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Eine klare Mehrheit der US-Amerikaner befürwortet die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Öffnung des Militärs für Schwule und Lesben.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Harris Interactive, die im Auftrag der Homo-Gruppe Gay and Lesbian Alliance Against Defamation durchgeführt wurde. Insgesamt wurden mehr als 2.000 US-Bürger befragt. Demnach befürworten 75 Prozent die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften. Die Zustimmung liegt damit höher als bei einer vor einem Jahr durchgeführten vergleichbaren Umfrage (queer.de berichtete). Allerdings spricht sich nur knapp die Hälfte für die Öffnung der Ehe aus.

Rund zwei Drittel befürworten, dass Schwule und Lesben offen im Militär dienen dürfen. Derzeit gilt noch die "Don't ask, don't tell"-Regelung, nach der Homosexuelle nur einen Landesverteidigungs-Job behalten dürfen, wenn sie ihre sexuelle Ausrichtung geheim halten. Präsident George W. Bush unterstützt diese Richtlinie aus dem Jahre 1993, während sich sein Nachfolger Barack Obama für eine Aufhebung des Verbots einsetzt.

Ferner sprechen sich 69 Prozent dafür aus, dass Schwulen und Lesben ein Adoptionsrecht haben sollten. 63 Prozent befürworten darüber hinaus, dass Schwule, Lesben und Transsexuelle in Gesetzen gegen Hassvergehen aufgenommen werden sollten. Die Täter können danach härter bestraft werden, wenn sie ihre Tat aus Homo-Hass begangen haben.

Die Meinungsforscher fragten auch, ob man Schwulen und Lesben gegenüber positiver eingestellt sei als noch vor fünf Jahren. 19 Prozent bejahten das. Als Gründe für den Meinungsumschwung nannten sie vor allem, dass sie einen Schwulen oder eine Lesbe persönlich kennengelernt hätten (79 Prozent), die Verabschiedung von Antidiskriminierungsgesetzen (50 Prozent) und die positive Meinung von Familienmitgliedern oder Freunden (45 Prozent). Auch die Berichterstattung in den Nachrichten (41 Prozent) sowie schwule und lesbische Figuren in Fernsehserien (34 Prozent) hätten Einfluss gehabt. (dk)



17 Kommentare

#1 blumen-freundAnonym
  • 04.12.2008, 16:43h
  • "[...]Als Gründe für den Meinungsumschwung nannten sie vor allem, dass sie einen Schwulen oder eine Lesbe persönlich kennengelernt hätten (79 Prozent),[...]"
    Na also, da sieht man's mal wieder: Je mehr Schwule und Lesben ihre Sexualität öffentlich machen und sich gegenüber Freunden, aber auch Bekannten (z.B. im Betrieb) outen, desto mehr wird das ganze akzeptiert.
    Also liegt es zum großen Teil auch an uns selbst, wie sich die gesellschaftliche Meinung entwickelt. Wir haben es in der Hand!
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#2 goddamned liberalAnonym
  • 04.12.2008, 17:08h
  • @blumen-freund

    So ist es!

    Übrigens: Könnte sein, dass die US-Amerikaner in wenigen Jahrzehnten in Bezug auf gay rights genauso vom Saulus zum Paulus werden, wie sie es in Bezug auf den Antisemitismus (der bei ihnen leider gerade in den 30ern sehr stark war) schon längst geworden sind!
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#3 seb1983
#4 Syrius458Ehemaliges Profil
  • 04.12.2008, 18:29h
  • Antwort auf #1 von blumen-freund
  • " Na also, da sieht man's mal wieder: Je mehr Schwule und Lesben ihre Sexualität öffentlich machen und sich gegenüber Freunden, aber auch Bekannten (z.B. im Betrieb) outen, desto mehr wird das ganze akzeptiert.

