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Die Vereinten Nationen haben eine französische Erklärung gegen die Verfolgung von Homosexuellen abgelehnt. Nur 66 von 192 Mitgliedsstaaten unterzeichneten das Dokument.

Zu den Unterstützern gehörte die gesamte Europäische Union, sowie viele süd- und mittelamerikanische Länder wie Brasilien, Argentinien und Kuba und vereinzelt asiatische Staaten wie Japan und Israel. Weitgehend auf Ablehnung stieß das Papier stattdessen bei muslimischen Ländern. So sprachen sich alle arabischen Länder gegen eine Entkriminalisierung von Homosexualität aus. Auch die Supermächte Russland, China und die USA unterschrieben die Erklärung nicht. Die Vereinigten Staaten argumentierten, dass die "Don’t ask, don’t tell"-Regelung im Militär einer Unterstützung im Wege stünde. Diese besagt, dass offen homosexuelle Soldaten nicht dienen dürfen.

Das von Frankreich vorgeschlagene Papier wurde vom argentinischen Botschafter Jorge Argüello bei der UN vorgestellt. Die nicht bindende Erklärung basiert auf der UN-Menschenrechtserklärung aus dem Jahr 1948 und soll sicherstellen, dass alle Menschen, auch Schwule und Lesben, mit gleicher Würde und gleichen Rechten geboren sind. Ein solches Papier zum Schutz von Homosexuellen ist bislang noch nie in die Vereinten Nationen eingebracht worden.

Syrien will Homosexualität ächten – Gefahr der Pädophilie

Ein von Syrien eingebrachter Gegenentwurf, der die Bestrafung von Homosexualität verteidigt, wurde von 58 Staaten unterstützt. Der syrische Botschafter Abdullah al-Hallaq erklärte, die arabische Welt sei "beunruhigt, dass das Augenmerk auf bestimmte Personen aufgrund deren sexuellen Interessen und Verhaltensweisen gelegt wird, aber dass die Intoleranz und Diskriminierung auf Basis der Hautfarbe, der Rasse, des Geschlechtes oder der Religion" ignoriert werde. Er warnte davor, dass Homosexualität in der nahen Zukunft "sozial anerkannt" werden könne und "viele bedauerliche Taten legitimieren könnte, darunter auch Pädophilie."

Derzeit verbieten nach Angaben der Homo-Gruppe ILGA 77 Staaten Homosexualität. In sieben Ländern werden Schwule hingerichtet. (dk)



42 Kommentare

#1 goddamned liberalAnonym
  • 19.12.2008, 10:31h
  • Die Liste der Unzeichnerländer sollte man u. a. für Reiseentscheidungen berücksichtigen.

    Jetzt ist jedenfalls klar, wer Freund und Feind ist.

    Auch für diejenigen in diesem Forum, die Israel gerne bemäkeln und die USA gerne überschätzen, ist die UN-Initiative ein wichtiger Denkanstoß...

    Auch unter Obama, der einen homophoben Evangelikalen sein Antrittsgebet sprechen läßt, werden die Fortschritte nur graduell sein. Man kann froh sein, wenn der Rechtsstandard in den USA nach seiner Amtszeit deutsches oder französisches Niveau erreicht hat. Wer von skandinavischen Verhältnissen ausgeht, ist ein Träumer...

    P. S. Auch über die kubanische Kehrtwende kann man sich nur freuen....
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#2 GerdAnonym
  • 19.12.2008, 11:06h
  • Es ist sehr erfreulich, dass dieses Thema überhaupt auf die Tagesordnung der UNO erstmals gelangt ist. Das ist homopolitisch ein historischer Durchbruch. Endlich ist dieses Thema in der UNO angekommen.

    Sehr schön zu wissen ist, dass sämtliche Staaten der EU die Initiative Frankreichs unterstützt haben und das insbesondere viele mittel- und südamerikanische Staaten unterzeichnet haben.

    Aber auch auf UNO-Ebene erkennt man, dass dies Thema in vielen Drittweltstaaten ungelöst ist und immer noch tabuisiert wird. Hinzu kommt das Verhalten islamisch dominierter Staaten, die daraus "einen Kulturkampf" initiieren wollen, wobei doch gerade insbesondere in islamisch geprägten Gebieten eine umfangreiche, kulturelle Geschichte des homosexuellen Lebens in der Vergangenheit bestanden hat.

