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Der Schlagersänger Pat Boone – eines der großen Teenager-Idole der 50er und 60er Jahre – hat in einem Kommentar auf einer konservativen Nachrichtenseite die Terroristen von Bombay mit Homo-Aktivisten in Kalifornien verglichen. Diese seien nichts anderes als "sexuelle Dschihadisten".

Auf der Seite WorldNetDaily verfasste der 74-Jährige einen Artikel mit der Überschrift: "Hass ist Hass – in Indien oder Amerika". Er beklagt darin zunächst, dass die Terroristen in Bombay, die mehr als 170 unschuldige Menschen töteten, nur ihre Meinung gelten lassen wollen. Dann kommt er auch Amerika zu sprechen, wo Homo-Aktivisten in Kalifornien gegen das Referendum "Proposition 8" auf die Straße gehen, das ihnen vergangenen Monat das Recht auf Ehe genommen hat. Boone: "Sehen Sie nicht, wie schrecklich ähnlich die Ereignisse in Bombay sind mit dem, was sich in diesem Augenblick in unseren Städten abspielt?".

Seit Wochen gibt es in den ganzen USA Demonstrationen gegen das durch ein Referendum bestätigte erneute Verbot der Homo-Ehe (queer.de berichtete). Homo-Gruppen argumentieren, dass ein Volksentscheid nicht die Grundrechte einer Minderheit nehmen dürfe – und gehen daher auch juristisch gegen "Proposition 8" vor.

Youtube | Der Nachrichtensender MSNBC kritisiert die Äußerungen Bonnes

Boone sieht darin offenbar einen rosa Terror-Angriff: "Ich weiß, dass Demonstrationen für homosexuelle ‚Rechte’ nicht den selben Grad an Gewalt erreicht haben, aber ich beziehe mich dabei auf die Wut, die Heftigkeit und die Missachtung von Recht und Ordnung". Die Demonstranten strotzten nur so von "Hass" und wollten eine demokratische Entscheidung einfach so ignorieren, so Boone.

Der Sänger erklärte weiter, dass Schwule ja ohnehin dieselben Rechte wie alle anderen hätten. Ihnen könnten keine Sonderrechte nur wegen ihrer "sexuellen Gepflogenheiten" oder ihrem "Lebensstil" einfordern. Ferner erklärte er, dass in der Vergangenheit Rechte für Frauen und Schwarze - einschließlich der Abschaffung der Sklaverei - nicht durch "gewalttätige Demonstrationen" durchgesetzt worden wären, sondern durch demokratisch im Parlament beschlossene Gesetze.

Am Ende warnt der alternde Schmusesänger noch einmal inständig vor den "sexuellen Dschihadisten": "Was mich so verstört – und was alle denkenden Amerikaner verstören sollte – ist die echte, ungebrochene Verbindung zwischen dschihadistischer Wildheit in Bombay und den hedonistischen, egoisistisch-blinden Zielen und Taktiken unserer einheimischen sexuellen Dschihadisten. Hass ist Hass, es ist egal, wo er ausbricht. Und wenn ihm nicht Einhalt geboten wird, wird er sich steigern in widerwärtige, gewalttätige und zerstörerische Taten."

Boone war insbesondere in den 50ern weltweit ein Star mit Hits wie "Moody River" oder "I Almost Lost My Mind". Er verkaufte über 45 Millionen Alben und spielte zudem noch in zwölf Hollywood-Produktionen mit. Nach dem Ende seiner Gesangskarriere engagierte er sich als Moderator und Kommentator für christlich-konservative TV-Sender. Dort behauptete er unter anderem, dass Evolution "absurd" sei und verurteilte die Demokraten als "unpatriotisch", weil viele gegen den Irakkrieg stimmten. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 alexander
  • 11.12.2008, 06:54h
  • in welchem amerika hat der denn gelebt ?

    die abschaffung der sklaverei, die rechte der schwarzen und frauen sind also alle durch demokratisch, im parlament beschlossene gesetze erreicht worden ????????

    ist schon tragisch, wenn am lebensende nur der amerikanische " way of life" übrigbleibt, ein guter nährboden für christlich, geistigen dünnschiss !
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 11.12.2008, 11:00h
  • Der lebt noch?
    Naja, er hat wohl gemerkt, dass das mehrere dachten und so mal wieder auf sich aufmerksam machen. Alte Hetenmänner hat! Merken nicht, dass sie die Klappe halten sollten wenn die Altersdemenz einsetzt!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.12.2008, 17:38h
  • Eine bodenlose Unverschämtheit, Homoaktivisten mit Terroristen gleichzusetzen und auch noch als "sexuelle Dschihadisten" zu titulieren! Wer verübt denn die meiste Kriminalität? Das sind doch Heten wie Herr Boone eine ist! Man sollte Herrn Boone wegen schwerer Diskriminierung und Volkshetze verklagen !
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#4 MarcAnonym