    Dann fang mal gleich hier mit Dir an.Nix für ungut
    gel
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#5 Syrius458Ehemaliges Profil
  • 04.12.2008, 18:42h
  • Mal Grundsätzlich :es ist ja alles schön und gut-
    Na klar ist es hilfreich je mehr von uns Ihre Sexualität öffentlich machen-aber einige schaffen es ja nicht mal auf einer Plattform wie dieser ,sich
    "ins rechte Licht zu rücken".Geschweige denn sich offen zu bekennen.
    So anonym dann mit obigen Argument zu kommen ist dann eigentlich schon unglaubwürdig und nicht mehr als ein geblaberlegeblabberlegeblabberle
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#6 gatopardo
  • 04.12.2008, 20:23h
  • Antwort auf #5 von Syrius458
  • Da sehen Kontaktseiten schon ganz anders aus, wo man intimste Daten mit Lichtbildern in verbindlichen Positionen zur allgemeinen Verfügung stellt und ebenso offen über Vorlieben und Abneigungen informiert wird, die auch nicht den letzten Zweifel an der sexuellen Identität des Teilnehmers lassen. Im Queer-Forum geht es dabei um Meinungen und daraus resultierenden Diskussionen, weshalb man nicht so recht nachvollziehen kann, warum so viele von uns nicht einmal einen Hauch von Einblick in ihre Persönlichkeit gestatten möchten.
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#7 SaschaEhemaliges Profil
  • 04.12.2008, 23:42h
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • "Also, raus aus der Szene und rein ins Leben."

    Mit Verlaub: "Szene" und "Leben" schließen einander in keiner Weise aus. Wir brauchen hier keine Widersprüche zu konstruieren, wo es per se keine gibt. Oder ist für dich nur die Hetero-"Szene" gleich Leben?

    PS: Falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: Heteros setzen sich in dieser Gesellschaft um ein Vielfaches mehr in "Szene" als Homos.
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#8 stromboliProfil
  • 05.12.2008, 08:34hberlin
  • Antwort auf #6 von gatopardo
  • eigentlich liegt mir das schon die ganze zeit auf der zunge: zunehmend beobachte ich hier user, die nicht mehr "identifizierbar sind, d.h. die in keinerweise rückschluß auf ihre persönlichkeit mehr zulassen.
    Bei den "offenen" kann man wenigstens einen blick auf vorlieben, sinnsprüche oder im positiv wie negativen sinne auf politische vorlieben ( jeh nach sicht des betrachters!) werfen.

    Insofern stimme ich mit madridEu überein: warum eigentlich das verstecken hinter einer nebelwand?!
    Persönlich manche ich beste erfahrung mit meiner bereitschaft auch über das forum hinaus mit den leuten in kontakt zu treten , besonders wenn das thema und seine abweichungen eine intensivere betrachtung erfordern. Zudem lernt man den gegenüber als persönlichkeit und nicht als "gegner" kennen!
    Und im zweifelsfalle ist mir ein offener widerpart lieber, als ein heimduckser der sich in seiner netwelt zu verstecken versteht!
    Aber somit ist die von syrius aufgestellte these richtig; die notwendigkeit des sich "outens" auch endlich auf die netwelt zu übertragen.

    Vieleicht gelingt dann auch der spagat weg vom kindlichen gebrauch des mediums hin zum erwachsenen sich auseinandersetzens!
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#9 stromboliProfil
  • 05.12.2008, 08:54hberlin
  • was an der "umfrage" ( wie immer !) fragen offenlässt, ist der umstand, dass über 50% gegen die ehegleichheit sich in karlifornien aussprachen.
    Ist also eine "akzeptanz" von über 70% erreicht, wohin verschwinden dann die über 20% bei konkreten abstimmungen??
    Ist es die fragestellung, die ein schiefes umfragebild ergibt? Ist es die abstimmungsfrage gewesen, die uns diese blamable niederlage einbrachte?
    Stellen wir die falschen ziele (ehe) zur abstimmung oder werden uns falsche ziele (ehegleichstellung vers.partnerschaftsregelung)mit abstimmungen aufgezwungen?

    Fragen wir doch einfach auch mal: was will die gesellschaft eigentlich von UNS!
    Das würde doch mal den wirrwar entrümpeln mit dem wir uns herumschlagen; klären, wie weit sind wir WIRKLICH in die gesellschaft eingedrungen ( und das nicht nur hin zur mitte (!) konservativer sesselfurzerei ), und wieweit können wir unseren anspruch frei von aüsserlichen manipulationen ( heteronormen) eigentlich noch entwickeln???!!!
    Um mir diese fragen zu beantworten nützt mir die umfrage an keiner stelle, sie beantwortet nur "meine erhoffte sicht" der dinge, eben teil der heten gesellschaft zu sein.
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#10 nino89
  • 05.12.2008, 15:20h
  • Ich sage doch:
    Je mehr Lesbischwule sich outen, desto normaler und alltäglicher und somit akzeptierter wird gleichgeschlechtliche Liebe! So manche(r) würde sich wundern, wer alles lesbischwul ist
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