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In den USA ging eine Initiationszeremonie offenbar zu weit: Jetzt stehen sechs High-School-Schüler im Alter von 16 bis 17 Jahren vor Gericht, weil sie ihre jüngeren Mitspieler sexuell belästigt haben sollen.

In einem Football-Camp hätten die Jugendlichen neu dazugekommene Jungsportler unter anderem mit einem Besenstiel anal penetriert, erklärte die Staatsanwaltschaft von Las Vegas (US-Bundesstaat New Mexico). Sie erhob Anklage und beschuldigt die Jugendlichen unter anderem des sexuellen Missbrauchs, der Freiheitsberaubung und der Verschwörung. Die Beschuldigten haben die Vorwürfe bei einem ersten Gerichtstermin bislang abgestritten. Sie stehen unter Hausarrest und dürfen das Elternhaus im Moment nur verlassen, um zur Schule zu gehen.

Bezirksstaatsanwalt Eugenio Mathis hat angekündigt, er wolle eine Verurteilung der Jugendlichen nach Erwachsenenstrafrecht anstreben. Unter dem Jugendstrafrecht könnten sie bis zum Alter von 21 Jahren in Justizvollzugsanstalten festgehalten werden; als Erwachsene würde eine Haftstrafe von 20 Jahren oder mehr drohen.

Derlei Initiationsrituale ("Hazing") sind insbesondere bei Studentenverbindungen weit verbreitet. Sie zielen darauf ab, das Gegenüber zu erniedrigen. (dk)



12 Kommentare

#1 Diz!Anonym
  • 12.11.2008, 17:26h
  • Hab ich schon mal erwähnt, dass viele Amis einfach nen Knall haben?
    Klar, wir Deutsche auch, aber diese "Mutprobe" sind echt krass.
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#2 FloAnonym
  • 12.11.2008, 18:46h
  • Was für ein degeneriertes Land: über Schwule hetzen und auch sonst einen auf scheinheilig machen, aber hinter dieser über-moralischen Fassade stecken dann solche Erniedrigungen von Menschen.

    Was für eine bigotte Doppelmoral und was für ein perverses Menschenbild die doch haben...
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 12.11.2008, 21:49h
  • Antwort auf #2 von Flo
  • Ja, da lacht das deutsche Herz, wenn man über DIE schlimmen Amis herziehen und dabei seine deutsch(-national)e Brust ein wenig anschwellen lassen kann. In Deutschland ist eben doch alles viel besser.

    Abgesehen davon, dass ich letzteres ernsthaft bezweifle (vielleicht sollte queer.de mal über die Einführungsrituale deutscher Neonazis o.ä. berichten), erinnern uns Kommentare wie die meiner Vorredner daran, dass Antiamerikanismus keine Erfindung der politischen Linken war.
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#4 Linu86Profil
  • 12.11.2008, 23:56hAachen
  • Antwort auf #2 von Flo
  • Wer sind denn "die" ? Hast du gerade denselben Artikel gelesen?? So ne dumme Scheiße gibt es doch nicht nur in Amerika und außerdem glaube ich nicht, dass anale Besenstielpenetration in Amerika an der Tagesordnung ist... was das "Hetzen" gegen Schwule angeht, vllt solltest du dich mal lieber in einigen anderen Staaten der Welt umgucken. Im Vergleich da sind die USA größtenteils sehr fortschrittlich... mir geht dieser plumpe Antiamerikanismus total auf den Sack!
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#5 xyAnonym
  • 13.11.2008, 00:19h
  • Gibt es eigentlich noch irgendjemanden, der in diesem mir recht verkommen erscheinenden Land nach Jugendstrafrecht abgeurteilt wird? Mit Sicherheit werden sie diesen Achtjährigen, der seinen Vater und einen anderen Mann erschossen hat, auch als Erwachsenen behandeln und dann vielleicht mit zwölf hinrichten. Bejubelt von allen Law-and-Order-Fans auch hierzulande, die sich amerikanische Verhältnisse wünschen. Was bedeutet: Monströse Kriminalitätsraten, überquellende Gefängnisse und Amoklauf als Volkssport.

