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Der designierte US-Präsident enttäuscht seine schwulen und lesbischen Anhänger: Barack Obama lässt bei seiner Amtseinführung Mitte Januar den evangelikalen Pfarrer Rick Warren predigen, der sich wiederholt politisch gegen Homo-Rechte eingesetzt hat. Schwul-lesbische Gruppen bemängeln auch, dass Obama keinen offen Homosexuellen in sein Kabinett berufen hat.

Warren ist der Chef der Saddleback Church im kalifornischen Lake Forest, eine der größten so genannten "Mega-Kirchen" des Landes. Er war während des Wahlkampfes einer der lautstärksten Befürworter des Ehe-Verbotes für Schwule und Lesben. Kalifornien hat in einem Referendum im November die bereits legalisierte Ehe für gleichgeschlechtliche Paare wieder verboten (queer.de berichtete). Damals erklärte Warren: "Es ist nicht notwendig, die universelle, historische Definition der Ehe zu ändern, nur um zwei Prozent der Bevölkerung zu besänftigen". In Interviews verglich er die Homo-Ehe mit der Ehe zwischen einem Erwachsenen und einem Kind.

Homo-Aktivisten zeigten sich tief enttäuscht von der Wahl Obamas. In einem Brief an den designierten Präsidenten schrieb Joe Solomonese, Chef der Human Rights Campaign: "Uns hat beeindruckt, wie Sie religiöse Anführer aufgefordert haben, Rassismus und Homophobie zu bekämpfen… Aber wir können nicht verstehen, warum einer der Architekten und Anführer der schwulen- und lesbenfeindlichen Agenda eine so große Rolle in ihrer historischen Nominierung erhält." Solomonese forderte Obama auf, Warren wieder auszuladen.

Auch viele andere Menschenrechtsorganisationen zeigten sich entsetzt über die Entscheidung des neuen Präsidenten, Warren einzuladen. So zitierten Frauengruppen Aussagen Warrens, in denen er Abtreibung mit dem Holocaust vergleicht.

Youtube | Bericht über Rick Warren auf CNN

Obama hat bereits im Vorwahlkampf für Entrüstung unter Homo-Aktivisten gesorgt, als er den Gospel-Sänger Donnie McClurkin in seinen Wahlkampf einspannte (queer.de berichtete). McClurkin gehört der Ex-Gay-Bewegung an; er behauptet, früher einmal schwul gewesen zu sein, aber diese Gefühle überwunden zu haben. Nun zieht er durchs Land und versucht Homosexuelle davon zu überzeugen, ein heterosexuelles Leben zu führen. Im Vorwahlkampf hat die große Mehrheit von Schwulen und Lesben Hillary Clinton unterstützt, die jetzt Außenministerin unter Obama wird.

Schwul-lesbische Aktivisten zeigten sich auch davon enttäuscht, dass Obama keinen Schwulen oder keine Lesbe in sein Kabinett berufen hat. Zuletzt hatte es etwa Spekulationen gegeben, dass die Lesbe Mary Beth Maxwell das Arbeitsministerium übernehmen wird. Obama entschied sich aber anders. "Der designierte Präsident hat viel darüber gesprochen, Amerika zu erneuern. Aber scheint er doch nicht so viel erneuern zu wollen, dass er schwule oder lesbische Menschen in sein Kabinett beruft", erklärte Chuck Wolfe vom Gay & Lesbian Victory Fund. Die Organisation unterstützt offen homosexuelle Kandidaten im Wahlkampf. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

