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TIMM, der neue TV-Sender für Schwule hat jetzt auch einen Anchorman. Björn Wolfram präsentiert fünfmal die Woche Nachrichten, Buntes und Servicethemen für die Community. Queer.de sprach mit dem Mann fürs Aktuelle.

Interview: Christian Scheuß

Seit dem 17. November läuft das Nachrichtenmagazin TIMM today mit dir als Anchorman. Bist du zufrieden mit Dir und deiner Sendung?

Ich bin mit meiner Performance recht zufrieden. Ich stand ja am Montag auch nicht das erste Mal vor einer Kamera und hatte schon ein bisschen Routine mitgebracht. Aber ich merke auch, dass ich von Tag zu Tag lockerer werde. Ich bin auch mit der Zusammensetzung der Sendung sehr zufrieden, finde Beiträge und News-Gehalt gelungen. Insgesamt habe ich ein gutes Gefühl.

Und was sagen die Zuschauer?

Die Zuschauer sind überwiegend positiv eingestellt. Es gibt natürlich immer mal Kritikpunkte. So stören sich einige an der vermeintlichen Wackelkamera in manchen Beiträgen, oder es werden spezielle Themen vermisst. Aber wir freuen uns über diese konstruktive Kritik, die da an uns herangetragen wird. Und wie gesagt: Uns erreicht auch viel wohlwollendes Feedback. Und zu den Themen, die dem ein oder anderen noch fehlen: Wir sind ja gerade erst on air gegangen, lasst Euch überraschen, was noch so kommt!

Gibt es schon die erste Fanpost für Dich?

Fanpost in dem Sinne nicht, aber es wurde bekundet, dass man mich recht attraktiv findet (lacht).

Du bist 35 Jahre alt, das verrät die Website. Wie oft musst Du zum Friseur, damit die Haare so kurz bleiben, wie sie jetzt sind?

Ich geh einmal in der Woche. Bei mir in Berlin-Kreuzberg gibt es um die Ecke einen großartigen Barbier, der mir billig und akkurat die Haare schneidet.

Was magst du sonst noch Privates verraten? Familienstand?

Ich habe seit vier Jahren einen Freund und lebe mit dem und zwei Katzen zusammen.

Damit ist die Frage der sexuellen Orientierung auch geklärt. Hobbys?

Spezielle Hobbys habe ich eigentlich nicht, halt die Klassiker: Lesen, DVD-Abende, Kino, mich mit Freunden treffen, nichts Exotisches. Außer vielleicht meine ausgeprägte SMS-Affinität mit entsprechenden Rechnungen. Ich bin ganz gut dabei, tippe immer auf meinem Handy herum um die Welt mit Kurznachrichten zu beglücken.

Jetzt könnten manche denken, werktäglich 20 Minuten Sendung moderieren, da kommt der Björn am Nachmittag mal ins Studio, wird geschminkt, liest ein bisschen vom Teleprompter ab und dann kann er wieder nach Hause gehen. Ganz so läuft es ja nicht. Wie sieht denn der übliche Arbeitstag für dich und die Redaktion aus?

Das hast Du schon ganz richtig erfasst, ich schwebe nicht am Nachmittag ein, werde geschminkt und mache dann das Promptermäuschen, dass die Texte runterspult. Ich bin durchaus journalistisch involviert. Ich komme wie alle anderen früh morgens ins Büro, dann wird die Themenlage gecheckt, ich eruiere und gewichte in Absprache mit den Kollegen relevante Meldungen für TIMM today, die ich dann texte, wie auch die Anmoderationen der Berichte, die wir zeigen. Das ist schon eine sehr erfüllende Aufgabe, die den ganzen Tag umfasst, bis man dann abends in der Maske sitzt und schließlich vor der Kamera steht, um als ‚Sahnehäubchen‘ die Sendung zu präsentieren!

Frank Lukas, Senderchef, hat mal gesagt ,TIMM today sei das Herzstück des schwulen Senders. Würdest du dem zustimmen, oder ist doch eher die Kaffeemaschine, die in eurer Redaktion den ganzen Tag heißläuft, das "wahre" Herzstück dieses Senders?

Nein, mal abgesehen davon, dass alle Formate bei uns ihre Daseinsberechtigung haben und ganz wichtig sind für TIMM; TIMM today ist da nochmal ein bisschen außen vor, weil es das Newsmagazin von TIMM ist, in dem ganz viele aktuelle Themen aufbereitet werden. Es als "Herzstück" zu bezeichnen, finde ich durchaus angebracht, wir sprechen auch gern und stolz von unserem Flaggschiff!

