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Die schwedische Gesundheitsbehörde hat sieben "sexuelle Verhaltensweisen" von seiner Liste der Krankheiten gestrichen.

Wie die Behörde Socialstyrelsen mitteilte, sind neben Sadomasochismus ab 1. Januar 2009 unter anderem Fetischismus, Transvestismus, fetischistischer Transvestismus sowie Geschlechtsidentitätsstörung in Jugendlichen nicht mehr in der offiziellen Liste der Krankheiten vermerkt.

Diese Liste dient zwar lediglich der statistischen Auswertung, Socialstyrelsen möchte mit der Aussortierung aber Vorurteile abbauen: "Wir wollen nicht, dass bestimmte sexuelle Verhaltensweisen als Krankheiten angesehen werden", erklärte Behördenchef Lars-Erik Holm gegenüber "Dagens Nyheter". "Die sexuellen Vorlieben einzelner Personen haben nichts mit der Gesellschaft zu tun. Diese Diagnosen gehen zurück in einer Zeit, in der alles außer der heterosexuellen Missionarsstellung als sexuelle Perversion angesehen wurde."

Bereits vor 30 Jahren entfernte die Behörde Homosexualität von der Liste. Schweden hat erst vor gut einer Woche angekündigt, dass es 2009 die Ehe für Schwule und Lesben öffnen würde (queer.de berichtete). (dk)



12 Kommentare

#1 hotteAnonym
#2 stefan65Profil
  • 19.11.2008, 18:46hnürnberg
  • sieh mal an..
    ich wusste gar nicht, dass s/m als krankheit eingestuft wurde....

    leider hat die durchschnittsbevölkerung bei sm oft nur falsche oder total dramatisierte vorstellungen.

    andereseits wird in der s/m-szene über etwaige gefahren oder vorsichtsmassnahmen fast so gut wie überhaupt nicht geredet.
    und gerade die einsteiger und neulinge hätten das oft so nötig...
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#3 stromboliProfil
  • 20.11.2008, 15:26hberlin
  • Antwort auf #2 von stefan65
  • es gibt eine ausführliche literatur.
    Auch ist es in dem kreis, in dem ich mich bewege, schon üblich, über praktik und ursachen zu reden.
    Spätetestens ein besuch bei quälgeist oder ähnlichen gruppen hilft , sich zu informieren!

    Bleibt die restfrage: wie wird S/M in deutschland gewertet?!!
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#4 stefan65Profil
  • 20.11.2008, 16:34hnürnberg
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • quälgeist ist da sicher eher die ausnahme. davon gibts nicht viel.

    wenn du mal dein blickfeld von einer grosstadt wie etwa berlin erweiterst,- also in der restrepublik- gibt es kaum "infrastruktur" in sachen sm.
    dazu kommt, dass viele mit ihrer neigung doch sehr einsam sind .
    selbst in sm-kreisen habe ich eher selten diskussionen oder erfahrungsaustausch erlebt.

    literatur ersetzt kaum die reale erfahrung.
    ich habe mal einen sm-autor kennengelernt, da war leider ein grosser unterschied zwischen seinen büchern und seinem verhalten in der realität.
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#5 stromboliProfil
  • 20.11.2008, 17:12hberlin
  • Antwort auf #4 von stefan65
  • "da war leider ein grosser unterschied zwischen seinen büchern und seinem verhalten in der realität."...
    lach, das ist aber nicht nur ein phänomen bei S/M'lern. Es ist auch ein teil deiner erwartungen, und über die MUSS geredet werden. Wenn nicht , spult der eine ein "program ab, das an den bedürfnissen des anderen sicherlich vorbei geht.
    Balance, das zauberwort.
    Dabei muß ich sagen : die aufregensten sessionen hatte ich mit denen, die meine eigenen vorlieben teilten. Zwei "sklaven" immer noch die besten "meister" sind..^^

    Restdeutschland: ich kenne S/M 'ler, die 100 kilometer fahren zum nächsten Top/Button.
    Gewiss schwer!
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#6 stefan65Profil
#7 stromboliProfil
#8 stefan65Profil
  • 20.11.2008, 22:16hnürnberg
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • ich teile diese auffassung ganz und gar nicht.

    das bedürfnis nach sm- sex ist KEIN von der gesellschaft hervorgerufenes.

    sexualität ist ein sehr tief in uns angelegter trieb , dass man das gesellschaftlich nur am rande beeinflussen kann.

    (natürlich werden umweltgegebenheiten mit in die sexualität verwendet. z. b. kleidungsfetische usw...)
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#9 stromboliProfil
  • 21.11.2008, 07:43hberlin
  • Antwort auf #8 von stefan65
  • herr - knecht , oben -unten, dienender- bedienter?? keine spiegelung gesellschaftlicher machtverhältnisse?
    Gilt natürlich als metapher zu lesen, ein rollenspiel, das aber, gehts erst mal richtig los, die dinge auf die spitze treibt..
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#10 stefan65Profil
  • 21.11.2008, 18:45hnürnberg
  • Antwort auf #9 von stromboli
  • dann müsste ja jeder knecht (untergebener) ein masochist oder devot beim sex sein...
    ..oder jeder chef (vorgesetzter) ein sadist oder dominant (im sexuellen sinn)..

    du weisst sicher auch, dass dem nicht so ist.
    (masochismus oder sadismus sind nicht an irgendwelche berufsgruppen oder ähnliches gebunden)

    sm ist vielmehr die spielart der natur auf EINE ART -nämlich der härteren art und weise - zur fortpflanzung zu kommen.
    (wie es viele tierarten ja auch betreiben,nämlich die härtere vorgehensweise ,- die manchesmal eben auch die erfolgreichere ist: der löwe beisst sich am nacken des weibchens fest....um nur ein beispiel zu nennen )

    die spielarten und das versuchslabor natur ist ja sehr weit gefächert.

    und der mensch hat alle spielarten der einzelnen tierarten in sich (als homo sapiens) vereint, und eben auch unter anderem diese spielart der etwas "härteren vorgehensweise".

    das zeigt , dass sm vom grundsatz her NICHT gesellschaftlich bedingt ist.
    (wenn es auch gesellschaftliche kennzeichen trägt : "herr - diener" , fetischkleidungen ,usw..)

    sm ist EINE methode/spielart/versuch der natur um die fortpflanzung erfolgreich zu gewährleisten.
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