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Vancouver Die kanadischen Behörden haben den Asylantrag eines schwulen Mannes aus Mexiko abgelehnt, da dieser nicht "weiblich" genug sei und daher in seinem Heimatland nicht als Schwuler auffalle und gefährdet sei. Der 30-jährige Fernando Enrique Rivera lebt seit vier Jahren in Kanada, steht jetzt aber vor der Deportation. Die Behörde glaubte zwar, dass Rivera in seiner Heimatstadt tatsächlich erpresst und diskriminiert wurde, hielt aber einen Umzug nach Mexico City für einen geeigneteren Schritt. Hintergrund ist ein Anstieg der Asylanträge aufgrund sexueller Orientierung, in den letzten drei Jahren erhielt Kanada entsprechende Anträge von 2.500 Menschen aus 75 Staaten. 25 Prozent davon stammen aus Mexiko, wo es unter anderem CSDs und ein Antidiskriminierungsgesetz gibt. Gerade in kleineren Dörfern finde aber noch Diskirminierung statt, auch von offizieller Seite, sagt Riveras Anwalt. Dem Immigration and Refugee Board (IRB) fehle es zudem an Erfahrung mit schwulen Männern, daher greife man auf Klischees zurück. "Das IRB sagt also: 'Du siehst nicht schwul aus und verhälst Dich nicht so, so gehe zurück in Dein Land und bleibe im Schrank", so der Anwalt. Rivera dazu: "Ich kenne einige Flüchtlinge, die sich zur Anhörung Lippenstift auftragen und weibliche Kleidung anziehen, aber so bin ich nunmal nicht". Auch heterosexuelle Flüchtlinge würden sich gelegentlich verkleiden. (nb)



#1 NormanAnonym
  • 05.05.2004, 11:51h
  • Schade, jetzt geht diese Hysterie auch in Kanada los, das hatte ich bis jetzt immer für eine Demokratie gehalten. Der Fehler ist wohl die räumliche Nähe zu den USA.
    Hoffentlich besinnen die Kanadier sich bald eines Besseren.
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