Im kompletten O-Ton-Interview (siehe unten) verrät Björn Wolfram noch, wie er an seinen Job gekommen ist, was er vorher getan hat und warum Timm today im Moment keine Live-Sendung ist.

TIMM today, Montags bis Freitags jeweils um 19:55 Uhr.



22 Kommentare

#1 MikeyAnonym
  • 20.11.2008, 16:27h
  • bin zwar 17 Jahre jünger wie der, aber möchte auch gern "Teleprompter-Mäuschen" werden :)

    ich glaub das kann ich gut!!
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#2 SaschaEhemaliges Profil
#3 gatopardo
  • 20.11.2008, 20:16h
  • Antwort auf #2 von Sascha
  • Dass man so einfache grammatische Regeln wie z.B. hier den Komparativ nicht beherrscht, macht mich immer noch mehr stutzig, wenn der betreffende Teilnehmer obendrein vorgibt, irgendwo als Lehrer beschäftigt zu sein.
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#4 HannibalEhemaliges Profil
#5 Liedel
  • 21.11.2008, 00:24h
  • Jo, hübsch isser. Aber wer weiss? Wenn Timm mal in schwierige Zeiten gerät (das blieb bisher noch keinem TV- Sender in Deutschland erspart), schwuppdiwupp...sehen wir ihn bei den Öffentlich- Rechtlichen wieder. Und neben der besseren Bezahlung, die er dann erhält, "telempromptern" die dort bekanntlich ziemlich viel
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#6 freemanAnonym
  • 21.11.2008, 01:25h
  • Antwort auf #5 von Liedel
  • Wird wohl auf die Quoten ankommen die der Sender so einfährt. Denn komischerweise sind Sendungen die Homosexualität nicht primär in den Vordergrund stellen, vor allem unter Schwulen, viel beliebter. Beste Beispiele dafür sind Sex and the City und Desperate Housewives, nicht zu vergessen von "Bild-TV" aka RTL , GZSZ! Steckt wohl der Wunsch vieler Schwuler dahinter lieber ne Frau zu sein.
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 21.11.2008, 17:44h
  • Antwort auf #6 von freeman
  • Ich schaue am liebsten Filme, Sendungen etc. mit vordergründig schwulem Inhalt. Siehe "Queer as folk" und was es da noch so alles gibt. Die Heteros müllen uns ja schliesslich schon täglich genug mit ihrer Sexualität zu. Ich finds mal ganz erholsam, KEINE Titten und bemalten Fressen im TV (oder sonstwo) sehen zu müssen. ICH persönlich finde "Sex and the city" oder "Desperate Dingens" völlig öde. Was interessieren mich die Probleme irgendwelcher aufgedonnerten Ami-Tussen?
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#8 gatopardo
  • 21.11.2008, 18:20h
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • Ach Hannibälchen, ich wollt´s nicht aussprechen, um keinen Sturm der entrüsteten amiserienabhängigen Mitbürger zu entfachen, aber ich sehe das ebenso. Unnötig zu sagen, dass ich eine Abkehr von den ewig oberflächlichen anglo-amerikanischen Zumutungen hin zu europäischen Produktionen und damit zu unserem eigentlichen Umfeld wünschenswert fände, obgleich ich es schon mal wie Du für erholsam erachte, wenn wir bei TIMM nicht durchgehend "normale" Hetero-Sexualität ertragen müssen.
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#9 seb1983
  • 21.11.2008, 18:54h
  • Kommentare wie "Heterosexualität muss ich schon den ganzen Tag ertragen" etc. machen mich um ehrlich zu sein traurig.
    Da frage ich mich nämlich: Denken "die (Heteros)" auch so über "uns", halten alle einfach nur die Klappe und ertragen die Schwuppen, sind aber dann doch froh wenn ich mal nicht mit auf Tour gehe und sie ne schwulenfreie Zeit haben?

    Schade dass auch von schwuler Seite so gemauert wird.
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#10 KonstantinEhemaliges Profil
  • 21.11.2008, 19:20h
  • Antwort auf #9 von seb1983
  • Was für ein absurder Vergleich! Heteros werden j aschliesslich nicht ihr Leben lang, tagein-tagaus mit Homo-Themen konfrontiert! Wir Homos aber mit Hetero-Scheisse! Ich will in meinem Umfeld halt möglichst nichts mit Heteros zu tun haben! Die langweilen mich und reden nur über Kinder und Häusle baue! Da wird mir immer ganz übel! Wenn man allergisch gegen Katzenhaare ist, hält man sich ja auch keine, oder? Ich bin halt allergisch gegen Heten!
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