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Das Justizministerium will mit einer neuen Studie zur Lebenssituation von Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern neue Argumente für die Öffnung der Adoption für Homo-Paare sammeln.

Ministerin Brigitte Zypries (SPD) erklärte nach Angaben der "Welt", dass homosexuelle Paare nach wie vor beim Adoptionsrecht benachteiligt würden. "Eine Gleichbehandlung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren ist in unserer modernen Gesellschaft ein Gebot der Toleranz", erklärte sie. Schließlich übernähmen gleichgeschlechtliche Paare genau so Verantwortung für Kinder wie verschiedengeschlechtliche. Jetzt müsse überprüft werden, ob es eine gesellschaftliche Akzeptanz für die Änderung des Adoptionsrechtes gebe. Daher habe ihr Ministerium nun eine umfassende Studie in Auftrag gegeben. Gesetzliche Barrieren seien bereits ausgeräumt, so Zypries.

Die Adoption durch Homo-Paare ist in Deutschland – anders als etwa in Spanien, Großbritannien oder weiten Teilen der USA – verboten. Eine Einzelperson dürfte jedoch adoptieren. Zudem wurde 2004 die Stiefkindadoption gegen den erbitterten Widerstand der Union eingeführt (queer.de berichtete). Damit kann der Eingetragene Lebenspartner lediglich das leibliche Kind seines Gatten adoptieren.

Zypries hat sich bereits zuvor für die vollständige Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten ausgesprochen (queer.de berichtete). Allerdings sei diese derzeit mit dem gegenwärtigen Koalitionspartner nicht zu erreichen. (dk)



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17 Kommentare

#1 nino89
  • 05.12.2008, 15:25h
  • Und wieso koaliert dann die SPD mit den Konservativen? Sozialdemokraten und Konservative sollten niemals zusammen regieren, das ist vergleichbar wie eine Koalition aus NPD und Linken...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.12.2008, 15:49h
  • Hoffentlich setzt sich das endlich einmal durch! Vor allem der siebenjährige Justin, der von der eigenen Mutter mißhandelt wird (vielleicht hat jemand die Super-Nanny-Folge am Mittwoch auf RTL gesehen), wäre in einer schwulen oder einer lesbischen Partnerschaft besser aufgehoben.
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#3 holger
  • 05.12.2008, 16:12h
  • wenn die dame meint, damit meine stimme zu bekommen, irrt sie gewaltig.

    die spd stimmt munter der diskriminierung wie zuletzt in der neufassung des gesetzes für bundesbeamten zu und versteckt sich dann hinter dem koalitionspartner.

    diskriminierung jeder art sollte zum bruch der koalition führen. so wird die spd und auch unsere justizministerin zur mittäterin.

    ich bin dieses leere geschwafel leid!!
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#4 goddamned liberalAnonym
  • 05.12.2008, 17:01h
  • @Holger

    Tja, entweder ist das Glas halb voll oder halb leer....

    Bei der Erbschaftssteuerreform haben die Sozen doch einiges erreicht.

    Ich denke, Frau Zypries meint es ernst. Mit schwul-lesb. Bürgerrechten kann man in Deutschland vielleicht nicht allzuviele Leute abschrecken, aber auch nicht allzuviele Wähler aus der Mehrheitsbevölkerung gewinnen, gerade, wenn es um Adoptionen geht...
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#5 Syrius458Ehemaliges Profil
  • 05.12.2008, 21:25h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • ..geb Dir da vollkommen recht.
    besser ein Kind wächst bei zwei frauen oder männern auf ,als in solchen Verhältnissen .
    Und das Argument mit der Rollenfefinition,dass sich nämlich ein Kind nicht mit der Geschlechtsspezifischen Rolle identifizieren könne
    wenn es bei Homosexuellen Menschen aufwachsen,taugt auch nichts,denn dann müsste man allen Geschiedenen Eltern Ihre Kinder wegnehmen und sie in eine Hetero-Pflegefamilie geben,da sie sonst, (ja nur bei einem Elternteil lebend ), auch nicht ihre Geschlechtsspezifische Rolle finden
    könnten.

    Aber ich bin ja Misstrauisch wenn ich folgendes
    aus obigem Artikel lese:

    ...Jetzt müsse überprüft werden, ob es eine gesellschaftliche Akzeptanz für die Änderung des Adoptionsrechtes gebe. Daher habe ihr Ministerium nun eine umfassende Studie in Auftrag gegeben. Gesetzliche Barrieren seien bereits ausgeräumt, so Zypries...

