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Berater von Barack Obama erklärten, dass der designierte US-Präsident die Förderung von Enthaltsamkeit im weltweiten Kampf gegen Aids einstellen und stattdessen für Kondomgebrauch werben werde.

Bislang ist ein großer Teil der milliardenschweren Hilfe, die vor allem an afrikanische Länder geht, an Enthaltsamkeits- und Anti-Abtreibungsprogramme gekoppelt. Zwischen 2009 und 2013 wollen die USA 48 Milliarden Dollar für den "President's Emergency Plan For AIDS Relief" ausgeben, der von George W. Bush gegründet wurde.

Obama-Beraterin Susan F. Wood sagte, dass die Hilfe bisher in eine "falsche Richtung" gegangen sei. Viele Gruppen hätten keine US-Unterstützung erhalten, nur weil sie Kondome als Schutz gegen HIV propagiert haben: "Der alten US-Regierung ist es gelungen, Kondome zu dämonisieren", so Wood in einem "Bloomberg"-Interview. "Wir wollen zeigen, dass sie Teil einer Strategie sind, um ungeplante Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern. Ich habe immer gewitzelt, dass eigentlich die ganze Welt an den US-Wahlen hätte teilnehmen müssen, denn die ganze Welt ist davon betroffen."

Diskriminierungsschutz im Obama-Team

Im Übergangsstab von Obama-Biden ist zudem festgelegt worden, dass Anstellungen nicht von der sexuellen Ausrichtung des Bewerbers abhängig gemacht werden sollen und Diskriminierung im Job verboten sei: "Das Obama-Bilden-Übergangsprojekt diskriminiert nicht auf der Basis von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Alter, nationaler Herkunft, Veteranenstatus, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Behinderung", heißt es auf der offiziellen Website. Es wird erwartet, dass Obama eine Präsidentenverfügung erlässt, die diese Regelung für den gesamten Regierungsapparat verpflichtend macht. Eine ähnliche Bestimmung gab es bereits unter Präsident Bill Clinton, der von 1993 bis 2000 im Weißen Haus residierte. (dk)



16 Kommentare

#1 Tim_ChrisProfil
  • 11.11.2008, 13:39hBremen
  • Es scheint sich etwas positives zu bewegen, im Staate USA. Erfreulich... nein, sogar mehr als erfreulich. Endlich wird mal in die richtige Richtung - Kondom, statt erzwungene Enthaltsamkeit; Antidiskriminierung im Regierungsapparat - gedacht. :-)
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#2 TimmAnonym
#3 goddamned liberalAnonym
#4 FloAnonym
  • 11.11.2008, 14:16h
  • Bravo!!!

    Man darf nicht Menschenleben und die Gesundheit von Menschen opfern, nur um irgendwelche kruden pseudoreligiösen Ansichten (noch dazu Lügen) durchzusetzen...

    Hoffentlich führt Obama sein Land auch in anderen Fragen aus der Steinzeit in die moderne Demokratie...
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#5 Thomas62Anonym
  • 11.11.2008, 16:54h
  • Klingt ja alles ganz toll.
    Kinder, freut euch aber nicht zu früh.
    Versprochen wurde und wird immer viel, ganz besonders am Anfang und vor allem in der Politik ...
    schon vergessen???
    Mittlerweile glaube ich den Versprechungen erst wenn sie in die Tat umgesetzt wurden...
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#6 Diz!Anonym
#7 mok120Profil
#8 pupsAnonym
  • 12.11.2008, 07:58h
  • Antwort auf #7 von mok120
  • Natürlich waren sie das. Waren sie doch von den Kirchen erdacht und mit Milliarden US Dollar von dem völlig inkompetenten US Präsidenten G. W. Bush gefördert. Wäre diese Kombination Kirche/Bush nicht so gefährlich, hätte man über sie wirklich lachen können. Wir dürfen erleichtert aufatmen, dass diese Ära nun vorüber ist. Bleibt zu hoffen, dass Obama nicht ebenfalls noch in die kirchliche Öltonne tritt, sondern sein Land mit Verstand regiert. Der Anfang scheint jedenfalls vielversprechend.
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#9 gatopardo
  • 12.11.2008, 14:51h
  • Dieser Artikel spricht aus, was wir alle denken: Obama kommt gerade noch rechtzeitig oder eventuell gar zu spät, um diese agressive, räuberische,verlogen-heuchlerische und abergläubische Clique zu verjagen, mit der wir alle einen Schritt weiter am Abgrund unseres Planeten angelangt sind. Ich glaube diesem Intellektuellen ferner nicht, dass er religiös ist. Aber taktisch war sein Bekenntnis zu Gott und der Welt vielleicht eher zu verstehen. Euphorie ist nun aber vermutlich eine Illusion, denn er wird sich den Forderungen des Pentagon, der lauernden Banker, Börsenspekulanten und "barmherzigen" Betschwestern und -brüder nicht so einfach entziehen können.
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#10 Michel