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Eine rechtsradikale Berliner Nachrichtenseite mit Links zur NPD hat einen diffamierenden Artikel über Schwule veröffentlicht. Evrim Baba von der Linkspartei hat nun Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt.

Der Artikel, der bereits seit Donnerstag unter dem Titel "Zentren für Schwule in Berlin gibt es wie Sand am Meer" auf der-berliner-bote.info online ist, wirft Schwulen unter anderem vor, zur "Ausrottung des deutschen Volkes" beizutragen. Als Aufhänger werden Szenen aus Darkrooms beschrieben und eine Warnung angehängt: "Sicher kennt manch einer einen Schwulen und meint, dass dieser doch ganz normal wäre, doch das entspricht vielleicht nicht ganz der Wahrheit." Des weiteren beschreiben die Autoren Homosexuelle als "pervers" und kritisieren, "dass wir alle unter anderem deren Renten mitfinanzieren".

Evrim Baba, Vorstandsmitglied der Berliner Linken, will nun gerichtlich gegen die Betreiber der Seite vorgehen: "Nach meiner Auffassung ist der Tatbestand der Volksverhetzung gemäß Paragraf 130 StGB erfüllt", erklärte das Mitglied des Abgeordnetenhauses am Montag. Der Artikel sei homophob, herabwürdigend und verletzte die Würde anderer Menschen. Er sei ferner mit Äußerungen versehen, "die den im Nationalsozialismus zu Propagandazwecken und zur medialen Vorbereitung der Verfolgung verwendeten Darstellungen von Menschen anderer sexueller Orientierung zumindest zum Verwechseln ähneln, sofern sie nicht sogar gänzlich übernommen sind."

Auch das Aktionsbündnis AndrsARTiG und der schwul-lesbische Polizistenverband VelsPol Deutschland erklärten, dass der Artikel den öffentlichen Frieden gefährde: "Bekanntermaßen sind homosexuellenfeindliche Einstellungen unter vielen Jugendlichen auch in unserem Bundesland stark verbreitet. Zeigt dies doch auch die in diesem Jahr stark angestiegene antihomosexuelle Gewaltwelle. Wir fordern hier nochmals dazu auf, energisch gegen diesen herabwürdigen Text vorzugehen", erklärte Marco Klingberg von VelPol Deutschland. "Rechtsorientierte Jugendliche sind die Haupttätergruppe, die für lesben- und schwulenfeindliche Einstellungen und Übergriffe bekannt sind. Dieser nun aktuelle Artikel ist eindeutig dazu geeignet diese Täter, in ihrem Handeln zu bestärken". (dk)



25 Kommentare

#1 InfernoProfil
  • 24.11.2008, 19:17hBerlin
  • Rechte JUgendliche die Haupttäter?

    Ich zitiere mal Maneo:
    "Um die Tätergruppen stärker einzugrenzen, wurden die Befragten gebeten, eine weitergehende Differenzierung vorzunehmen. Unter vorgegebenen Antworten wurde am häufigsten (49 Prozent) die Kategorie „nicht weiter auffällig“ angekreuzt. Weitere Nennungen waren „rechtsradikale Deutsche“ (7 Prozent) und „Fußballhooligans“ (2 Prozent)."

    Klartext: Rechtsradikale machen 7% der Täter aus.

    Sind 7% eigentlich eine Hauptätergruppe? Oder lügt Maneo?

    Wer hat recht? Eine Pressemitteilung der Linkspartei oder Maneo?
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#2 Tim_ChrisProfil
  • 24.11.2008, 19:27hBremen
  • Ich habe den Artikel gelesen und war entsetzt. Das ganze ist an Feindseligkeit und Verachtung, uns gegenüber, kaum zu überbieten, außer vielleicht von kreuz.net.
    Wurde Zeit, dass von Regierungsseite aus etwas dagegen unternommen wird.
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#3 KorrekturAnonym
#4 hwAnonym
  • 24.11.2008, 20:09h
  • Antwort auf #1 von Inferno
  • ach, diesmal kein faible für politisch aktive frau mit migrationshintergrund ?

    na ja, vielleicht schließt sich ates, kelek und
    die andere stalinorgel vom zk der exis der anzeige noch an.
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#5 goddamned liberalAnonym
  • 24.11.2008, 20:28h
  • @hw

    Nichts gegen Exis, egal woher sie kommen!

    Aber einige 'Abendländer' hier verlangen von 'Exis' wohl auch noch die heilige Taufe...

    Und das ist zuviel verlangt...
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#6 Syrius458Ehemaliges Profil
  • 24.11.2008, 20:42h
  • Antwort auf #1 von Inferno
  • Na ja-weisst Du-nicht jeder rechtsradikale gibt sich als solcher zu erkennen.Wie man ja an späteren Äusserungen früherer froher Wähler der
    NSDAP auch feststellen konnte,wenn sie nachher sagten " davon hat ja niemand was gewusst" aber gewählt haben sie sie immerhin trotz oder gerade wegen ihrer radikalen Aussagen.Ich kannte mal einen unauffälligen Menschen der mir erst aufgefallen ist nachdem ich erfuhr dass er in der Schublade eine Büste von H. hatte die zu H.Geburtstag immer rausgelegt wurde.
    Eigentlich will ich nur sagen dass es rechtsradikale gibt die nicht auffällig sind und somit nicht als solche von den Opfern eingeordnet worden sein könnten.Könnte sein ...
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#7 hwAnonym
#8 nino89
  • 24.11.2008, 21:11h
  • Das mit unauffälligen Rechten kenne ich...bei der Mutter einer Freundin wohnte im Haus gegenüber ein recht netter, unauffälliger, anständiger Kerl. Die Mutter und auch meine Freundin hätten nie gedacht, dass der irgendwas böses an sich haben könnte.
    Dass er jedoch nicht so ein anständsiger Kerl war, erkannten die beiden dann, als er bei der Kommunalwahl für die NPD kandidierte.

    Und das zweite Bsp.: in meinem Dorf mit etwa 1.000 Einwohnern gab es in der letzten Landtagswahl einen NPD-Wähleranteil von 30%(!). wir waren die stadt mit dem dritt-größten anteil an rechten wählern. und bei uns gibt es keine nazis, keine glatzen.
    Das gefährliche an den Neonazis ist, dass sie jetzt verbürgerlicht sind und nicht mehr von anderen BürgerInnen unterschieden werden können. Und viele fallen darauf herein.
    Ich würde sagen, die Verbürgerlichungstaktik ist aufgegangen, leider
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#9 SaschaEhemaliges Profil
  • 24.11.2008, 22:23h
  • Antwort auf #2 von Tim_Chris
  • "Wurde Zeit, dass von Regierungsseite aus etwas dagegen unternommen wird."

    Ähhm, nee, von Regierungsseite wurde dagegen bisher überhaupt nichts unternommen. Und gerade das ist der eigentliche Skandal!
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#10 SaschaEhemaliges Profil