62 Kommentare

#1 yavannahAnonym
  • 19.12.2008, 11:23h
  • penner, er hat alle wähler verarscht - fängt ja schon gut an. wo ist der homo-heiland, den bestimmte user hier immer angekündigt haben?!?
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#2 yavannahAnonym
#3 AxelBerlinAnonym
#4 Syrius458Ehemaliges Profil
  • 19.12.2008, 11:42h
  • Man wünscht sich ja schon etwas eindeutigere
    positive Aussagen Obama s zu Rechten von sexuell anders orientierten Menschen.Mit seinem ehemals vetrauten Geistlichen hatte er ja auch Probleme
    und nach kurzem Zögern der Kritik den Wind aus den Segeln genommen.Jetzt kommt es darauf an,ob es den, für die Menschenrechte engagierten Gruppen gelingt, schnell genug Wind zu machen.
    Warten wir mal ab ob er das dann kontrollieren kann.
    Übrigens...Gut das die Neandertaler und Chromangons noch nichts von der
    " universellen historischen Definition der Ehe " wussten. Sonst wäre die Entwicklung der Menschheit wohl langsamer verlaufen.
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#5 alexander
  • 19.12.2008, 12:38h
  • na das fängt ja gut an !
    nun sind die kreuzchen gemacht und schon scheint das zurückrudern auf der agenda zu stehen.
    hoffentlich nur obamas strategie um seine hausmacht zu stärken, bevor es losgeht ?
    auf jeden fall ein völlig falsches signal, selbst ein noch so amerikanischer präsident kann diese megakirchlichen teufelsaustreiber nicht ernst nehmen, ohne sich im vorfeld schon unglaubwürdig zu machen !
    man kan es garnicht oft genug wiederholen, WEHRET DEN ANFÄNGEN !!!!!
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#6 dummfugAnonym
  • 19.12.2008, 12:53h
  • Wie heißt es doch so schön:

    Es wird nie soviel gelogen wie
    vor der Wahl,
    während des Sex
    und nach dem Krieg.

    Was sich immer wieder bewahrheitet.
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#7 SaschaEhemaliges Profil
  • 19.12.2008, 12:59h
  • Antwort auf #1 von yavannah
  • Jetzt sei gefälligst mal etwas vorsichtiger in deiner Wortwahl. Du hast ja bereits mehrfach offenbart, dass du vor Obama wegen seiner Hautfarbe null Respekt hast bzw. dass er als der Präsidentschaftskandidat, der sich auch im weltweiten Vergleich schon im Wahlkampf bei jedem Auftritt so deutlich und offen für die Belange von homosexuellen Menschen eingesetzt hat wie kaum ein anderer, wegen seiner Hautfarbe für dich immer noch vieeel zu wenig getan hat. Man darf sich jedenfalls wundern, warum du deutsche und andere Spitzenpolitiker, die jahrelang nicht einen Finger für Homo-Rechte gerührt geschweige denn bei nationalen Fernsehauftritten immer und immer wieder Homo-Rechte verteidigt haben, nicht auch als "Penner" beleidigst.

    Daher würde ich mir auch bei der aktuellen Debatte zunächst einmal in Ruhe anhören, was Obama selbst gestern auf einer Pressekonferenz zu diesem Thema gesagt hat. Eine solche Aussage und inhaltlich eindeutige Positionierung (!) möchte ich mal von einem deutschen Spitzenpolitiker hören. Barack Obama ist offensichtlich jemand, der weiß, wie er auch mit seinen politischen Gegnern umzugehen hat, um ihnen bei ihren Bestrebungen der Spaltung der Gesellschaft letzten Endes den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Mann ist zweifellos weiser und intelligenter als die allermeisten anderen (sonst wäre er auch kaum in die Position gekommen, in der er sich jetzt befindet):

    www.youtube.com/watch?v=syIEoSIJHis&eurl=http://thecorner.ty
    pepad.com/bc/2008/12/rick-warren-invocation-at-obama-inaugur
    ation.html
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#8 bastapapsta
  • 19.12.2008, 13:00h
  • Was wollt ihr von christlichen Geistlichen anders erwarten, solche Leute wie dieser Pfarrer, gehören in der Regel auch TheCall an. TheCall ist eine evangelikale Gruppe, welche zum Krieg aufruft.

    Auch der Vatikan wird aich über die, wenn auch evangelikalen Hasspredigten freuen. Desto schlimmer ist es, dass hier in Deutschland eine fanatische Fürstin, welche dem Papst in den Arsch kriecht in der ARD immer wieder ein Forum für Ihre feindseligen und homophoben Parolen geboten bekommt. Damit dies ein Ende nimmt, ist Euere Mithilfe angesagt !

