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  • 01. Dezember 2008, noch kein Kommentar

Der Schweizer Sänger und Songwriter Michael von der Heide liebt Dinge, die in die Jahre gekommen sind. Und er steckt sein Geld lieber in Kaffee, Platten und Armbänder statt in schicke Autos.

FRONT-Magazin

"Freie Sicht bedeutet, dass der Nebel sich verzogen hat. Man weiß, wer man ist und was man hat", beschreibt Michael von der Heide sein neues Album. Es ist bereits das achte des Schweizer Musikers und Songwriters. Seine Texte zielen aufs Herz, treffen den Verstand aber genauso. Der langjährige musikalische Weggefährte von Inga Humpe erzählt auf "Freie Sicht" (erschienen bei Edel) auch von der Liebe, die in die Jahre gekommen ist. Seine Sachen schätzt er wohl deshalb, weil man ihnen ihr Alter ansieht.

01. Kaffeemaschine
Ein Tag ohne ein Lachen ist ein verlorener Tag. Ein Tag ohne mindestens acht Tassen Kaffee ist für mich kein Tag.

02. Platten
Music was my first love und ist auch heute ein treuer Begleiter. Ich sammle leidenschaftlich gerne Platten und CDs in ihrer ganzen Vielfalt, Sprachen und Farben. Mittlerweile sind es tausende. Mit dem Geld hätte ich mir zwei Ford Mustangs leisten können.

03. Textbücher
Ohne gehe ich nicht aus dem Haus! Vor Jahren dachte ich, dass ich mich an gute Songideen, welche mir auf der Straße einfielen, erinnern werde … zu oft saß ich dann aber stundenlang vor einem weißen Blatt Papier. Auch in meinem Bett hat das Notizbuch immer einen Platz. Für den Fall, dass ich einen Welthit träume.

04. Harmonium
Mein harmoniesüchtiges Harmonium begleitet mich nun schon seit über zehn Jahren. Ich hab es einem windigen Antiquitätenhändler für zu viel Geld abgekauft, doch ich konnte dem alten Instrument schon einige schöne Melodien entlocken.

05. Engel
Meine Mutter lud jeweils zu Weihnachten einsame Menschen ein. Mit fünf Jahren bekam ich den Engel von einem alten Mann geschenkt und ich warte immer noch darauf, dass er fliegen lernt. Der Engel.

06. Armband
Die Zeit ist der rücksichtsloseste aller Wellenbrecher, wie es bei Klimke heißt; deshalb trage ich keine Uhr. Die Armbänder des Designers Willi Spiess geben mir aber dann doch das Gefühl, nicht ganz "nackt" zu sein.