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Am Wochenende gab es in mehreren Teilen der USA Demonstrationen gegen das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in Kalifornien.

Hunderttausende Demonstranten haben in rund 300 amerikanischen Städten für die Öffnung der Ehe demonstriert. In Los Angeles kamen rund 10.000 Menschen zusammen. Dort machte Bürgermeister Antonio R. Villaraigosa den Demonstranten Mut, dass die Gerichte das Ehe-Verbot bald kippen könnten. In New York City versammelten sich 4.000 Aktivisten vor dem Rathaus. In der Spielerstadt Las Vegas hatte die Komikerin Wanda Sykes bei einer Kundgebung vor über 1.000 Menschen ihr öffentliches Coming-out. Die 44-jährige "Emmy"-Gewinnerin war bereits zuvor in Werbespots gegen Homophobie aufgetreten (queer.de berichtete).

Youtube | Bericht eines Lokalsenders über Protestaktionen in Florida

Anlass für die Demonstrationen war die in einem Referendum verfügte Abschaffung der Homo-Ehe im Bundesstaat Kalifornien (queer.de berichtete). Homo-Aktivisten klagen nun dagegen, da sie argumentieren, dass ein Grundrecht wie die Ehe nicht durch Mehrheitsentscheidung einfach bestimmten Minderheiten vorenthalten werden darf (queer.de berichtete). Sie vergleichen dabei das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe mit dem Verbot der interrassischen Ehe, das bis in die 1960er Jahre hinein in Teilen der USA wirksam war.

Auch in Arizona und Florida entschieden sich die Wähler dafür, die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren.

Derweil werden die ersten gleichgeschlechtlichen Ehen in Connecticut geschlossen. Ein Gericht hatte dort die Öffnung der Ehe angeordnet (queer.de berichtete). Connecticut ist neben Massachusetts der einzige der 50 US-Staaten, in dem Schwule und Lesben heiraten dürfen. (dk)

Youtube | Diskussion über die Homo-Ehe bei 'Real Time with Bill Maher' - Schauspieler Ashton Kutcher plädiert dabei emotional für die Öffnung der Ehe.


Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 AmiInBerlinProfil
  • 17.11.2008, 17:14hBerlin
  • Once more, I'd like to comment in English (meine Muttersprache, obwohl ich alles hier auf Deutsch verstehen kann -- ich lebe z.Z. in Berlin):

    I am thrilled that massive protests were held around the on 15 November, in large cities, and even in some small towns. This is, indeed, a "new" civil rights issue. Civil rights were not granted to African-Americans (and other minorities) in the 1960's through majority approval on ballot initiatives. Persistent demonstrations brought about change through lawmakers and the courts.

    The legal situation of homosexuals today in the USA is akin to that of ethnic minorities, especially African Americans, in the pre-"Civil Rights Act" era. 30+ states have officially taken away the civil rights of homosexuals, and most others do not yet grant them. (Many states still do not even have laws prohibiting firing based on sexual orientation). Washington will need to take the lead regarding civil rights, even though marriage itself is a state, not federal issue.

    The talk show video clip presented two important arguments: religious and constitutional. More persons need to speak out so clearly, and it appears to be happening. Let's hope it increases instead of fading away out of frustration.

    And, while most reports of religious activities regarding homosexual marriage cover the Roman Catholic, Mormon and Fundamentalist churches, there are major church bodies that are open and accepting of homosexuals, granting them full rights within their churches, including marriage. (The Episcopal Church USA is one such body that allows homosexual marriages, and the United Church of Christ -- President-elect Obama's church -- is also very open. Both churches have, however, lost many members due to their stances and policies.)
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#2 schwarzwaldbub
  • 17.11.2008, 19:21h
  • Antwort auf #1 von AmiInBerlin
  • Ich kann mich William nur anschließen.

    Auch in Deutschland bleibt die Ungleichbehandlung von lesbischen bzw. schwulen PartnerInnenschaften und heterosexuellen trotz PartnerInnenschaftsgesetz ein Skandal!

    Lesben und Schwule müssen auch in Deutschland mit allen Rechten und Pflichten heiraten dürfen. Und: Familien mit Kindern schwuler und lesbischer Paare müssen hundertprozentig gleichgestellt werden.

    Eigentlich sollten wir es wie die Amis machen: Auf die Straße gehen!

    Ich kann nicht verstehen, dass fast alle Lesben und Schwule, die ich kenne, so passiv sind, was unsere BürgerInnenrechte angeht!!!
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 17.11.2008, 21:40h
  • Antwort auf #2 von schwarzwaldbub
  • Die Wahrheit ist, dass die Situation in Deutschland sich um einiges schlimmer darstellt als in den USA.

    Denn dort wurden soeben ein Präsident und eine deutliche parlamentarische Mehrheit gewählt, die uneingeschränkt gleiche Rechte für homosexuelle Paare auf bundespolitischer Ebene unmissverständlich in ihrem Regierungsprogramm verankert haben und in absehbarer Zeit auch umsetzen dürften.

