders peinlich oder ärgerlich wird. Oder aber sie heben die Daumen und befördern die vor Aufregung und Glück zitternden, schwitzenden Talente eine Runde weiter in Richtung Finale. Das Bruce Darnell, der bekannter weise sehr nah am Wasser gebaut hat, hin und wieder Tränen in die Augen schießen, ist völlig in Ordnung. Denn seine Emotionalität ist nicht künstlich. Er heult an den richtigen Stellen, weil das, was da auf der Bühne vor ihm passiert, tatsächlich bewegt.

Unter all den Nachwuchstänzern, Rappern, Komödianten und Artisten befinden sich einige hübsch anzusehende Männer, die zudem durch ihre Körperbeherrschung und Anmut auffallen. Als echte Kerle traten Andrew (29) und Craig (31), zwei Rettungsschwimmer aus Südafrika auf, die trotz überbordender Muskelmasse bei einer Baywatch-Parodie graziös auf- und übereinander turnten.

Der hochgewachsene 40-jährige Kelvin aus Dresden gab sich bei seiner Vorstellung ganz kumpelig, verschmolz dann aber mit zwei Glaskugeln zu einer jonglierenden Einheit. Und der 31-jährige Shinouda Ayad, der als Derwischtänzer über die Bühne wirbelte, zeigte nicht nur mit seinem Kostüm, das Männer weibliche Seiten besitzen und sich dafür auch nicht zu schämen brauchen.

Ganz stark schlug das "Gay-Radar" in der Sendung vom 1. November an, als der 20-jährige Christoph aus Berlin in einem schwarzen hautengen Kostüm zur Decke des Studios kletterte und dort am Trapez einen Tanz aus Akrobatik und Leidenschaft inszenierte. Da war selbst Dieter Bohlen voll des körperbetonenden Lobes: "Deine Beine sind super rasiert. Jedes Härchen, das nicht da war, konnte man dort oben sehen."

Sie alle werden nach dem Ende der Vorrunden erneut zu sehen sein. Dann dürfen die Zuschauer per Telefonvoting entscheiden, wer das Supertalent 2008 wird. Die Sendung läuft jeweils Samstags ab 20:15 Uhr bei RTL.



12 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 SaschaEhemaliges Profil
#3 KonstantinEhemaliges Profil
  • 08.11.2008, 08:47h
  • Antwort auf #2 von Sascha
  • Ich auch. Aber in diesem Artikel geht es ja nun mal um RTL und nicht ums reale Leben. Außerdem: Auch bei RTL sind reale Menschen zu sehen und die laufen auch irgendwo frei herum. Die sind nicht in dem Flimmerkasten eingesperrt und müssen da Faxen machen, lieber Sascha!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 markHBWBProfil
  • 08.11.2008, 08:56hBremen
  • Ohne Frage- christoph ist sehenswert!!

    Bei der Diskussion, ob die comedy Serie "Little Britain" Homo Hass erzeugt, fällt mir doch einiges auf.

    Nicht als COMEDY ausgewiesene Sendungen wie Little Britain erzeugen HomoHass, sondern solche Sendungen mit den für mich unerträglichen Bruce Danel (oder so).
    Solche "Promis" merken (und werden es nie merken), wie sie von den Medien vorgeführt werden (mach uns die Obertucke!!--jjaaaa hahahhaaa so sind sie diese Schwulen!!!).
    Was macht dieser Bruce ? Was hat er gemacht, das man Respekt haben könnte? keine Angst, er hat sein Leben ja schon in einer Talkshow erzählt.....er ist wahrscheinlich der einzige Mensch, der es soooooo schwer hatte.....

    Also, das ach so tolerante heterogene Fernsehvolk, das Schwule so gerne sieht und sich dabei ihr "ich-bin-ja-so-tolerant-gefühl" täglich abholen, können es im wahren Leben dafür so richtig krachen lassen.
    Was meint Herr Daum noch von Schwulen im Fussball?
    "man muss die Kinder schützen! Da steht alles andere drüber!"

    Trinkt nicht auch noch den Kakao, durch den ihr gezogen werdet (B-Brecht)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SaschaEhemaliges Profil
#6 Luckylion
  • 08.11.2008, 15:41h
  • @markHBWB: Ich kann deine negativen Kommentare über Bruce Darnell nicht nachvollziehen. Zum einen hat er sich noch nie über seine sexuelle Neigung geäußert. Von daher kann man es zwar vermuten, dass Darnell schwul ist, ihn aber nicht als Negativ-Beispiel hinstellen der sein Schwulsein präsentiert.

