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In Österreich ist "Lebensmensch" - eine Umschreibung des rasanten Stils Jörg Haiders - zum Wort des Jahres gewählt worden; in Deutschland herrscht dagegen mit "Finanzkrise" Tristesse vor.

Der 27-jährige Stefan Petzner, der als Haiders "Nebenwitwer" gilt, hatte seinen Mentor nach dessen Tod als "meinen Lebensmenschen" bezeichnet - ein Wort, das gerne in allen Medien verwendet wurde, um den Lebenswandel des rechtspopulistischen Politstars zu beschreiben. Petzner ist inzwischen in seiner Partei in Ungnade gefallen (queer.de berichtete), das Wort "Lebensmensch" hat aber eine besondere Karriere gemacht: Es wurde in Österreich zum Wort des Jahres gewählt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit Krocha (deutsch: Kracher) und Wachteleierkoalition (Große Koalition) zwei Worte, die im restlichen deutschsprachigen Raum eher unbekannt sind.

Im Vergleich zu Österreich sind die deutschen Wörter des Jahres eine einzige Beschreibung von Fehlwürfen: Die ersten drei Plätze belegen "Finanzkrise", "verzockt" und "Datenklau". Der optimistische Obama-Spruch "Yes, we can" schaffte es gerade mal auf Platz 10.

Derzeit dauert die Debatte um die vermeintliche Bi- oder Homosexualität Haiders an - und das nicht nur, weil er sich kurz vor seinem Unfalltod in einer Klagefurter Schwulenbar vergnügt hatte. Zuletzt bezeichnete Haiders Witwe die Gerüchte als "pietätlos" und "unerträglich" (queer.de berichtete). (dk)



Haider lebt - 1. April 2021

Peter Kerns schräge Polit-Satire ist jetzt auf DVD erschienen - sie enstand sechs Jahre vor dem tödlichen Unfall des Rechtspopulisten.

17 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.12.2008, 15:57h
  • Lebensmensch - auf so ein Wort können doch nur die Piefkes kommen! Lebemann trifft es da wohl viel besser!
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#2 ErdballgegnerAnonym
#3 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 12.12.2008, 17:43h
  • Antwort auf #2 von Erdballgegner
  • 1.Piefke ist eine Gernegroß, ein Nix mit großer Klappe, einer zum Abwinken. Den Audruck haben die Wiener mal abwertend für die Preußen geprägt und ist im Kommentar Nr. 1 deplaciert.

    2. Von Haider und der Sippschaft um ihn herum ganz und gar abgesehen, ist "Lebensmensch" keine üble Wortschöpfung, und ein "Lebemann" ist allenfalls die schmuddelige abgehalfterte Variante bzw. das Plagiat eines Lebensmenschen.
    Wie gesagt vom unseligen Haider ganz und gar abgesehen, kann man "Lebensmensch" einen Menschen nennen, der das Leben an sich reißt oder ins pralle Leben hinein sich stürzt. Koste es, was es wolle; Mensch nimmt's sich. Don Giovanni war beispielsweise ein Lebensmensch.
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#4 xyAnonym
  • 12.12.2008, 19:04h
  • Ach, so ist "Lebensmensch" gemeint? Ich hatte gedacht, "mein Lebensmensch" heißt soviel wie "das ist der Mann meines Lebens, aber weil ich eine konservative Klemmschwester bin und mein Putzel das ebenfalls ist, traue ich mich nicht, das offen zu sagen, sondern benutze eine etwas schwurbelige Umschreibung wie 'Lebensmensch' (und nein, wir haben wirklich keine rein sexuelle Beziehung, obwohl das Schnackseln natürlich auch immer viel Spaß macht)."
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#5 antos
  • 12.12.2008, 19:46h
  • Über all dem Haider-Petzner-Scheiß bitte den Wortschöpfer nicht vergessen: Thomas Bernhard. Der unter anderem über seine mütterliche Freundin H. Stavianicek schrub: „Aber in Wahrheit wäre ich auch ohne den Paul in diesen Tagen und Wochen und Monaten auf der Baumgartnerhöhe nicht allein gewesen, denn ich hatte ja meinen Lebensmenschen, den nach dem Tod meines Großvaters entscheidenden für mich in Wien, meine Lebensfreundin, der ich nicht nur viel, sondern, offen gesagt, seit dem Augenblick, in welchem sie vor über dreißig Jahren an meiner Seite aufgetaucht ist, mehr oder weniger alles verdanke."

    www.youtube.com/watch?v=kjtu4_6lIlY&feature=related
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#6 xxxxxxxxxxxxxxxAnonym
#7 Berti, aber nicht Bär-tiAnonym
  • 13.12.2008, 14:31h
  • ich hab ja für mich so´n running gag, dass ich beim Wort Leben, immer ein s an der richtigen stelle reinschmuggle. da kommen die witzigsten sachen bei raus, bei zusammensetzungen mit "Leben".
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#8 erdballgegnerAnonym
  • 13.12.2008, 18:18h
  • Antwort auf #5 von antos
  • Meint Taufpate war Hacks !

    immer wieder gut !, sehr gut !, grundlegend !
    geradezu genuin !

    Ohne dieses Vorwissen geht gar nichts;
    auch nicht für die junge jüdische Bourgeoisie in unsrem Land !

    Ein bißchen abstraktionsfähig sollte sie allererdings schon sein, um alte Baupläne in neuen Konstruktionen vielleicht zu erkennen:

    de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lueger

    Hacks Tagtraum:

    Ich möchte gern ein Holperstein
    In einer Pflasterstraße sein
    Ich stell mir vor, ich läge dort
    Jahrhunderte am selben Ort
    Und einer von den Kunsteunuchen
    Aus Medien und Kritik
    Käm beispielsweise Hacks besuchen
    Und bräch sich das Genick

    In der "Weltbühne" schrieb Hacks: "Er (Biermann) hat die Zustimmung von Heinrich Böll. Böll, man kennt ihn, ist drüben der Herbergsvater für dissidierende Wandergesellen. Biermann hat in seinem Bett übernachtet, und ich hoffe, er hat nicht noch Solschenizyns Läuse darin gefunden . . ." Diese Sottise übrigens sucht der interessierte Leser hier vergebens. (FAZ) ...jetzt isse da.....

    Solschenizyn entwickelte sich in Folge zum
    Nationalisten und Anti-Semiten.
    Jetzt aber nicht wegen Biermann.

    nochmal Piefke

    de.wikipedia.org/wiki/Piefke
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#9 RabaukeAnonym
  • 14.12.2008, 12:48h
  • Ich kann dazu nur eines, mit einem unterschwelligen Grinsen sagen:

    "Schreibt die Presse, freut sich der Mensch*g*:).
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#10 antos