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Der jamaikanische Sänger Capleton, der in seinen Liedern zur Ermordung von Schwulen und Lesben aufruft, trat am Dienstag im Wuppertaler U-Club auf. – Vor dem Veranstaltungsort demonstrierten rund 60 Aktivisten.

Von Carsten Weidemann

Die LesBiSchwule Jugendgruppe in Wuppertal hatte gemeinsam mit den Jusos, den Jungen Liberalen und der grünen Jugend zu einer Demonstration vor dem U-Club aufgerufen. Mit Regenbogenfahnen, Transparenten und Trillerpfeifen standen sie vor dem Eingang der Location, in die die überraschten Gäste strömten. Vielen war das Problem offensichtlich nicht bewusst.

Laut einem Videobericht der Westdeutschen Zeitung (WZ TV) kam es kaum zu Diskussionen zwischen Konzertbesuchern und Demonstranten. Dennoch zeigten sich Jusos und die Jugendgruppe "Bezaubernde Jeanies" zufrieden mit der Aktion. Denn die schwulenfeindlichen Texte sind nicht sehr bekannt, und man wollte die Besucher deswegen direkt vor Ort aufklären. Gegenüber WZ-TV meinte der Demoteilnehmer Sascha Schäfner "Es fängt bei Schwulen und Lesben an, dann geht es gegen andere Hautfarben, andere Religionen. Es sind immer kleine Bausteine, mit denen Intoleranz in der Bevölkerung beginnt. Die Intoleranz sollte im Keim erstickt werden."



21 Kommentare

#1 marcoAnonym
  • 03.12.2008, 15:29h
  • lächerlich! es waren höchstens 30 aktiviste da. wir wollen ja nicht übertreiben und die sind auch schon wieder weg gewesen bevor das konzert überhaupt angefangen hatte ( bis auf zwei kameratemas; eins von der wz und eins von einem schwulenverein )
    auch von überraschten gesichtern der kohnzertgänger kann keine rede gewesen sein. eher belustigung und ( leider ) auch beleidigungen, mit denen aber auch zu rechnen gewesen ist.

    das kaum einer zu einer stellungnahme bereit gewesen ist, zeigt eher, dass die besucher sehr wohl wissen wen sie sich an diesem abend angehört haben.
    obwohl ich sagen muss, dass ich doch mehrere besucher im gespräch mit dem kamerateam des schwulen verein gesehen habe. falls jemand weiß wo dieser bericht zu sehen ist, wäre ich für eine kurze info dankbar.
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#2 vrosinProfil
  • 03.12.2008, 15:58hMuch
  • Und? Habt ihr gezählt wie viele Konzertbesucher dank eurer fundierten Aufklärungsarbeit vor Ort die Lokalität bestürzt verlassen haben? Nein? Brauchtet ihr auch nicht, diese Aktion war doch von Anfang an nur heiße Luft.

    Wieso habt ihr in so einem toleranten Land wie Deutschland Angst, dass eine handvoll Reggae-Sänger die Leute bekehrt? Ihr habt hier doch alles was ihr wollt. Ihr macht euch die Welt selber schlecht und stellt euch vor Problemchen die es nicht wert sind beachtet zu werden.
    Mal ernsthaft: Glaubt ihr Homophobie findet in einer westlichen Welt wie dieser Nährboden? So naiv kann man doch nicht sein. Genauso wenig wie deutsche Reggaefans zu "Jah" beten anstatt zu Gott und "Haile Selassie" als den wiedergekehrten Messias ansehen, werden hierzulande Homosexuelle gehasst oder gar ermordet nur weil es von Jamaikanischen Künstlern IN IHRER HEIMAT propagiert wird. Auch gestern war es wieder keine Ausnahme, dass kein homophobes Wort von den Lippen des Reggae-Sängers floss.

    Aber macht euch ruhig durch euren -anscheinend aus Langeweile entstandenen- Feldzug gegen eine Musikrichtung weiterhin selber das Leben schwer und immer mehr Feinde in der Reggaeszene!

