Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9633
  • 17. November 2008, noch kein Kommentar

Die neue Single "All The Universe" der Hamburger Band "The Glam"

Von Olaf Bombis

Dass die Band The Glam aus Hamburg kommt, mag man beim Hören ihrer Musik kaum glauben. Ihre Musik erinnert an englische Bands wie Suede oder James und klingt international, frisch und ist voller Gefühl. The Glam kamen förmlich aus dem Nichts und spielten gleich auf der ganz großen Klaviatur der Gefühle. Sie gehören zweifellos zu den aufregendsten, weil unkonventionellsten Neuentdeckungen in der deutschen Rockszene. Dabei ist ihr Name zweifellos Programm; und doch ist der Name sowohl augenzwinkernd als auch nicht ganz wörtlich zu verstehen. Es geht der Band nicht um ein Revival der großen Zeit des Glamrock. Es geht ihnen vielmehr um eine Transformation der Stilistik, der Mode und des ganzen Lifestyles in die Moderne. Denn ja: Es gibt einen modernen Glam, der sich seiner Wurzeln bewusst ist, gleichzeitig aber für etwas Zukunftsgerichtetes steht.

The Glam beziehen ihre Einflüsse aus einer Vielzahl von Inspirationsquellen. Von T.Rex oder David Bowie, doch genauso wichtig sind ihnen Bands wie The Cure, U2 oder auch Placebo. Ebenso entscheidend für die bandinterne Definition sind indes Bücher und Filme – Frederic, Sänger der Band, ist ein großer Conaisseur klassischer Literatur von Oscar Wilde über Gottfried Benn bis zu den Symbolisten und zudem ein begeisterter Cineast der französischen Film Noir-Epoche. Die Band vermengt intelligente, reflektierende Lyrics mit einem opulenten ‚Wall of Sound’, den sie selber als "Widescreen Electric Guitars" beschreiben.

"Hey you, do you believe in spectres? Come on and join the defectors! Hey you and your policy, I prefer to live my reverie", singt Frederic folgerichtig in dem facettenreichen Song "Join The Spectres" – der dem Automobilkonzern BMW derart gut gefiel, dass sie ihn aus einem Pool von über 1.000 gecasteten Songs auswählten, um als Begleitmusik für ihre aktuelle Imagekampagne zu fungieren, die seit April auf allen TV-Kanälen läuft.

Jener Song wird nun gemeinsam mit der ersten Single "All The Universe" vorab als Single ausgekoppelt; das erste Album von The Glam – ein überbordendes, variantenreiches und mit bittersüßen Melodien gespicktes Kunststück von einem Debüt – ist für März 2009 angekündigt. Darauf zeigen sich The Glam als souveräne Virtuosen der Gefühlspalette, von horizontweiter Euphorie bis zu intimsten Momenten innerer Einkehr und aufrichtiger Selbstbetrachtung.

Wie singt Frederic in der Single "All The Universe" so treffend? "All the universe can never be enough...". Betrachtet man sich die Qualität und Außergewöhnlichkeit ihres äußerst behutsam erdachten Debüts, so könnte dieser Satz für The Glam zu einer ‘self-fulfilling prophecy’ werden.