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Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) kündigte an, dass der Senat Aufklärungsprojekte in Schulen starten wolle, um gegen Homophobie vorzugehen.

Damit solle auf die insbesondere unter Migranten stärker verbreitete Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit reagiert werden, erklärte Knake-Werner bei der Vorstellung der internationale "Ties"-Studie ("The Integration of the European Second Generation") zur Integration von Einwanderern. Die Senatorin wies darauf hin, dass Homophobie nicht ein Problem sei, das sich nur auf Migranten beschränke, sondern dass auch erschreckend viele Deutschstämmige Homosexualität ablehnten.

In der vorgestellten Studie befragten Forscher im Auftrag des Senates 800 Berliner zwischen 18 und 35, die je zu einem Drittel einen türkischen, jugoslawischen oder rein deutschen Hintergrund haben. Diese Studie zeige, dass es in der zweiten Generation inzwischen deutliche Integrationserfolge gebe, erklärten die Forscher. Allerdings seien die Migranten bei der Bildung nach wie vor benachteiligt, da sie überproportional Hauptschulen besuchten.

Der Lesben- und Schwulenverband begrüßte die Initiative Knake-Werners: "Es ist wichtig, dass der Senat seine Arbeit auf diesem Gebiet verstärkt und der verbreiteten Homophobie mit konkreten und wirksamen Maßnahmen begegnet. Vereinzelte Tagungen und Aufklärungsveranstaltungen reichen bei weitem nicht aus. Was Not tut, ist ein umfassender und nachhaltiger Aktionsplan gegen Homophobie", erklärte Alexander Zinn, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg. Er bot der Senatorin die Mitarbeit des Verbandes bei der Umsetzung eines Aktionsplanes an.

Zudem wies Zinn auf eine Podiumsdiskussion am Mittwoch (26.11.) hin unter dem Thema "Runder Tisch gegen Homophobie: Chancen und Grenzen des Dialoges mit islamischen Verbänden". Darin geht es auch um den mit Migranten- und Islamverbänden veranstalteten "Runden Tisch", der im Oktober gescheitert ist (queer.de berichtete). In der Runde zugesagt haben unter anderem der Integrationsbeauftragte Günter Piening, die Soziologin Necla Kelek, sowie Bastian Finke vom Anti-Gewalt-Projekt Maneo. Die Diskussion findet ab 19:30 Uhr im Schwulenzentrum Schwuz statt (Mehringdamm 61, Berlin). (dk)



#1 alexander
  • 25.11.2008, 18:02h
  • na das wird aber auch höchste zeit, schliesslich lebt berlin nicht schlecht von seinem ruf als homohochburg deutschlands.
    hoffentlich lassen sich die versäumnisse der letzten 20 jahre noch aufholen ?
    aber zumindest scheint es jetzt einen ansatz zu geben.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.11.2008, 18:02h
  • Wieso kommt der Berliner Senat jetzt damit? Die Aufklärung über Homosexualität und Homophobie hätte es an den Schulen schon längst geben sollen! Da hat man schlicht 30 Jahre verpennt!
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#3 pupsAnonym
  • 25.11.2008, 18:10h
  • "dass der Senat Aufklärungsprojekte in Schulen starten wolle, um gegen Homophobie vorzugehen. [...] dass der Senat seine Arbeit auf diesem Gebiet verstärkt und der verbreiteten Homophobie mit konkreten und wirksamen Maßnahmen begegnet."

    Da bin ich mal gespannt wann und vor allem wie diese "konkreten und wirksamen Maßnahmen" an welchen Schulen ein- und umgesetzt werden, um tatsächlich wirksam zu sein. Vor allem hoffe ich, dass diesen Worten auch Taten folgen und sie nicht nur heiße Luft im Regierungsraum bleiben.
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#4 homophobiebekämpferAnonym
  • 25.11.2008, 20:28h
  • ohne den LSVD Berlin Brandenburg hätte sich die Linksregierung wohl kaum bewegt.

    Hoffe der LSVD führt dann auch die Projekte durch!
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#5 SmartiSaar
  • 26.11.2008, 07:12h
  • Der Berliner Senat scheint ja endlich aufzuwachen aus seinem Dauerschlaf. Allerdings wäre ein Flächendeckendes Aufklärungsprojekt in ganz Deutschland noch viel sinnvoller.
    Homophobie gibts überall in Deutschland nicht nur in Berlin und die vereinzelten Projekte der Bundesländer bzw. Vereine und Verbände vor Ort habe ja wie es scheint bisher keine großen Auswirkungen gehabt, zumal die Angebote von den Schulen teilweise auch garnicht wahrgenommen werden.

    Ich hoffe in Berlin wird das zur Pflicht in den Schulen und nicht zur Kür.
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#6 Piraja
  • 26.11.2008, 18:36h
  • "Diese Studie zeige, dass es in der zweiten Generation inzwischen deutliche Integrationserfolge gebe, ... "

    Erfolge in der zweiten Generation sind ja schön, aber die Muslime, die heute in Berlin in die Schule gehen, sind meistens aus der dritten und vierten Generation, und die desintegiert sich immer schneller und wird immer offener Homophob.

    Aber das zuzugeben, würde aber bedeurten, dass man die lange gepflegten Multikulti-Träumereien endlich dorthin verfrachten müsste, wo sie hingehören, in den Müll.

    Ob das die linken Politiker in Berlin schaffen?
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#7 hwAnonym
  • 26.11.2008, 20:01h
  • Antwort auf #6 von Piraja
  • die zunahme von gewalt auf den straßen wird
    durch die gesellschaftszersetzende teile der mittelschichten und ihre elitären ernährer
    zunehmen:

    "..In Deutschland wächst die Kluft zwischen Reichen und Geringverdienern - so schnell wie in keinem anderen westlichen Staat, das rechnet die Internationale Arbeitsorganisation in ihrem globalen Lohnreport vor. Wegen der Finanzkrise müssen sich die Arbeitnehmer nun auch noch auf Einkommensverluste einstellen..."

    www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,592779,00.html

    ".Laut Studie schafft nur jeder Dritte unter 30 Ausstieg aus Hartz IV

    Nürnberg - Nur jeder Dritte hilfebedürftige junge Erwachsene schafft den Ausstieg aus Hartz IV. Der Rest sei entweder dauerhaft oder wiederholt für kürzere Zeit auf die staatliche Unterstützung angewiesen. Das berichtete das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die Arbeitsmarktforscher hatten für die Jahre 2005 und 2006 untersucht, in welchem Umfang junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren mit Hartz-IV-Leistungen unterstützt worden waren. 2007 bezogen im Schnitt 1,35 Millionen der Altersgruppe Hartz IV..."

    Mi, 26. Nov. 2008, 17:04 © Rhein-Zeitung & dpa-infocom

    die betreiber der multikulti-müll-theorie sind
    steigbügelhalter, der allianz konformierender
    asozialer wie, clement, steinbrück, ackermann, merz, merkel, broder, westerwelle, prof, sinn, u.v.a.m.,
    die mit rassistischen und fremd-kulturfeindlichen anwürfen, nur etwas anders als z.b. schäuble, unentwegt das grundgesetz angreifen.
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#8 ein insiderAnonym
  • 02.12.2008, 10:52h
  • nur mal so zur info, in berlin existiert seit 18 jahren ein projekt zur aufklärungsarbeit in schulen zu eben jenem thema. nur vergiss die senatorin dies regelmäßig! und in gleichem maße, wie sie dieses vergißt, ist ds projekt auch deutlich unterfinanziert vom senat!
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