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Im italienischen Privatfernsehen hat ein Fußballspieler der dritten Liga in einem Interview anonym erklärt, er habe mit dutzenden Profi-Fußballern, darunter auch Nationalspielern, Sex gegen Geld gehabt.

Insgesamt habe für er seine Dienste von 30 Topspielern eine Bezahlung erhalten, erklärte der Mann in der Sendung "Victory" im Sender La7: "Ich würde sagen, ein Dutzend der Spieler kommen aus der ‚Serie A’ und der Nationalmannschaft – mehrere Male hab ich dabei auch an Gruppensex teilgenommen." Er erhalte von seinen Kunden bis zu 1.500 Euro pro Treffen. Namen nannte der geschäftstüchtige Gigolo allerdings nicht.

"Meine Kunden wissen, dass ich wie sie ein Fußballer bin, aber sie mögen mich, weil ich diskret bin", erklärte der Unbekannte, der während des Interviews einen Kapuzenpullover trug und nur von hinten gefilmt wurde. "Viele von ihnen sind bisexuell, sind verheiratet oder haben eine Freundin. Sie müssen ihr Image wahren und würden daher nie zugeben, schwul zu sein. Zumindest noch nicht jetzt."

Youtube | Interview-Ausschnitt

Dabei sind seine Kunden selbst sehr vorsichtig: So berichtete er von einem Spieler, den er regelmäßig außerhalb Mailands treffe. Die Vereinbarung sei gewesen, dass jegliche sexuelle Aktivität nur in völliger Dunkelheit gemacht werde.

Die meisten Male habe er seine Dienstleistungen in Hotels gleich nach einem Spiel verübt: "Dann haben sie meist zum einzigen Mal Zeit", erklärte der Fußballer-Escort. "Die wollen sich bloß erholen und haben keine Probleme, mich auf den Mund zu küssen. Aber sie haben eine große Angst, dass etwas herauskommt."

In Italien – wie auch im Rest Europas – gibt es bislang noch keinen offen schwulen aktiven Profifußballer. Die Abneigung gegenüber Homosexuellen ist hier in diesem Bereich auch weit verbreitet. So erklärte im April der Ex-Manager von Juventus Turin, dass Fußball nichts für Schwule sei (queer.de berichtete). Anderen Spielern könne ja nicht zugemutet werden, mit Schwulen nackt unter der Dusche zu stehen.

In Deutschland halten sich Homo-Fußballer versteckt: So hat Nationalspieler Philipp Lahm, der wegen homofreundlicher Äußerungen dieses Jahr den Tolerantia-Preis erhalten hat (queer.de berichtete), beim RTL-Jahresrückblick am Wochenende erklärt, er kenne keine schwulen Fußballprofis. (dk)



41 Kommentare

#1 christianAnonym
  • 09.12.2008, 14:46h
  • Ich weiß wirklich nicht , ob es sinnvoll ist, sich an solchem wichtigtuerischen Tratsch zu beteiligen. Wenn man die Verleumdungen eines jeden spinnerten Pinocchio ins Netz stellen wollte, wo kämen wir denn dahin!
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#2 CarstenFfm
  • 09.12.2008, 16:27h
  • 1.500 Euro pro Treffen.

    Wer im Schrank lebt, muss halt teuer bezahlen für Sex.

    Wer nicht im Schrank lebt, geht in die Szene und kriegt umsonst Sex.
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#3 stromboliProfil
  • 09.12.2008, 16:36hberlin
  • Antwort auf #1 von christian
  • dabei kann aus dem langnasigen pinocchoi ein eindeutiger finocchio werden. Womit der tratsch eine gewisse realitätsnähe bekommt...

    finocchio (gemüse) (botanica - culinario) ein synonym für ... omosessuale ... auch in verbindung zum wortspiel culinario und culo ( arsch)Antworten » | Direktlink »
#4 XDAAnonym
  • 09.12.2008, 17:04h
  • Wieso sollten die Fußballer für Gruppensexdienste einen externen bestellen, der sie erpressen könnte und dann auch noch dafür zahlen? So einen Schwachsinn hab ich lange nicht mehr gelesen ... und dass allein 30 ital.Topspieler schwule Sexdienstleistungen eines (nicht etwa verschiedene) Callboys annehmen ist wohl mehr als unwahrscheinlich. Tratschartikel, der mehr den Wunschvorstellungen der Redaktion, als der Realität zu entsprechen scheint.
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#5 MikeyAnonym
  • 09.12.2008, 19:01h
  • Antwort auf #4 von XDA
  • vielleicht hat der Pinnochio ja besondere Qualitäten was ihn so teuer bezahlt macht!!

    und als Fussballer versteht er die Sorgen und Nöte der Nationalspieler und Class A Spieler besser als die Schwuppe von nebenan!!
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#6 yavannahAnonym
  • 09.12.2008, 19:27h
  • Antwort auf #5 von Mikey
  • gottchen, ihr wieder. wenn eine trulla ankommt, heißt es: "boah, skandal". ist es aber ein schwuler mann: "äh, nö, kann doch nicht sein, unmöglich". ihr seid damit keinen deut besser als dieser typ da oben, der gesagt hat, dass es keine schwulen fußballer gibt. schrecklich!
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#7 nino89
  • 09.12.2008, 20:21h
  • Das schwule Fußballer sich nocht outen, ist leider immer noch ein Zeichen für latente Intoleranz in Europas. Hoffe, dass sich das schnellstmöglich ändert, die wollen ja auch frei leben...
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#8 SaschaEhemaliges Profil
  • 09.12.2008, 21:28h
  • Diese widerliche, kranke Verlogenheit ist einfach nur zum Kotzen. Wie gestört muss eine Gesellschaft eigentlich sein, die junge Männer aggressiv aufs Hetero-Sein trimmt (wobei Fußball einer DER Bereiche ist, in denen das besonders drastisch geschieht), damit diese dann auf der anderen Seite ausschließlich "in der Dunkelheit", hinter dem Rücken ihres persönlichen Umfeldes, ihrer Alibi-"Freundin" und der Öffentlichkeit ihre homosexuelle Orientierung ausleben.

    Und wenn ich dann noch dieses dumme, verlogene Geschwätz der Fußball-Obertunte P. Lahm höre, dann sehe ich endgültig rot.

    Wir müssen endlich mit allen legitimen Mitteln gegen diesen kranken, verlogenen Status quo ankämpfen. Und ein kollektives Outing aller Profifußballer, die ein derartiges Doppelleben führen, kann da nur ein (allerdings dringend notwendiger) Anfang sein.
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#9 SaschaEhemaliges Profil
  • 09.12.2008, 22:13h
  • Antwort auf #7 von nino89
  • Das Schlimme ist, dass es dabei ja nicht nur um sie selbst geht, die sich mit ihren Millionen so oder so ein schönes Leben machen können, sondern um die verheerende Botschaft, die sie jungen Männern mit ihrer Selbstverleugnung und Zwangs-Hetero-Show vermitteln.
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#10 yavannahAnonym
  • 09.12.2008, 22:59h
  • Antwort auf #9 von Sascha
  • mein gott, dann jammer' hier nicht immer rum, sondern tu mal aktiv was dagegen. engagierst du dich auch außerhalb dieses forums in irgendeiner art und weise? wahrscheinlich nicht. aber in einer tour jammern, das mag ich.
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