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Der Präsident der kurdisch-irakischen Provinz hat den Journalisten Adel Hussein begnadigt, der wegen eines Berichtes über Homosexualität zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Adel Hussein war in Irbil im kurdisch kontrollierten Nordirak schuldig gesprochen, weil er mit einem Zeitungsartikel über Homosexualität gegen die öffentliche Ordnung verstoßen habe (queer.de berichtete). Er hatte darin über die körperlichen Auswirkungen von schwulem Sex geschrieben.

Hussein erklärte, er werde in Zukunft nicht mehr über Sex schreiben. Er sagte, der Artikel solle die Leser bilden, nicht für eine bestimmte sexuelle Orientierung werben. "Die kurdische Gesellschaft im Nahen Osten weiß nicht genug über Sexualität – ich biete an, diese Bildungslücke zu schließen", erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur AP. "Die kurdische Gesellschaft ist aber noch sehr in sich geschlossen und kann offene Diskussionen über solche Themen nicht akzeptieren. Deshalb wurde ich verhaftet."

Er zeigte sich erleichtert über seine Freilassung: "Ich bin Arzt, Wissenschaftler und Journalist. Ich habe nicht ins Gefängnis gehört. Das war wirklich eine Tortur", erklärte Hussein.

Der Journalist gehörte zu den 121 Gefangenen, die in den Genuss einer Amnestie durch Präsident Massoud Barzani kamen. Sie wird traditionell anlässlich des islamischen Opferfestes ausgesprochen, dem größten Feiertag der Muslime. (dk)



#1 Tim_ChrisProfil
  • 11.12.2008, 16:25hBremen
  • "Ich habe nicht ins Gefängnis gehört. Das war wirklich eine Tortur"

    Genauso wenig wie die vielen Menschen die, egal mit welchem Bildungs- und Berufsstand, alleine wegen ihrer Homosexualität ins Gefängnis gesperrt und oft noch misshandelt und gefoltert werden.

    Aber was genau hat er denn nun eigentlich geschrieben? Weiß das irgendwer?
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#2 Diz!Anonym
#3 XDAAnonym
  • 11.12.2008, 20:38h
  • Antwort auf #2 von Diz!
  • Also er hat den Artikel für die Zeitschrift "Hawlati" [www.hawlati.info] geschrieben, vielleicht kann ja jemand kurdisch oder arabisch und kann auf deren Website dazu irgendwas finden. Die Redaktion könnte ja auch mal nachforschen ...
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