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Condylome gehören zu den sehr geläufigen Geschlechtskrankheiten bei schwulen Männern. Was kann man gegen die so genannten Feigwarzen tun?

Von Carsten Weidemann

Feigwarzen (oder Condylome) gehören zu den sehr geläufigen Geschlechtskrankheiten. Das Papillomavirus (HPV) wird allerdings oft vom Träger nicht bemerkt. Es werden mittlerweile über 100 verschiedene HPV-Typen unterschieden. Eine Übertragung ist bei Analverkehr oder Rimming möglich. Die Inkubationszeit beträgt vier Wochen bis mehrere Monate. Menschen mit geschwächten Abwehrkräften (zum Beispiel durch HIV-Virus) sind besonders infektionsgefährdet.

Condylome sind im Gegensatz zu anderen Geschlechtskrankheiten wie der Krätze für den Arzt meist leicht zu identifizieren. Um schlecht erkennbare Warzen sichtbar zu machen, hilft die so genannte Essigsäureprobe: Diese wird in verdünnter Form auf die verdächtigen Hautstellen getupft, die sich, wenn es sich um Feigwarzen handelt, nach ein bis zwei Minuten weiß färben.

Feigwarzen zeigen sich als knötchenförmige, blumenkohlartige Warzen am Penis, Hodensack, in der Harnröhre, im Analbereich oder im Dickdarm. Mit der Zeit werden sie immer größer. Juckreiz und Brennen sind die häufigsten Symptome. Manchmal verursachen Feigwarzen allerdings auch keine Beschwerden. Sollten die Symptome zu stark werden, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Feigwarzen zu bekämpfen.

Die chirurgische Warzenentfernung mit Laser oder mit dem Skalpell sind zwei Methoden. Großflächige Warzenfelder können entweder durch Vereisung oder Verbrennen mit einem Elektrokauter in örtlicher oder Vollnarkose abgetragen werden. Nach erfolgter Behandlung besteht ein Risiko von bis zu 40 Prozent, dass die Warzen wieder kommen - nicht so sehr, weil sich der Betroffene neuerlich ansteckt, sondern vielmehr, weil die Viren die Therapie überleben. In ungefähr 20 bis 30 Prozent heilen die Warzen von selbst ab. Wichtig ist, sich auch nach der Therapie in regelmäßigen Abständen untersuchen zu lassen – insbesondere wenn erneut Symptome auftreten.

Mittlerweile wird auch intensiv an einer Impfmöglichkeit gearbeitet: Seit 2007 sind in Europa Impfstoffe zugelassen.



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