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Homo-Gruppen und einflussreiche schwul-lesbische Blogger rufen zum Tourismusboykott des US-Bundesstaates Utah auf. Grund sei die aggressive Politik der Mormonenkirche, die zum Ende der Homo-Ehe in Kalifornien beigetragen hat.

"Auf einer ganz elementaren Ebene haben die Mormonen aus Utah diesmal eine Grenze überschritten", fasst der Homo-Aktivist John Aravosis den Boykottaufruf zusammen. Die Kirche hat sich intensiv für das Referendum Proposition 8 eingesetzt, das die gleichgeschlechtliche Ehe in Kalifornien illegal gemacht hat. 22 Millionen Dollar haben Mitglieder in den Kampf für den Volksentscheid gesteckt, der vergangene Woche in Kalifornien mit knapper Mehrheit angenommen wurde (queer.de berichtete). Daraufhin gab es wütende Proteste vor mormonischen Kirchen in Kalifornien (queer.de berichtete).

"Wir wollen jetzt die Marke Utah beschädigen, weil dieser Staat Hass verbreitet", begründet Aravosis die Aktion. Tatsächlich macht der nur 2,5 Millionen Einwohner zählende Staat, der fast so groß ist wie Großbritannien, jährlich über sechs Milliarden Dollar Umsatz mit Tourismus. Neben erstklassigen Skipisten findet hier auch das prestigeträchtige Sundance Film Festival statt. Außerdem strotzt der Staat von einmaligen Nationalparks wie Arches, Bryce Canyon, Capitol Reef und Zion, die zu den schönsten Naturlandschaften der Welt gehören.

Rund zwei Drittel der Bevölkerung von Utah sind Mormonen. Die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" benutzt neben der christlichen Bibel auch noch das Buch Mormon als Heilige Schrift. Darin wird die Geschichte um das heilige Volk von Israel auf das Gebiet der heutigen USA verlegt. Die Mormonen lehnen Homosexualität kategorisch ab.

Eine Sprecherin der Mormonen verteidigte die politischen Aktivitäten ihrer Kirche. Kim Farah erklärte, sie sei "beunruhigt", dass ihre Glaubensrichtung dafür bestraft werden soll, das Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 AnjaAnonym
  • 12.11.2008, 17:09h
  • In der Debatte um die gleichgeschlechtliche Ehe hat die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage ihre Mitglieder aufgefordert von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und das heilige Sakrament der "Ehe" zu schützen. Die Kirche spricht sich jedoch für den respektvollen Umgang in dieser emotionalen Diskussion aus und erwartet dies auch gerade von ihren Mitgliedern.
    newsroom.lds.org/ldsnewsroom/eng/news-releases-stories/churc
    h-issues-statement-on-proposition-8-protest


    In den grundlegenden Glaubensartikeln spricht sich die Kirche gegen Diskriminierung aus
    www.kirche-jesu-christi.org/ueber-die-kirche/glaube-und-lehr
    e/glaubensartikel.html


    und zeigt sich tolerant in Bezug auf die frei zu wählende Lebensweise aller Menschen. Die gleiche Toleranz sollte erwartet werden können, wenn die Mitglieder der Kirche ihre Glaubensansichten friedlich vertreten. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage lehnt nicht Homosexualität als solches ab, sondern sie fordert von ihren Mitgliedern, dass sie keine gleichgeschlechtlichen Partnerschaften pflegen, sondern keusch leben. Diese Position werden die Kirche und ihre Mitglieder auch weiter vertreten, besonders wenn sie gefragt werden.
    Es muss allerdings auch gesagt werden, dass weniger als 2% der Wahlberechtigten in Kalifornien der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage angehören. Hier verfolgt man aus Enttäuschung über den Ausgang des Referendums eine Minderheit.
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#2 mgrasek100Ehemaliges Profil
  • 08.02.2012, 11:55h
  • also man muss mal auf dem Teppich bleiben, so wie ich das verstehe, geht es um die Ehe, dass ist was, was wir in Deutschland ja bis heute nicht vollständig für Homosexuelle haben und was ist jetzt so schlimm daran, wenn Gläubige dagegen sind und dies in ihrer Meinung ausdrücken ?
    Die Kirche will nun mal nicht, dass zwei Männer heiraten, dass ist ja ihr gutes Recht so was zu sagen, es geht ja hier nicht um grundlgende Verbote einer eingetragenen Lebensgemeinschaft oder civil Unions wie es in den USA heisst, oder gar um Verbot der homosexuellen Liebe als solches, soweit ich weiss, sondern eben nur um die Abgrenzung zur Ehe.
    Ich finde das auch richtig so, es ist falsch, wenn sich jetzt schwule in das Institut der Ehe reinhängen, dass sage ich als Schwuler sogar und ich verstehe da einige Leute nicht so ganz.
    Es steht ja jedem frei, kirchlich zu heiraten, wenn jemand eine Kirche findet, die ihn trauen will, bitte, aber man kann jetrzt nicht einen Staat zweingen, die Ehe als solches für Homosexuelle anzuerkennen
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