    Der heutige, staatlich gesteuerte Islam aber ist leider zunehmend homophob politisiert und instrumentalisiert, was sehr zu bedauern ist.

    Fazit aber ist, auch wenn die Erklärung keine Mehrheit erlangt hat, so ist das Einbringen und Unterschreiben durch 66 Staaten bereits als ein großer Erfolg zu werten, insbesondere da viele bedeutende Industriestaaten unterzeichnet haben.
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#3 bastapapsta
  • 19.12.2008, 12:44h
  • Der Vatikanstaat ist einfach nur eine KRANKHEIT von Neurotikern, welche sich verbündet. Die RATTEN haben mal wieder die Überhand. Nichts des desto trotz werden wir sie irgendwann alle VERGIFTEN !

    Am Schlimmsten, sind die Leute, die dem Papst in den Arsch kriechen, wie die Schnacksel Else Gloria von Thurn und Taxis, welche ind der ARD homophobe Parolen verbreitet und Auma Obama wegen ihrer Hautfarbe beleidigt hat.

    Daher ist Euere Mithilfe angesagt, dass Sie kommenden Dienstag nicht mehr auftreten kann.
    Folgende Standard e- mail könnt Ihr kopieren und an die Beiden e- mail Addys Senden:

    Empfängeradressen:
    ARD:
    info@DasErste.de

    Maischberger:
    info@pool-position.net

    e-mail zum Kopieren & Versenden:

    "Sehr geherte Frau Maischberger,

    ich rate ihnen dringend davon ab, am Dienstag sowie in Zukunft Frau Von Thurn Und Taxis
    für ihre feindseligen Äusserungen ein Forum zu bieten, sprich Frau VonThurn Und Taxis nicht mehr in Ihre Sendung zu lassen. Die feindlichen Äusserungen und Beleidigungen, welche sie gegenüber Auma Obama tätigte, müssen unterbunden werden. Es darf nicht sein, dass Deutschland durch solche peinlichen Auftritte
    einen solch international schlechten Ruf bekommt. Deutschland besteht aus Menschen mit mehreren Einstellungen und nicht nur denjenigen intolleranten Einstellungen, wie Von Thurn Und Taxis sie vertritt.
    Es ist eine Farce, dass diese immer wieder ohne jemand gegenübersitzen zu haben, der gegenargumentiertihre Beleidigungen kundtut. Dass darf in einem öffentlich rechtlich finanzierten Fernsehsender so nicht stattfinden,
    wo die Bürger verpflichtet sind diese Rundfunkgebühren zu bezahlen. Bezugnehmend auf die homophoben, diskriminierenden Äusserungen die sie in Ihrer Sendung tätigte, wäre evtl. zu prüfen, ob Von Thurn Und Taxis sich hiermit strafbar gemacht hat. Wenn Sie da sie jetzt über diesen Umstand involviert sind am kommenden Dienstag Von Thurn Und Taxis in Ihrer Sendung trotzdem auftreten lassen,
    werden eventuell bestimmte Organisationen auch gegen Sie Strafanzeige erstatten.
    Des weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass es mittlerweile einige Schwulen und Lesbenverbände sowie Parteien gibt, welche dafür sorgen werden, dass auch Sie hierführ angemessene Sanktionen erhalten. Daher rate ich ihnen mit Nachdruck, Frau Thurn und Taxis am Dienstag und auch zukünftig nicht mehr auftreten zu lassen. Es könnten für Sie Nachteile für Ihr Image, für ihre Sendung und strafrechtliche Folgen daraus entstehen.

    Mit freundlichen Grüssen"

    Schreibt am Besten auch die Konkurrenz ( RTL ) an.

    Addy:
    angebote@rtl.de
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#4 ManniProfil
  • 19.12.2008, 13:01hGelnhausen
  • Leute, schaut euch die Liste der Ablehner-Länder an und überlegt euch gut, wo ihr eure Urlaubskohle hintragt !!!
    Tja USA... "Don't ask - don't tell" was für ein Schwachsinn !!!!!!
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#5 SaschaEhemaliges Profil
  • 19.12.2008, 13:35h
  • Antwort auf #1 von goddamned liberal
  • Vielleicht warten wir einfach mal ab, was Barack Obama in Sachen Homo-Rechten alles bewegen wird, bevor wir jetzt schon finale Urteile abgeben und Beleidigungen wie "Penner" etc. austeilen?! Es ist mir natürlich klar, dass Obamas Hautfarbe die Hemmschwelle für solche Beleidigungen bei einigen Leuten gewaltig sinken lässt.