    Zum anderen merke ich nix von dem Hass den Darnell erzeugen soll. Sowohl bei Germanys Next Topmodel als auch beim Supertalent ist Darnell beim Zuschauer sehr beliebt.

    Zudem hat Herr Darnell hat sehrwohl in seinem Leben was geleistet sonst wäre er nicht Juror in dieser Show.

    Man mag ihn, genau wie die anderen Jury-Mitglieder, sympatisch oder unsympatisch finden, aber Hass verbreitet er nicht. Ich werd durch Dieter Bohlens Sprüche ja auch nicht zum Hetero-Hasser oder weil ich Sylvie van der Vaart nicht leiden kann zum Frauen-Hasser. Und auffällig und unterhaltsam muss er sein, sonst würden die Zuschauer abschalten. Man kann das als Obertucke hinstellen, aber in der Schwulendisko findest du auch diese "Tucken" ganz ohne Kameras. Und viele davon sind sympatisch und authentisch. Du kannst nicht jedem dein Männlichkeitsempfinden aufdrücken. Das Fernsehen bietet heutzutage eine breite Parlette an Homosexuellen. Und das find ich toll.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 KonstantinEhemaliges Profil
#8 SaschaEhemaliges Profil
  • 08.11.2008, 21:36h
  • Antwort auf #6 von Luckylion
  • Jaja, "das Fernsehen bietet heutzutage eine breite Palette an Homosexuellen"...

    ...die aber nicht ein einziges Mal in der gleichen Weise mit ihrer Sexualität und mit ihren Partnerschaften dargestellt werden (zumindest wenn es sich um Männer handelt), wie das bei Heterosexuellen ganz selbstverständlich der Fall ist.

    Oder wo sind die Jungs im Pubertätsalter, die ganz selbstverständlich ihren Freund mit nach Hause bringen und mit ihm herumknutschen, so wie es alle fünf Minuten auf irgendeinem Kanal von heterosexuellen Teenagern zu sehen ist? Wo sind die Zärtlichkeiten zwischen Männern, wo die maskulinen Muskelkörper, die sich erotisierend aneinander reiben, wie irgendwelche Östrogenkörper es rund um die Uhr auf allen Kanälen tun?

    In Wahrheit leistet die aggressive Heteronormativität insbesondere des kommerziellen Fernsehens, das homosexuelle Jungs und Männer gerade nicht in der gleichen Weise und mit der gleichen Selbstverständlichkeit darstellt wie heterosexuelle, einen wesentlichen Beitrag zur Zunahme von Homophobie und zum effektiven Verlust sexueller Freiheit und Selbstbestimmung gerade unter jungen Männern.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 seb1983
  • 09.11.2008, 01:45h
  • "wo die maskulinen Muskelkörper, die sich erotisierend aneinander reiben"

    das frag ich mich in der Szene allerdings auch oft
    naja bin mal im Bett
  • Antworten » | Direktlink »
#10 markHBWBProfil
  • 09.11.2008, 02:06hBremen
  • und genau dein Kommentar zeigt, was ich meine:
    "..er hat sehr wohl etwas geleistet, sonst wäre er ja nicht in der Jury"... DAS ist DER Beweis...

    genau, wenn man bei den privaten als Jury fungiert, hat man was geleistet?

    und ganz ganz sicher ist bruce danel auch nicht schwul, wie du vermutest, weil er es ja nicht gesagt hat...
    es geht nicht ums schwulsein von Bruce Danel, sondern darum, das solche Menschen eine Homophobie erzeugen bei einem nicht reifen Publikum.

    Ich kämpfe gegen solchen dümmlich dreisten Schablonen, so als Schwuler "dargestellt" zu werden!

    Das Format dieser Sendungen ist doch nicht ein Talent zu finden, sondern das Menschen, denen langweilig im Leben ist, einen Job zu geben , wo sie URTEILEN können.
    Jeder Altenpfleger, Krankenschwester, Müllentsorger hat von mir mehr Respekt, als soche sinnfreien "Darbeitungen" einer Jury.
  • Antworten » | Direktlink »