    Gleichzeitig haben Barack Obama und führende Demokraten im Wahlkampf und auch darüber hinaus vorgemacht, was es heißt, Homo-Themen immer wieder konsequent anzusprechen und zu einem selbstverständlichen Teil auch der politischen Rhetorik zu machen. Wer sich das dumme Gerede der Oberen unserer etablierten Parteien anhört, sollte festgestellt haben, dass wir von einem solchen Fortschritt offenbar Lichtjahre entfernt sind.

    Von einer Justiz, die in ihren Urteilen auf die Geschichte der Diskriminierung von Homosexuellen verweist (und daraus die entsprechenden Konsequenzen zieht - wie in den USA mehrfach geschehen), die hierzulande eine Geschichte der teilweise gezielten Ermordung war, ganz zu schweigen.

    Und dennoch regt sich, das hast du sehr richtig beobachtet, bei uns noch nicht einmal der Hauch eines Widerstandes. Tja, da fällt einem mal wieder die Vokabel "typisch deutsch" ein...
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#4 AntichristProfil
#5 stromboliProfil
  • 18.11.2008, 08:32hberlin
  • Antwort auf #4 von Antichrist
  • du solltest dabei allerdings auch den verlauf der "demo" genauer betrachten:
    Die von finke( Maneo)und co. via megaphon heruntergespulten argumente liesen weder eine diskussion der anwesenden zu, noch lies die demoleitung weitere aktionen zu... Eben deutsch sich emanzipieren, immer im gleichschritt mit der staatsgewalt! Als nähmlich aus den demonstranten zunehmend weiteres vorgehen gefordert wurde, lies finke die "veranstaltung " als beendet erklären!
    Es ist also nicht nur die fehlende party , sondern auch fehlende inhalte, die eine breite mehrheit zu hause bleiben lässt!
    Dafür werden im eilverfahren über gay romeo gutwillige herangekarrt... man will sich ja nicht nachsagen lassen auf der faulen haut zu liegen.
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#6 pupsAnonym
  • 18.11.2008, 14:08h
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Danke. Das ist mal eine Antwort, auf die man aufbauen kann. Es ist also nicht nur die Bequemlichkeit der Homosexuellen - wobei ich die nicht absprechen möchte, gibt es doch genug Schwulesbis in meinem Umfeld, die genauso passiv sind wie "schwarzwaldbub" bereits erwähnte - sondern auch die schwache Organisation.
    Da ich es nicht bin, wer wäre denn fähig, eine vernünftige Demo auf die Beine zu stellen?
    Weder Maneo, noch LSVD oder ähnliche Organisationen haben bisher in dieser Richtung ihr Organisationstalent bewiesen. Wieso klappt der CSD (der ja nicht nur ein Mega Event in jeder deutschen Großstadt ist sondern auch Demo), aber eine Demo außerhalb des CSD für unsere Rechte ist nicht möglich?
    Das Motto liegt doch klar auf der Hand. Sogar zwei Mottos. "Kampf gegen Homophobie und Diskriminierung" und "Gleichstellung".
    Was genau brauchen wir denn?
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#7 Tufir
  • 18.11.2008, 19:02h
  • Antwort auf #6 von pups
  • "Wieso klappt der CSD (der ja nicht nur ein Mega Event in jeder deutschen Großstadt ist sondern auch Demo), aber eine Demo außerhalb des CSD für unsere Rechte ist nicht möglich?"

    Warum verlegt man sich beim CSD auf Allgemeinplätze ("ich glaube", "keine Toleranz für Intoleranz" etc.) und lässt die reale Politik komplett außen vor?
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#8 Typisch deutschAnonym
  • 18.11.2008, 19:34h
  • a) Marsch auf Washington ca. 250.000
    b) Marsch zum Hofgarten/Bonn ca. 500.000

    a) mit charismatischer Führung
    b) ohne
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#9 AntichristProfil
  • 19.11.2008, 07:28hHH
  • Antwort auf #7 von Tufir
  • @Tufir: "Warum verlegt man sich beim CSD auf Allgemeinplätze ("ich glaube", "keine Toleranz für Intoleranz" etc.) und lässt die reale Politik komplett außen vor?"
    Weil die Parade, eher einem Partyzug gleicht, als einer Demo, die auf etwas aufmerksam machen will. Die Zuschauer dort interessieren sich einen Scheiß für die Botschaften. Sie wollen Musik, feiern, Partystimmung, was sie trotz Botschaften wie "Ich glaube" oder "Keine Toleranz der Intoleranz" bekommen. Das einzige, was diese Botschaften bewirken sind die Diskussionen die sie vor dem CSD auslösen. Am Paradetag selbst sind sie Nebensache, nach dem CSD von der Öffentlichkeit bereits vergessen. Leider.
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