    DANKE!
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#3 alexander
  • 03.12.2008, 17:02h
  • na jetzt sind wir aber alle froh in einem "so toleranten deutschland "zu leben, dass uns immer noch nicht die bürgerlichen rechte zuerkennt !
    das ist so typisch für diese landeier, noch nie am käse gerochen aber wissen wie er stinkt !

    und freude über freude, "es floss kein homophbes wort von seinen lippen", na wenns das nicht bringt ???? zu hause kann er ja zu mord und auch ausgeführtem totschlag trällern, das betrifft dann ja nicht die westliche welt, er meint wahrscheinlich wuppertal !
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#4 ThommenAnonym
  • 03.12.2008, 17:02h
  • Es ist völlig egal ob es der Vatikan mit der Religion oder der Capleton mit der Musikrichtung ist. schwulen- und lesbenfeindliche Musik gehört nicht in die Öffentlichkeit und in keinen Musikvertrieb! Das ist genauso Hardcore wie rechtsradikale Produktionen.
    Wie dumm muss mann sein, das nicht zu merken???
    Das ist wohl eine Art von Homophobie-Masochismus...
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#5 goddamned liberalAnonym
  • 03.12.2008, 17:38h
  • @vrosin, Marco

    Menschenrechte sind unteilbar! Und sie gelten überall!

    Schwulen und lesbischen Bürgern Jamaikas das Recht auf Leben u. a. alle anderen Rechte vorzuenthalten, ist schlicht und einfach menschenverachtender Rassismus!

    Was ist daran so schwer zu verstehen?
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#6 Thomas1234Anonym
  • 03.12.2008, 17:46h
  • Antwort auf #1 von marco
  • Hallo Marco,

    tatsächlich waren sogar zwei schwule Kamerateams da. Eins von TimmTV und das andere von uns von der B.J. Wuppertal.
    Tatsächlich haben wir im Gegensatz zur WZ doch einige Besucher vor die Kamera gekommen und auch ein sehr interessantes Statement von Capletons Managerin eingefangen.

    Wann das Video veröffentlicht wird, weiß ich noch nicht. Es wird dann aber auf jeden Fall unter www.bj-wuppertal.de zu sehen sein.

    Das Video von Timm ist wahrscheinlich heute oder morgen in TimmToday zu sehen.

    Viele Grüße
    Thomas
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#7 KalonjiAnonym
#8 AndiAnonym
  • 03.12.2008, 21:26h
  • Antwort auf #2 von vrosin
  • Es glaubt wohl niemand, dass sich Leute hierzulande von Capletons reiligiösen Spinnereien zu Gewalttaten aufstacheln lassen. Dazu versteht man den Patois-Dialekt auch zu schlecht. Aber wie kannst Du ernsthaft erwarten, dass man seine Augen davor verschließt, was er bei sich zuhause treibt? Ihr jubelt jemandem zu, der ein religiöser Fanatiker und Hassprediger gegen eine Minderheit ist, weil ihr seine Musik mögt und die Partystimmung, die er verbreitet. Wie würdet Ihr das einem schwulen Jamaikaner erklären, der sich wegen Leuten wie Capleton nicht auf die Straße traut oder gar übel zusammengeschlagen wurde?

    Könnt Ihr nicht nachvollziehen, dass Homosexuelle und andere (denkende) Menschen in Deutschland eine solche Person nicht zu Gast haben wollen und sich mit den Schwulen und Lesben in Jamaika solidarisch zeigen? Stellt Euch einfach mal vor, Ihr wärt schwul, vielleicht könnt Ihr es dann ja besser nachvollziehen, dass man hier nicht tolerant sein kann und darf.

