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Erstmalig in den Vereinigten Staaten hat eine offen transsexuelle Politikerin die Wahl zur Gemeindevorsteherin gewonnen: Die 60-jährige Stu Rasmussen ist Bürgermeisterin von Silverton.

Stu Rasmussen hat bereits 1988 und 1990 die Bürgermeisterwahlen im 7.500-Einwohner-Örtchen Silverton (US-Bundessstaat Oregon) gewonnen – damals noch als Mann. Danach hat er eine Veränderung gespürt – und sich Operationen unterzogen, die ihm ein weiblicheres Aussehen verleihen, darunter auch eine Brust-OP. 2008 fühlte sich Rasmussen wohl in ihrem Körper – und wollte ihr Städtchen retten, das ihrer Meinung nach ganz falsche Prioritäten setzte.

Amtsinhaber Ken Hector hatte vor, die Kleinstadt auf Wachstumskurs zu trimmen und Investoren mit großen Gesten anzulocken. Rasmussen trat dafür ein, den Zusammenhalt im kleinen Örtchen zu erhalten und organisch zu wachsen. "Zunächst haben die Leute nur auf meine Erscheinung geschaut, aber im Laufe des Wahlkampfes wurden die Themen wichtiger", erzählte Rasmussen dem Fernsehsender ABC mit tiefer Stimme. Das Programm überzeugte die Wählerschaft: Rasmussen erhielt 1.988 Stimmen, Hector nur 1.522.

Ob sie nun – trotz ihres Aussehens – ein Mann oder eine Frau ist, ist selbst ihr nicht ganz klar. Dem schwul-lesbischen Magazin JustOut erklärte Rasmussen: "Ich bin ein Typ. Ich bin ein heterosexueller Mann, der eine Frau zu sein scheint." Scheinbar ein sehr liebenswerter Mann, denn seit 35 Jahren wohnt er mit seiner Freundin Victoria Sage zusammen. Geheiratet haben die beiden nie. (dk)

Youtube | Bericht über den Wahlsieg im Lokal-TV


#1 Tim_ChrisProfil
  • 11.11.2008, 19:40hBremen
  • "erklärte Rasmussen: "Ich bin ein Typ. Ich bin ein heterosexueller Mann, der eine Frau zu sein scheint." Scheinbar ein sehr liebenswerter Mann"

    Na, auf jeden Fall ein sehr interessanter Mensch und ein Widerspruch in sich. Aber es zeigt, dass Transsexualität nicht so leicht zu deuten und einzuordnen ist. Der Gedanke, die Geschlechtergrenzen aufzulösen oder das dritte Geschlecht einzuführen liegen in diesem Fall wieder sehr Nahe. Wie soll man ihn anreden? Herr? Frau? Er schaut aus wie eine Frau, mit allen klassischen Kriterien, fühlt sich als Frau, bezeichnet sich aber selbst als Mann. Und er ist damit sicher nicht der/die einzige auf der Welt.
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#2 Tufir
  • 13.11.2008, 16:01h
  • Erinnert mich an die bayrische Gemeinde, die sich diesen 23jährigen schwulen SPD-Bürgermeister gewählt hat. Offenbar verschwinden die Berührungsängste am ehesten wenn die Distanz am geringsten ist. Vielleicht sind Konservative auch ein Stück ehrlicher in ihrer Ablehnung und sagen ohne Rücksicht auf PC, was ihnen missfällt, was umgekehrt dazu führt, dass sie ähnlich direkt ihre Unterstützung ausdrücken können.
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