Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9626

Senator Larry Craig ist mit seinem Aufruf gescheitert, die Kosten für seine teuren Anwälte durch Spenden finanzieren zu lassen. Statt die benötigen Hunderttausende von Dollar gaben ihm treue Fans nur ein Almosen von 4.600 Dollar.

Der konservative Republikaner ist 2007 in einer Flughafentoilette in Minneapolis von einem Undercover-Polizisten gestellt worden (queer.de berichtete). Er hat sich dort mutmaßlich mit einem anderen Mann vergnügt. Die Festnahme hat zu viel Häme geführt, weil der Senator aus Idaho als einer der größten Gegner von Homo-Rechten im Kongress gilt. Craig gab nach der Festnahme ein Schuldeingeständnis, dringt nun juristisch aber darauf, das wieder zurückzuziehen – bislang allerdings erfolglos.

Zunächst wollte er für den Rechtsstreit 200.000 Dollar verwenden, die aus seinem Wahlkampf übrig geblieben waren. Hierzu bräuchte er aber nach dem Wahlkampfspendengesetz die Zustimmung eines Senatsausschusses. Aber die Senatorenkollegen sind nicht sehr gut auf den als peinlich empfundenen Politiker zu sprechen - und lehnten das ab. Darum gründete Craig das Spendenkonto, das er pathetisch "Fonds für Gerechtigkeit" nannte.

Dieser Fonds blieb aber so leer wie die Kassen des Bundeshaushaltes. Die 4.600 Dollar, die in den letzten Monaten gespendet wurden, stammen meist von seiner unmittelbaren Umgebung, wie die veröffentlichungspflichtigen Dokumente zeigen. So machten seine Nachbarn Joseph and Elizabeth David 250 Dollar locker – so viel geben sie gewöhnlich für ein Abendessen aus. Die höchste erlaubte Spende pro Person wären 10.000 Dollar – Craig erhielt immerhin von einem seiner letzten Anhänger einen Scheck in Höhe von 1.000 Dollar.

Der Senator hätte sich am 4. November den Wählern stellen müssen, trat aber nicht mehr an. Die Republikaner waren dankbar, denn so konnten sie den Senatssitz in Idaho halten: Der republikanische Kandidat James Risch erhielt 58 Prozent der Stimmen. Craig gehörte dem Kongress 28 Jahre lang an – in dieser Zeit stimmte er gegen so gut wie jedes homofreundliche Gesetz, das das Plenum erreichte. (dk)



Klappen-Republikaner Larry Craig gibt auf

Der amerikanische Ex-Senator Larry Craig kann seinen Namen nicht reinwaschen: Er wird nicht weiter gegen seine Bestrafung wegen eines Klappen-Ausfluges vorgehen, teilte sein Anwalt mit.
Klappen-Republikaner erfolglos

Die republikanischen Senatoren Larry Craig und Bob Allen haben beide ihren Einspruch gegen eine Bestrafug ihres Klappen-Ausfluges verloren.
"Unmoralische" Senatoren wollen Ehe "schützen"

Die umstrittenen republikanischen US-Senatoren Larry Craig und David Vitter unternehmen gemeinsam einen weiteren Anlauf, um ein Eheverbot für Lesben und Schwule in der Verfassung festzuschreiben.

24 Kommentare

#1 Thomas62Anonym
  • 14.11.2008, 10:49h
  • DAS SCHLÄGT DEM FASS DEN BODEN AUS!!!

    Erst gegen Schwule und Lesben wettern, sich dann selbst als "mindestens" Bisexuellen zwangsouten auf ´ner öffentlichen Klappe und dann die Stirn haben, die nachfolgenden- durch ihn selbst verursachten -Gerichtskosten wegen des Gesetzesbruchs (Erregung öffentlichen Ärgernisses) sich spendieren lassen ...
    Merkt der noch was???
    DIE HEUCHELEI UNTER DEN "Gerechten" GEHT AUF KEINE KUHHAUT MEHR!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FloAnonym
#3 alexander
  • 14.11.2008, 11:49h
  • teures nümmerchen, dafür bekommt man ne menge tolle callboys, sogar aufs zimmer !

