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Ein Gericht im niederländischen Groningen hat zwei HIV-positive Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie mindestens 14 Schwule vergewaltigt und dann ihr Blut mit einer Spritze den Opfern injiziert haben.

Der 49-jährige Peter M. wurde wegen Vergewaltigung zu neun Jahren, sein Komplize Hans J. zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der 49-jährige Wim M., der beschuldigt wurde, die Kontakte zwischen den Tätern und den Opfern per Internet hergestellt zu haben und in dessen Haus die Taten begangen wurden, erhielt keine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, das Urteil anfechten zu wollen. Sie hält es für zu milde.

Der Fall hatte im vergangenen Jahr für Bestürzung in den Niederlanden gesorgt (queer.de berichtete). Die Verurteilten sollen die Opfer zu einer Sexparty eingeladen, dann mit der Partydroge "Liquid Ecstasy" betäubt und anschließend ihre Taten begangen haben.

"Peter M. hat wenig Respekt für die Rechte anderer gezeigt", heißt es in der Urteilsbegründung. "Während er aus eigener Erfahrung wusste, wie weitreichend die Konsequenzen einer HIV-Infektion sind, hat er mehrfach versucht, diesen Schmerz anderen weiterzugeben".

Das Gericht sah es aber nicht als erwiesen an, dass die Täter die Männer ohne deren Einverständnis betäubt haben. Außerdem hätten die Opfer willentlich an einer Sexparty teilgenommen, bei dem ungeschützter Sex praktiziert worden ist. Darum sei nicht sicher, ob sie durch die Vergewaltigung, die Injektion oder durch einvernehmlichen Sex infiziert worden seien. (dk)