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Am Dienstagabend soll der jamaikanische Sänger Capleton, der in seinen Liedern zur Ermordung von Schwulen und Lesben aufruft, im Wuppertaler U-Club auftreten – vor dem Veranstaltungsort wollen Aktivisten demonstrieren.

Ein Konzert des Sängers ist bereits vor einem Monat im schweizerischen Basel abgesagt worden (queer.de berichtete). Die Veranstalter begründeten das damit, dass der Sänger sich Mai 2007 zwar im "Reggae Compassionate Act" verpflichtet hatte, nicht mehr zur Gewalt gegen Homosexuelle aufzurufen – er hatte sich aber nachweislich nicht daran gehalten, weil er mindestens einmal im Dezember 2007 wieder zur Ermordung von Schwulen aufgerufen hatte. Der U-Club will das Konzert allerdings trotzdem veranstalten, "um seine Botschaft des göttlichen Feuers zu verbreiten", wie es auf der Website der Veranstalter heißt.

Die LesBiSchwule Jugendgruppe in Wuppertal ruft daher gemeinsam mit den Jusos, den Jungen Liberalen und der grünen Jugend zu einer Demonstration vor dem U-Club auf. Darin wollen sie ins Gespräch mit den Konzertbesuchern kommen, um ihnen klar zu machen, für wen sie 20 Euro Eintritt bezahlen (Treffen um 19:30 Uhr vor dem U-Club, Friedrich-Ebert-Straße 191, Wuppertal). Nach Angaben der "Westdeutschen Zeitung" unterstützt auch Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) die LesBiSchwule Jugendgruppe offen in ihren Aktionen gegen Hassmusik.

Die Aktivisten befürchten, dass Capleton auch im Konzert zur Gewalt gegen sie aufrufen wird. Der Staatsschutz sei daher bereits informiert. "Menschen, die offen zu Hass und Gewalt an Minderheiten aufrufen, sind in unserer Stadt nicht willkommen", erklärte Marcus Kilian von den Grünen Wuppertal. "Sofern die besagten Lieder zur Aufführung gebracht werden, halten wir den Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten gemäß Paragraf 111 StGB und den Tatbestand der Volksverhetzung gemäß Paragraf 130 StGB für gegeben. Strafbar machen sich in diesem Fall unseres Erachtens auch die Veranstalter. Wir appellieren an den Veranstalter, auf den Auftritt von ‚Capleton’ zu verzichten."

In Jamaika kommt es immer wieder zu Übergriffen und zu Lynchmorden gegen Schwule und Lesben. Die Täter sangen dabei oft die Lieder von Hasssängern wie Capleton. Der Staat greift dabei nur selten ein: Auf Homosexualität stehen dort bis zu zehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit. (dk)



22 Kommentare

#1 StrikeBACKAnonym
  • 02.12.2008, 11:11h
  • ich habe gerade eine protestmail an die veranstalter geschickt und das könnt ihr auch:

    info@u-club.de

    natürlich nur, wenn ihr wollt. ihr solltet aber wollen, denn es kann nicht sein, dass man leuten, die anderenorts gar nicht mehr auftreten dürfen, AKTIV ein forum bietet. spiegelt das vielleicht sogar die gesinnung der macher des u-clubs wider?
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#2 BennyAnonym
#3 alexander
  • 02.12.2008, 11:44h
  • na dann sollten wir doch die konzerte des göttlichen feuers besuchen und alle in der ersten reihe zentnerweise zitronen essen !
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#4 AndiAnonym
  • 02.12.2008, 13:13h
  • Antwort auf #2 von Benny
  • Weil alle geplanten Capleton-Auftritte im Dezember offfenbar gestrichen wurden - bis auf den in Wuppertal. Die Veranstalter in den anderen Städten, wo er ursprünglich auch auftreten sollte (Dortmund, Stuttgart, München, Berlin) haben sich das offenbar noch einmal überlegt.

    Hier gibt es noch einen Zeitungsartikel zum Wuppertaler Auftritt inkl. Onlineabstimmung, ob man Capleton ausladen sollte oder nicht:

    www.wz-duesseldorf.de/?redid=366504
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#5 nilsAnonym
  • 02.12.2008, 14:59h
  • Ach was für Zufall, dass die zufälliger Weise einmal nicht LSVD manipulierte Umfrage PRO Capleton ausfällt!
    Wurde da seitens der Reggae Hörerschaft gefuscht oder ist dieses lächerliche Theater der Schwulen wirklich völlig übertrieben und unbegründet???
    Mit einer wirklich mehr als lächerlichen Aktion einer Demo vor dem Veranstaltungsort würdet ihr nur eins erreichen:
    " Mehr und mehr Antisympathien gegen eine Menschengruppe wie eure es ist!"
    Schade, dass ich heute in Wuppertal nicht dabei sein kann, um mit Capleton zu feiern und mit einer Gruppe voller pubertärer Jugendlicher und ihrer Propaganda Minister eine Diskussion zu führen, nach der ihre homosexuellen Aktivisten mit Tränen in den Augen und mit eingezogenem Schwanz nach Hause schleichen würden.

