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Ein Vatikan-Sprecher hat erklärt, dass die katholische Kirche Schwule und Lesben nicht als Kriminelle ansehe - obwohl sie eine UN-Erklärung zur Entkriminalisierung von Homosexualität ablehnt.

"Die Kirche wendet sich gegen Gesetze, die Homosexualität als Straftat definieren", erklärte Jesuiten-Pater Federico Lombardi am Donnerstag bei einer kirchlichen Pressekonferenz im Vatikan. Die Kirche respektiere die Rechte und Würde jedes Menschen und sei gegen "jegliche Diskriminierung auf der Basis von Homosexualität", so Lombardi.

Der Vatikan war zuvor kritisiert worden, weil sich Erzbischof Celestino Migliore, der Beobachter des Heiligen Stuhls, gegen eine Erklärung Frankreichs ausgesprochen hat, die zum Ziel hat, Homosexualität weltweit zu legalisieren (queer.de berichtete). Die Initiative, die Druck etwa auf Staaten ausüben soll, die Schwule hinrichten lassen, wird von allen EU-Mitgliedsstaaten unterstützt. Sie wird nächste Woche in der UN-Vollversammlung präsentiert werden.

Lombardi erklärte nun, Migliore habe sich bei seiner Ablehnung lediglich auf einen Entwurf der Erklärung bezogen. Natürlich habe er sich nicht für die Bestrafung oder Hinrichtung von Homosexuellen ausgesprochen. Nicht jeder, der die (Hetero-)Ehe gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften privilegieren wolle, sei ein Gegner von Menschenrechten, so Lombardi. Erzbischof Migliore hatte argumentiert, dass die UN-Erklärung Staaten, die keine Homo-Ehe eingeführt hätten, an den Pranger stellen würde.

Die Ablehnung der französischen Initiative hat weltweit zu Protesten von Homo- und Menschenrechtsorganisationen geführt. Am Samstag haben Homo-Aktivisten deswegen vor dem Petersplatz demonstriert (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

24 Kommentare

#1 HannibalEhemaliges Profil
#2 alexander
  • 12.12.2008, 10:27h
  • mir kommen die protestantischen tränen, doch so viel diplomatie auf katholischer seite ?
    und das kurz vor weihnachten ?
    aber der spendensäckel muss ja schliesslich auch voll werden.
    und dann noch die vielen armen patenkinder der welt, deren man sich annehmen darf, für 1€ pro monat, ist das nicht putzig ?
    nur wenn man sie adoptieren möchte, sprich rundum ernähren und aufziehen wirds eng, dann fehlen der kirche die 50 cent gebühr, von dem berühmten euro !
    aber doch nett, die aussage, dass schwule nicht kriminell sind, man söllte sich bedanken.
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#3 AxelBerlinAnonym
  • 12.12.2008, 10:54h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • ja, werft euch in den staub, ihr sündigen, unwürdigen und lästerlichen kreaturen und bettelt um die gnade des hl. vaters, dass eure fleischsüchtigen leiber nicht vom höllenfeuer verzehret werden.
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#4 stromboliProfil
#5 maaartinAnonym
  • 12.12.2008, 11:49h
  • Die jahrhundertelange Erfahrung in Propaganda (eine katholische Erfindung zum Kampf gegen den Protestantismus) sind einfach nicht zu toppen. Die Jungs sind gut - eine Sprachregelung finden, die einem trotz dieses neumodischen Anti-Diskriminierungsmists mancher Ländern keinen Ärger bringt und die Taten eine andere Sprache sprechen lassen...

    Haben die ein Glück, dass es kein "du sollst kein scheinheiliges Schwein sein" Gebot auf den Tafeln von Moses gab.
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#6 yavannahAnonym
  • 12.12.2008, 11:53h
  • schade nur, dass die christlichen hassprediger meist ziemlich sexy sind, siehe foto. auch dieser gänsewein oder wie auch immer der heißt ist: zum vernaschen. vielleicht sollte man einfach mal versuchen, diese feschen burschen zu verführen, würde wahrscheinlich sogar klappen. hätte ja auch was tabulos-anrüchiges.
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#7 GerdAnonym
  • 12.12.2008, 12:29h
  • Gut das der Vatikan dies öffentlich klar gestellt hat und für eine Legalisierung von Homosexualität weltweit eintritt.

    "Die Kirche wendet sich gegen Gesetze, die Homosexualität als Straftat definieren", erklärte Jesuiten-Pater Federico Lombardi .

    Das begrüße ich auch ausdrücklich, dass dies der Vatikan so fordert. Schliesslich ist auch im Vatikan kein Strafgesetz gegen Homosexualität vorhanden.

    Warum der Vatikan dann aber die UNO-Erklärung ablehnt, das erschließt sich mir dann nicht. Jetzt hätte ich doch gern einmal den genauen Wortlaut der Erklärung gelesen. Wo findet sich der Text ?
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#8 alexander
  • 12.12.2008, 13:04h
  • #Gerd
    bei aller liebe, wer braucht von uns persönlich die schöntuerei der kirchen oder der religionen, egal welcher coleur ?
    würde man das gottgegebene, persönliche befinden, wie gestalt es auch immer sein mag, respektieren, könnten wir uns die gesamte diskussion ersparen !
    letztlich werden bei uns diese "vereine" vom steuerzahler finanziert, gott weiss warum ?
    also sollten sie sich zufrieden geben mit ihren anhängern und andersdenkende in ruhe lassen.
    aber genau dieser punkt entlarvt ihre absichten, es muss ja mit aller "gewalt" missioniert werden und der alleinseeligmachende anspruch vertreten werden !
    jeder denkende mensch müsste sich doch durch dieses mittelalterische denken diskriminiert fühlen und von diesen "religionsgemeinschaften" abstand nehmen.
    jeder kann an einen, wie auch immer gestalteten gott glauben, ohne diese vereinsmeierei !
    da jeder einigermassen gebildete mensch weiss, welche massaker, kulturenvernichtender art, von diesen "heilsbringern " veranstaltet wurden,
    kann doch nicht mehr mit überzeugung diesen "institutionen" gerecht werden.
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#9 stromboliProfil
#10 VolumeProProfil
  • 12.12.2008, 13:59hMönchengladbach
  • Die Kirche sei gegen "jegliche Diskriminierung auf der Basis von Homosexualität", so sagte es zumindest Pater Lombardi.

    Da stellen sich mir ein paar kleine simple Fragen.

    1. Wenn das so ist, wann werden Schwule und Lesben entdiskriminiert?
    2. Ist dann nicht die Abschaffung der Abschnitte 2357 bis 2359 aus dem Katechismus eine logische Konsequenz?
    3. Wäre dann zumindest die Einführung einer Segnung homosexueller Paare nicht schon überfällig?
    4. Warum wurde der Bezirksdekan von Wetzlar seines Amtes enthoben?
    5. Ist dann nicht Erzbischof Meisner wegen fortgesetzer Diskriminierung seiner Ämter zu entheben oder zumindest zu rügen?
    6. Muss dann nicht die römisch-katholische Kirche bzw. die lateinische Gliedkirche nicht aktiv gegen Diskriminierung z.B. in Osteuropa vorgehen?
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