    1.Eigentlich geht es ja um das Recht nicht diskriminiert zu werden und nicht um Gesellschaftliche Akzeptanz,(obwohl mir schon klar ist dass diese Akzeptanz notwendig und wichtig ist)Wenn man uns aber nicht lässt,können wir ja nicht beweisen dass wir
    zur Kinderauf/erziehung fähig sind,wie soll sich da Akzeptanz entwickeln ?
    Ausserdem -bei welchen Gesetzen wird sonst schon auf gesellschaftliche Akzeptanz geachtet und vorher umfangreiche Studien gemacht ?

    2.Gesetzliche Barrieren sind bereits ausgeräumt!
    worauf warten die dann noch ? Auf Ergebnisse
    von Umfragen ?

    3.die Ergebnisse der "umfangreichen Studien" lassen sich dann wieder so oder so interpretieren,je nachdem wann und unter welchen Schlagworten die nächste Wahl
    stattfindet bei der man alles versprechen kann und es danach nicht halten muss ,weil ja die gesellschaftliche Akzeptanz und die Ergebnisse der Studien eine Gleichbehandlung nicht zulassen.
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#6 SaschaEhemaliges Profil
  • 05.12.2008, 22:06h
  • Aber bitte nicht, bevor die betreffenden Homo-Paare (und homosexuelle Menschen insgesamt) auch in jeder anderen Hinsicht als vollwertige Bürger mit uneingeschränkt gleichen Rechten anerkannt und behandelt werden.

    Und in diesem Punkt haben die aktuelle wie alle Vorgängerregierungen bekanntermaßen kläglich versagt (zum größten Teil mit voller Absicht).
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#7 SaschaEhemaliges Profil
  • 05.12.2008, 22:28h
  • Antwort auf #5 von Syrius458
  • Das ist die übliche Volksverdummung und Verarschung, die sich die politische Klasse in Deutschland in praktisch allen Politikbereichen erlaubt. Als hätten andere Länder, in denen die Homo-Adoption seit geraumer Zeit selbstverständlich ist, nicht schon längst alle relevanten Fragen in diesem Zusammenhang ausreichend geprüft. Es gibt schließlich auch Länder und Gesellschaften, die etwas aus der deutschen Geschichte gelernt haben.
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#8 HannibalEhemaliges Profil
  • 06.12.2008, 10:42h
  • Die sollten sich lieber mit wichtigen Themen beschäftigen! Z.B. Steuerersparnisse für Homopartnerschaften. Das Adoptionsrecht ist nun wirklich nur interessant für die Minderheit der Minderheit! Ich kenne KEIN einziges schwules Paar, das Bock auf Kinder hätte! Im Gegenteil! Ich bin froh, dass mir sowas erspart bleibt! Son paar Lesben fänden das sicher gut, aber die meisten haben eh schon Kinder, weil sie irgendwann mal "Heten" waren und da eins angesetzt haben, wie es sich für brave Hetenmuttis gehört!
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#9 VolumeProProfil
  • 06.12.2008, 12:28hMönchengladbach
  • Antwort auf #1 von nino89
  • Mit Verlaub gesagt, deine Meinung ist intelektuell sehr flach.

    1. Man kann die CDU absolut nicht mit der NPD vergleichen.

    2. Die GroKa ist nach der Wahl 2005 die einzige Möglichkeit zur Bildung einer Regierung gewesen. Man hat aus staatsmännischer Verantwortung heraus koaliert. Auch wenn Du es nicht gerne hörst, aber es gibt wichtigere Themen als die Entdiskriminierung von Homosexuellen. Immerhin steht unser Land vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen und da muss die Regierung dran arbeiten.
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#10 Der kleine NilsAnonym
  • 06.12.2008, 20:40h
  • Antwort auf #8 von Hannibal
  • Und mit dieser Meinung bist du auch wieder die Minderhei tin der Minderheit....die Mehrheit will Gleichstellung in allen Rechtsbereichen(auch Adoption) plus zusätzlich die Minderheit der Minderheit der Schwulen, die doch Kinder haben wollen. Zusammen bilden diese Gruppen die Mehrheit, womit deine Meinung eine Minderheitsmeinung darstellt...also ist das Adoptionsrecht für die Mehrheit eben doch kein Randthema, das uninteressant ist... es kommt imme rnur auf die Sichtweise an....
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