    Denn wie wollt ihr ohne sämtliche seriöse Hintergrundinformation mit jungen Akademikern eine Diskussion führen, welche ihr schon im Vorherein verloren habt?
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#6 strikeBACKAnonym
  • 02.12.2008, 16:28h
  • Antwort auf #5 von nils
  • ich finde es ziemlich diskriminierend, dass rechtsextreme gruppen nicht im u-club auftreten dürfen, wenn so jemand wie capleton das darf. das ist unfair, wo kommen wir da hin? oder dürfen rechtsradikale auch im u-club auftreten? falls ja, nehme ich alles zurück.

    und an nilsiboy: wäre mir neu, dass sich im umfeld von reggae-konzerten "akademiker" rumtreiben. heute vielleicht schon - aber nur auf seiten der gegendemonstranten. sonst: fehlanzeige.
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#7 AndiAnonym
  • 02.12.2008, 17:17h
  • Antwort auf #5 von nils
  • Schade, dass wir beide nicht vor Ort sind, denn ich hätte als junger Akademiker gerne eine Diskussion mit Dir geführt. Darüber nämlich, dass Leute wie Du einen absolut verabscheuungswürdigen Aspekt der Rastafari-Kultur gerne tolerieren, weil Ihr den Rest des Pakets so attraktiv findet. Insofern müsstest Du auch einen islamischen Fundamentalisten, der den Tod von Homosexuellen fordert, in Schutz nehmen, denn das gehört ja zu seiner Kultur - aber nein, die machen ja nicht so fette Musik, veranstalten nicht so coole Parties und tragen nicht so tolle Mützen.

    Wenn es Dir wirklich um seriöse Hintergrundinfos zu den Gründen von Homophobie im Reggae und Dancehall geht, führ Dir mal diesen Artikel zu Gemüte:

    www.riddim.de/feature.php?id=269
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#8 marcoAnonym
  • 02.12.2008, 17:35h
  • "zitat"

    Darin wollen sie ins Gespräch mit den Konzertbesuchern kommen, um ihnen klar zu machen, für wen sie 20 Euro Eintritt bezahlen

    ich bin mir sicher, dass die konzertbesucher genau wissen, wen sie sich da anhören werden. glaubt ihr wirklich, dass da auch nur einer sich entrüstet zeigen wird, sein ticket wegschmeißt und wieder nachhause fährt?
    zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass eine demo vor dem u-club überhaupt erlaubt wird, da dieser von beiden zugängen aus direkt an der straße liegt und die demonstranten mit ihren transparenten auf die straße gehen müssten.

    naja, eigentlich wollte ich nicht zu dem konzy hin. aber jetzt geh ich nur aus dem grund hin, um mir die regenbogenspaßfraktion mal anzuschauen.

    desweiteren möchte ich den amchern des u-clubs meinen respekt dafür aussprechen, dass sie als einzige oder eine der ganz wenigen nicht den shcwanz einziehen und sich nicht einschüchtern lassen. meinen aufrichtigen dank dafür.
    ich bin mir sicher, dass der u-club es sehr zu schätzen weiß, wie sehr ihr die werbetrommel für ihn rührt.

    und jetzt könnt ihr mit eurer hetze weitermachen...
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#9 maciicxProfil
  • 02.12.2008, 17:36hpnkw
  • Antwort auf #5 von nils
  • so, wie du dich an das wort "lächerlich" klammerst scheinst du durchaus eine ahnung davon zu haben, wie schwach deine eigene position ist. vielleicht meinst du auch deshalb, den harten markieren zu müssen?

    diese drag queen mit bart labert davon, uns zu verbrennen. sich zu wehren ist nicht lächerlich, sondern unser gutes recht. auch dann, wenn man die brutale realität dieser worte und des denkens dahinter und der taten daraus -wenn nicht hier, aber auch jamaikanische homos sind menschen- hinter der ausrede einer metapher a la "reinigendes feuer" verstecken will.
    ("heilen" kann man uns sowieso nicht, und die notwendigkeit besteht auch gar nicht)
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#10 maciicxProfil