    Und zu diesen Jungs: Ja, Gott, so sind Jugendliche eben. Die gehören ordentlich ausgeschimpft, dann sollen sie mal schön gemeinnützige Arbeit in ihrer Freizeit leisten, sich bei den Opfern ordentlich entschuldigen, denen von mir aus noch Schmerzensgeld zahlen, und hoffentlich zu brauchbaren Mitgliedern der Gesellschaft werden. Statt daß ich dafür zahlen muß, daß solche Typen zwanzig oder zwanzigtausend Jahre lang im Knast schmoren (wo sicher noch ganz andere Dinge eingeführt werden als Besenstiele und man eine perfekte Ausbildung zum Kriminellen kriegt).
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#6 LennyAnonym
  • 13.11.2008, 09:54h
  • Wenn mir jetzt nochmal jemand erzählt wo das was mit Schwulen zu tun hat?
    Die einzige Verbindung wird doch wohl hoffentlich nicht die Penetration des Afters sein?

    Also manchmal...

    Ansonsten volle Zustimmung zu Sascha und Linu. Als damals bei der Bund Rekruten misshandelt wurden hat doch auch kein Ami (oder sonstwer) gerufen "Diese Deutschen!" Ich bitte doch darum die Gesamtbevölkerung eines Landes nicht mit den Spinnern über den selben Kamm zu scheren.
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#7 Tufir
  • 13.11.2008, 10:11h
  • Antwort auf #6 von Lenny
  • Klingt mir nach der passenden Fortsetzung der Boxer-Geschichte, wo den Amerikanern von Kommentatoren hier Intoleranz unterstellt wurde, weil ein Boxer zwei Strafpunkte für einen Kuss gekriegt hat. Schwul ist daran nichts, außer dass in beiden Fällen eine schwul erscheinende Praktik (da der Kuss, hier die Penetration) verwand wurde, um einen Menschen zu demütigen.
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#8 RabaukeAnonym
  • 13.11.2008, 10:12h
  • Ob "Ami" oder "Asiate" oder "Deutsche". Ich verurteile solche Gewalt grundsätzlich. Das hat weder was mit Nationalität noch Hautfarbe zu tun! Der Bericht von Queer ist sehr ordentlich dargelegt!
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.11.2008, 16:26h
  • Sowas ist einfch nur peinlich und sollte so schnell wie möglich abgeschafft werden! Ich frage mich nur, wie die Ankläger denn auf das Anklagemotiv "Verschwörung" kommen! Sowas gibts doch nur in der Politik!
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#10 xyAnonym
  • 13.11.2008, 18:00h
  • Antwort auf #9 von FoXXXyness
  • In diesem Zusammenhang von "Verschwörung" zu faseln und die Angeklagten am besten für den Rest ihres Lebens einsperren zu wollen, hat etwas mit dem US-Justizsystem zu tun, das eher auf dem Gedanken der Rache beruht als auf eine erhoffte Resozialisierung von Tätern abzuzielen, und das zudem durch Populismus (zeitlich begrenzte Wahl von Richtern und Staatsanwälten durch das Volk, Urteilsfällung durch Geschworene, Fernsehübertragung von Prozessen) verdorben worden ist. Hinzu kommt ein Aufbau der Instanzen, welcher reichlich chaotisch anmutet. Und obwohl das Strafsystem letztlich nicht funktioniert (hohe und tendenziell weiter steigende Anzahl von Verbrechen, obwohl ein großer Anteil der Bevölkerung bereits inhaftiert ist, und dies trotz regelmäßiger staatlicher Tötungsaktionen, welche die Zahl der Verurteilten reduzieren; von Rückfallquoten und Unterbringungskosten will ich erst gar nicht reden), erweist sich die US-Öffentlichkeit völlig überraschenderweise als total unfähig, es einmal grundsätzlich zu reformieren. Eher werden die Strafmaße noch weiter erhöht.

    Doch auf solche Tatsachen hinzuweisen gilt unseren Amerikafreunden und Wächtern der in den USA ausgebrüteten "political correctness" ja bereits als braunster gedanklicher Unrat.

    (All dies heißt übrigens nicht, daß in Deutschland nicht viele Verbrechen von Gerichten als Kavaliersdelikte behandelt würden. Aber gerade junge Leute, die Mist bauen, sollte man nicht einfach für die nächsten zwanzig, dreißig, vierzig Jahre wegsperren, sondern versuchen, sie möglichst schnell auf den richtigen Weg zurückzubringen. Nicht nur ihrer selbst, sondern vor allem um der Gesellschaft willen.)
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