    Sein Wahlprogramm jedenfalls ging deutlich über das hinaus, was du als "französischen oder deutschen Standard" bezeichnest. Gleiches gilt für Obamas unmissverständliches und deutliches Bekenntnis zu uneingeschränkt gleichen Rechten für Homosexuelle bei nahezu jedem öffentlichen Auftritt. Allein das ging schon deutlich über den von dir gepriesenen Standard hinaus, oder besser: Vergleichbares habe ich bislang von keinem führenden Spitzenpolitiker weltweit gesehen. Und das, nachdem die politischen Gegner der Demokraten in den USA bei den vorigen Wahlen immer auch mit ihrer Homo-Hetze Stimmung gegen den demokratischen Kandidaten gemacht hatten!
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#6 BenedictusAnonym
  • 19.12.2008, 13:37h
  • "Er warnte davor, dass Homosexualität in der nahen Zukunft "sozial anerkannt" werden könne und "viele bedauerliche Taten legitimieren könnte, darunter auch Pädophilie.""

    Also über solche Aussagen rege ich mich immer wieder auf, insbesondere bei dem Hintergrund, dass ja wohl weltweit tendentiell mehr minderjährige "Mädchen" als Jungen missbraucht werden. Demnach sind die Täter in der Mehrheit ja wohl eindeutig heterosexuell. Verkehrung der Tatsachen. Aber egal!

    So ein A*loch
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#7 AxelBerlinAnonym
  • 19.12.2008, 14:03h
  • Antwort auf #3 von bastapapsta
  • mein lieber bastapapsta, so lange leute wie du nicht klipp und klar alle übeltäter, auch die islamischen staaten beim namen nennen, möchte ich mich von gemeinsamen aktionen mit dir distanzieren.
    ich sage es nochmals in aller deutlichkeit: ich hasse den ratzinger, aber er ist mir lieber als leute, welche mich aufknüpfen und mir das reden verbieten.
    diskussionen bilden in der zivilsierten gesellschaft die grundlage von auseinandersetzungen.
    es ist undemokratisch, sie zu verbieten.
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#8 TimAnonym
#9 gatopardo
  • 19.12.2008, 14:54h
  • Nun lernen wir leider wieder einmal daraus, dass es mit Muslimen noch weniger Dialog geben kann als mit dem Vatikan. Wollen wir uns besser keinen Illusionen mehr hingeben,dass es zu irgendeiner Anerkennung unserer Menschenrechte ja nicht einmal in gemässigten islamischen Ländern geben wird. Erstaunlich allerdings die einhellige Annahme der franz.Erklärung aller 27 EU-Staaten einschliesslich ultrakatholischer Schlusslichter wie Polen,Italien oder Irland.
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#10 SaschaEhemaliges Profil
  • 19.12.2008, 15:03h
  • Antwort auf #8 von Tim
  • Nein, da hast du mich - erwartungsgemäß - nicht richtig verstanden!

    Ich finde es lediglich sehr auffällig, dass jemand wie Obama nach einem Wahlkampf, bei dem er so deutlich für Homo-Rechte eingetreten ist wie kaum ein anderer, jetzt von einigen Leuten noch vor Amtseintritt so dümmlich beleidigt wird, wie ich das bei anderen Politikern seltsamerweise noch nie erlebt habe.

    Warum fangt ihr nicht mal bei praktisch allen deutschen Spitzenpolitikern an, die - teils schon seit Jahren in Amt und Würden - nicht ein einziges Mal ein so deutliches Plädoyer für Toleranz, Respekt und Gleichberechtigung geliefert geschweige denn konkrete Maßnahmen ergriffen haben, wie Obama das in seiner politischen Laufbahn konsequent und jetzt im Wahlkampf in unzähligen nationalen Auftritten getan hat!

    Man darf sich schon fragen, warum hier mit zweierlei Maß gemessen und jemandem Respekt verwehrt wird, der uns gegenüber soviel Respekt und Engagement gezeigt hat wie nur wenige andere Politiker!
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