    Ihr könnt auch gerne meine, an die ARD und Maischberger geschriebene e-mail kopieren. Diese habe ich als Standard e-mail verfasst :

    "Sehr geherte Frau Maischberger,

    ich rate ihnen dringend davon ab, am Dienstag sowie in Zukunft Frau Von Thurn Und Taxis
    für ihre feindseligen Äusserungen ein Forum zu bieten, sprich Frau VonThurn Und Taxis nicht mehr in Ihre Sendung zu lassen. Die feindlichen Äusserungen und Beleidigungen, welche sie gegenüber Auma Obama tätigte, müssen unterbunden werden. Es darf nicht sein, dass Deutschland durch solche peinlichen Auftritte
    einen solch international schlechten Ruf bekommt. Deutschland besteht aus Menschen mit mehreren Einstellungen und nicht nur denjenigen intolleranten Einstellungen, wie Von Thurn Und Taxis sie vertritt.
    Es ist eine Farce, dass diese immer wieder ohne jemand gegenübersitzen zu haben, der gegenargumentiertihre Beleidigungen kundtut. Dass darf in einem öffentlich rechtlich finanzierten Fernsehsender so nicht stattfinden,
    wo die Bürger verpflichtet sind diese Rundfunkgebühren zu bezahlen. Bezugnehmend auf die homophoben, diskriminierenden Äusserungen die sie in Ihrer Sendung tätigte, wäre evtl. zu prüfen, ob Von Thurn Und Taxis sich hiermit strafbar gemacht hat. Wenn Sie da sie jetzt über diesen Umstand involviert sind am kommenden Dienstag Von Thurn Und Taxis in Ihrer Sendung trotzdem auftreten lassen,
    werden eventuell bestimmte Organisationen auch gegen Sie Strafanzeige erstatten.
    Des weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass es mittlerweile einige Schwulen und Lesbenverbände sowie Parteien gibt, welche dafür sorgen werden, dass auch Sie hierführ angemessene Sanktionen erhalten. Daher rate ich ihnen mit Nachdruck, Frau Thurn und Taxis am Dienstag und auch zukünftig nicht mehr auftreten zu lassen. Es könnten für Sie Nachteile für Ihr Image, für ihre Sendung und strafrechtliche Folgen daraus entstehen.

    Mit freundlichen Grüssen"

    Bitte schreibt auch die Konkurrenz ( RTL an )

    e-mail Addy:

    angebote@rtl.de
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#9 predigerAnonym
  • 19.12.2008, 13:09h
  • gucken wir doch mal, was warren so sagt:

    >"For 5,000 years, EVERY culture and EVERY religion -- not just Christianity -- has defined marriage as a contract between men and women."

    bullshit. es gab und gibt haufenweise kulturen, die auch verschiedene "queere" ehen zulassen. warren hat null ahnung oder er lügt bewusst.

    >"There is no reason to change the universal, historical definition of marriage to appease 2% of our population."

    entweder ist eine definition universell oder historisch - da muss man sich schon entscheiden. wie kommt er auf 2%? und seit wann sind bürgerrechte von der prozentzahl abhängig?

    >"This [gay marriage] is not a political issue, it is a moral issue that God has spoken clearly about."

    das ist der eigentliche hammer. hier stört mich nicht mal so sehr seine ablehnung der homo-ehe, sondern die zumutung, es könne überhaupt sozialpolitische fragen geben, die NICHT politischen prozessen unterlägen, sondern an der einseitigen auslegung eines jahrhundertealten religösen textes zu orientieren seien. politik darf niemals wieder dem ideologischen wahn irgendwelcher menschen unterliegen, die sich einbilden, "gottes stimme" zu kennen.

    warren entlarvt sich hier als jemand, der den grundgedanken der demokratie negiert. dass jemand mit einem solchen politikverständnis die amtseinführung mitgestaltet, finde ich extrem bedenklich.
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#10 Super MarioAnonym
  • 19.12.2008, 13:11h
  • Antwort auf #4 von Syrius458
  • "Übrigens...Gut das die Neandertaler und Chromangons noch nichts von der
    " universellen historischen Definition der Ehe " wussten."

    Und wie ist das erst bei Zivilisationen auf anderen Planeten, ob die wohl auch von der "universellen historischen Definition der Ehe" wissen.
    Und ob die wohl auch Jahwe für den wahren Gott des Universums halten. Wir können uns ja noch nicht mal auf diesem Planeten auf Jahwe als wahren Gott einigen.
    Bin immer wieder amüsiert und auch schockiert über soviel Naivität wenn Religiöse ihre universellen Wahrheitsansprüche verkünden.
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