    Das hat nichts mit einem Feldzug gegen eine Musikrichtung und deren Fans zu tun. Es ist leider einfach so, dass einige bekannte jamaikanische Reggaekünstler furchtbar homophob und religiös verblendet sind. Und es sind nicht irgendwelche Jamaikaner, sondern beliebte und einflussreiche Künstler, die Verantwortung für das tragen müssen, was sie verbreiten. In einem Land, das es wahrlich nicht leicht hat, weisen sie die Menschen gezielt auf eine Minderheit hin, an der sie ihre Aggressionen auslassen können. Erinnert das nicht an etwas?

    Ich wundere mich, wie einfach das von vielen deutschen Fans mit einem Schulterzucken in Kauf genommen wird. Gute Parties sind halt mehr wert als Menschenrechte, was?
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#9 bastapapsta
  • 04.12.2008, 03:19h
  • Die Besucher, welche ( obwohl sie über sie über die homophoben Texte dieser lächerlichen Kreatur bescheid wussten ) trotzdem zu diesem Affenkonzert gegangen sind, sind einfach kranke Egoisten, die sich intelektuell nicht mit der Musik auseinadersetzen, die sie hören. Dass man hierzulande keine Solidarität für Homos in Jamaika erweist ist ein Armutszeugnis.
    Hauptsache Party und die Qualität spielt dabei keine Rolle. Solche Hassänger sollten in Deutschland grundsätzlich ein Einreiseverbot bekommen und postwendend zurück geschickt werden, da Volksverhetzung hier unerwünscht ist ! Die Vermarktung der Musik von diesem Affen sollte grundsätzlich in deutschland verboten werden. Hier haben wir mittlerweile glücklicherweise eine multikulturelle Gesellschaft, die eine bunte Kultur ist und jeder, der aus den verschiedenen Nationen kommt bringt etwas mit, mit dem er die anderen bereichern kann, das ist interessant, wenn man jeweils mal einen Einblick bekommt, wer wie lebt, und von dem, was die Leute mitbringen kosten kann. Da haben Leute, die Hass ins Spiel bringen wollen und zu Gewalt an anderen aufrufen keinen Platz. Darüber sollten diese Konzertbesucher mal nachdenken, aber wie es scheint, verfügen sie nicht über die Kunst des DENKENS !
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#10 BenniAnonym
  • 04.12.2008, 16:08h
  • Ich fasse mir an den Kopf wenn ich so etwas lese und kann und will solch ein Debatte dann nicht ernst nehmen!:
    "Die Besucher, welche ( obwohl sie über sie über die homophoben Texte dieser lächerlichen Kreatur bescheid wussten ) trotzdem zu diesem Affenkonzert gegangen sind, sind einfach kranke Egoisten,"

    - Wenn alle Menschen gleich sein sollen dann fang vor deiner Türe an! Bei solchen Kommentaren kann ich nur sagen fordere erstmal von Dir selbst Gleichberechtigung und Gleichheit aller Menschen! Kreatur? Capleton ist und bleibt ein Mensch wie du und ich!

    "Vermarktung der Musik von diesem Affen sollte grundsätzlich in deutschland verboten werden"

    - Solche Sätze hört man auf dem NPD Parteitag auch! Sag doch gleich das N-Wort und heb deinen Arm!

    "Kunst des DENKENS !"

    - Entweder du kennst die Bedeutung nicht oder du solltest an deiner "Kunst des DENKENS !" arbeiten!

    Und an das Queerteam:
    Die Meinungsfreiheit ist uns sehr wichtig! Dennoch: Nicht geduldet in diesem Forum werden Verstöße gegen Recht und gute Sitten (Beleidigung, Verleumdung, Hetze, Aufrufe zu Straftaten sowie jugendgefährdende Inhalte), unfreundliche und respektlose Kommentare, Provokationen sowie Wortmeldungen ohne Sachbezug.

    Deshalb bitte ich darum zu allererst den vorhergehenden Post zu löschen! Das kann nicht in eurem Sinne sein so etwas stehen zu lassen!

    Und ihr dürft gerne auch meinen Kommentar löschen, aber so etwas kann ich nicht stehen lassen!

    ONE LOVE, PEACE AND UNITY
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