    die chuzpe von diesem penner ist wohl kaum noch zu überbieten. schlimmer noch, solche arschgeigen machen anderen die zu ihrem leben stehen, die hölle heiss !
    hoffentlich spendet ihm seine angetraute ne ordentliche tracht prügel !
  • Antworten » | Direktlink »
#4 HannibalEhemaliges Profil
  • 14.11.2008, 15:11h
  • Der winzige Betrag im Fonds für Gerechtigkeit zeigt, dass es anscheinend tatsächlich doch manchmal noch Gerechtigkeit gibt!
    Welch eine Ironie des Schicksals!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 14.11.2008, 15:41hberlin
  • Antwort auf #4 von Hannibal
  • wie schwierig es ist , sich von übeler nachrede rein zu waschen, zeigt das beispiel meines persöhnlichen freundes Sir norman Fry, der ähnlich senator Craig, übelster verdächtigungen ausgesetzt ist:
    www.youtube.com/watch?v=4HuApykodiw

    www.youtube.com/watch?v=JF6eRIAA6mE


    www.youtube.com/watch?v=oLmihFT8ETQ

    Aber wie ersichtlich, lässt sich mit einfachen erklärungen, gottes hilfe und ein wenig glück, jegliche beweislast widerlegen!
    Auch sir norman fry benötigt nun zuspruch, hilfe und finanzielle unterstützung: spenden werden deshalb auf meinem privatkonto gerne angenommen und bei bedarf an sir norman fry weiter geleitet!
    für ein sauberes britannien, ein wiedergeborenens america und mir ein blühendes bankkonto....
  • Antworten » | Direktlink »
#6 RabaukeAnonym
#7 Syrius458Ehemaliges Profil
  • 14.11.2008, 20:26h
  • hihi,eigentlich wäre er doch der beste Mann für ein Misisterium .."für öffentlichen Verkehr"

    es ist eben wie so oft, gerade die schärfsten
    Moralapostel sind die grössten Heuchler und machen sich lächerlicher durch dass was sie vorgeben zu sein ,als zuzugeben was sie sind.
    Dazu fällt mir doch gerade eine Anekdote ein :-) Im Marburger Stadtparlament richtete ein "konservativer "schwuler Abgeordneter eine kleine Anfrage an den Magistrat ob ihm bekannt wäre dass der "Schüler"-Park ein Treffpunk für Homosexuelle wäre und ob man dagegen vorzugehen gedenke.(wohl weil er dort verschiedentlich abgeblitzt ist
    Darauf hin kam eine kleine Anfrage von einem "alternativen" Abgeordneten an den Magistrat,ob dem Magistrat bekannt sei,dass die Marburger Oberstadt ein Treffpunkt für Heterosexuelle sei und ob man dagegen vorzugehen gedenke.-
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Gobi-Osram a.k.a. KlartextAnonym
  • 15.11.2008, 05:00h
  • Gar lustig ist die Lästerei!

    Erst recht wenn es auch noch den richtigen trift wie hier den sauberen Herrn Senator Larry Craig.

    Auf dieser Ebene wollen wir aber nicht verharren. Nachdem wir nun alle die Nase gerümpft haben erkennen wir: Dieses erbärmliche Verhalten des Herrn Senators ist doch eigentlich auch nur ein "Effekt" des ubiquitären Phänomens Homophobie. Der Täter wurde zum Opfer dessen was er selbst verbreitet hatte.

    Doch Homophobie gab es ja auch schon lange bervor Larry Craig zum Täter wurde. So ist sie definitiv eine der Hauptursachen für Herrn Craigs offensichtliche, ausgeprägt ambivalente Persönlichkeitsstruktur.

    Spätestens hier zeigt sich für jeden Menschen klaren Verstandes was für eine kranke, ja perverse Sache Homophobie in Wahrheit ist. Homophobie ist eine Krankheit und die an ihr Erkrankten bedürfen der Heilung. Wir müssen ihnen helfen dies zu erkennen so wie auch wir dies erkannt haben.

    Brüder und Schwestern der Erleuchtung! Lasst uns also gemeinsam und barmherzig die an der schlimmen Seuche Homophobie erkrankten Mitbrüder und Mitschwestern heilen und von ihrer Krankheit befreien. Gott segne uns und unser Werk.

    Den Erkrankten sage ich: Euch frohe Botschaft! Heilung naht! Bald!!! Amen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 antos
  • 15.11.2008, 14:11h
  • Antwort auf #8 von Gobi-Osram a.k.a. Klartext
  • Liebes Gegenteil-von-Klartext:

    "Dieses erbärmliche Verhalten des Herrn Senators ist doch eigentlich auch nur ein "Effekt" des ubiquitären Phänomens Homophobie."

    Dieses erbärmliche Verhalten des Herrn Senator, des alten weisen Herrn, ist wahrscheinlich 'eigentlich' eher Effekt einer besonderen Mischung aus Karrieregeilheit und Unaufrichtigkeit - zu anderen wie - gehen wir mal davon aus - auch zu sich selbst.

    Pack den Opfer-Schmuh ein und bete auch für deine Geneseung.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 gatopardo
  • 15.11.2008, 16:00h
  • Antwort auf #9 von antos
  • Benutze die Gelegenheit, Dir für den Buchtip "Alte Meister" zu danken, da ich Dich sonst nirgends mehr sehe. Ich habe es mit Vergnügen gerade durchlesen, kann aber hier wegen Vermeidung von Themenverfehlung nicht darauf eingehen.
  • Antworten » | Direktlink »