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  • 06. Mai 2004, noch kein Kommentar

Eines der herausragenden Ereignisse des diesjährigen Sommers wirft bereits seine Schatten voraus. Kaum wurde das dritte internationale Kulturfestival Sommerblut mit dem Slogan "Kultur hautnah" angekündigt, können sich die Veranstalter bereits über ein Deutschlandweites Medieninteresse freuen. Die überaus illustre Riege von Stars, darunter Georgette Dee und Lilo Wanders, sowie die Schirmherrschaft von Regierungspräsident Jürgen Roters macht neugierig auf ein ausgewogenes Programm, das vor allem dem schwulen Kulturinteressierten viel zu bieten hat.

Sommerblut findet vom 9. Juni bis 17. Juli statt. Das Programm im Rahmen des Kölner Christopher Street Days bietet insgesamt 25 Veranstaltungen, durch eine Partnerschaft mit der Biennale erstmals auch in Bonn. Veranstalter Rolf Emmerich ist dabei wichtig, den Besuchern rund um den CSD neben einer großen Parade und einem Straßenfest auch ein vielfältiges, unterhaltsames und anspruchsvolles Kulturprogramm zu bieten. Das Festival versteht sich jedoch nicht ausschließlich als schwul/lesbische Veranstaltung, sondern gibt einer breiten Anzahl von Künstlern und Gruppen die Gelegenheit ihr buntes Programm zu präsentieren. Dahingehend liegt der Schwerpunkt des Festivals in der Förderung der Teilnahme von internationalen Künstlern, insbesondere aus den EU-Ländern und den Vereinigten Staaten.

Neben bekannten Chanson- und Cabaret-Größen werden Nachwuchs- und weniger etablierte Künstler ihr großes Können unter Beweis stellen. Dabei wird "Vielfalt" groß geschrieben: Désirée Nick und Georgette Dee präsentieren eigens für das Festival neu kreierte Programme, die in dieser Form nachher nicht wieder zu sehen sein werden. Die umstrittene Berlinerin Nick wird dabei die schwul-lesbische Szene aufs Korn nehmen, eben "Desirée hardcore - the best of the best". Chanson-Star Tim Fischer verzaubert das Publikum mit seiner aktuellen Best-Of-Show "Yesterday Once More", bei dem er sich mit seiner Band an das Beste aus seinen Programmen erinnert. Lilo Wanders wird dagegen beweisen, dass in ihr nicht nur die "Wa(h)re Liebe" steckt, sondern auch "Der graue Engel". Sie gibt die genervte Marlene Dietrich und erntete damit bereits bei Auftritten im Vorfeld hervorragende Kritiken.

Daneben präsentieren die Geschwister Pfister ihr Stück "Ursula West - Daughter of Country", eine Art Country-Tragikomödie mit viel Herz und einer ausdrucksstarken, jedoch oft verkannten Musik. Ein weiteres Highlight dürfte das Kommando Rothenberger werden, die ein spritziges Feuerwerk aus Operette, Ganzkörper-Akrobatik und viel charmanten Humor präsentieren. Es verspricht also nicht nur ein heißer, sondern auch ein überaus unterhaltsamer Sommer zu werden. Weitere Informationen können der offiziellen Sommerblut-Homepage entnommen werden. (jg)