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Am 1. Weihnachtstag starb die Schwulenikone, die so sexy schnurren konnte. Eartha Kitt erlag mit 81 Jahren einem Krebsleiden.

Von Carsten Weidemann

So richtig aufmerksam auf das Schnurren von Eartha Kitt wurde die Community erst Anfang der achtziger Jahre. Mit ihrem rollendem "R", und ihrem sexy gehauchten "Where Is My Man" eroberte sie die Herzen der Männer in den Schwulenclubs. Und mit "I Love Men" lagen wir ihr erst recht zu Füßen. Sie hatte uns mit ihrem Comeback den Disco-Sound zum Coming Out verschafft. Die britische Homo-Popband Bronski Beat produzierte mit ihr den Hit "Cha Cha Heels", und das Kölner Schwulenzentrum SCHULZ lud sie sogar zum Konzert in die Domstadt. Das war zwar ein finanzielles Desaster, zeigte aber die Begeisterung, die der Diva, die zu diesem Zeitpunkt schon über 30 Jahre im Showbiz war, entgegengebracht wurde.

Bereits als Kind träumte die 1927 in South Carolina geborene Eartha Mae Keith von einer Karriere als Künstlerin. Sie fiel durch ihr Talent als Tänzerin und Sängerin auf. Doch erst Anfang der Fünfziger Jahre gelang ihr der Durchbruch durch Auftritte in Spielfilmen und Broadway-Musicals. Vor allem zwei ihrer Songs haben Weltruhm erreicht: "C'est si bon" und "Uska Dara". Und ihre unvergessliche Interpretation des Weihnachtshits "Santa Baby" hören wir jedes Jahr im Radio.

Eartha gab sich stets sexy, als Frau, die Männer um den Finger wickeln kann. Deshalb bot man ihr auch die Rolle der Catwoman in der TV-Serie Batman an. Seitdem ist sie das verführerisch schnurrende Kätzchen. Andere Künstlerinnen nahmen sie als Vorbild wie Diana Ross und sogar Madonna, die einmal anerkennend meinte, Eartha sei das "Original Material Girl".

Eartha hatte Darmkrebs und dennoch zeigte sie bis zuletzt als Powerfrau, der die (schwulen) Männer die Füße küssten, wie das folgende YouTube-Video eines Auftritts für ein Benefizkonzert zeigt. Am 25. Dezember 2008 starb sie in New York.

Youtube | Eartha Kitt singt "Love for sale" bei einem Benefizkonzert



28 Kommentare

#1 AnsakAnonym
  • 26.12.2008, 21:39h
  • ...nicht zu vergessen. dass sich Eartha einige Male kritisch zum Vietnamkrieg geäußert hat und deshalb in USA u.a. von den Fernsehanstalten über viele Jahre boykottiert wurde. Erst Jahrzehnete später konnte sie wieder ein Comeback feiern.
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#2 apfelmaikProfil
#3 HannibalEhemaliges Profil
#4 seb1983
  • 27.12.2008, 01:12h
  • Auch wenn die Dame nach kurzem googeln eindeutig Qulitäten hatte zeigt sich doch mal wieder warum sich Szenebars und Partys leeren: Meine Mutter kennt Eatha Kitt, aber mir und den meisten anderen jungen Schwulen sagt sie nichts. Ein Schicksal dass sie mit Streisand und Co teilt. Time goes on.
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#5 HannibalEhemaliges Profil
#7 alexander
  • 27.12.2008, 14:04h
  • eine wunderbare künstlerin, habe sie persönlich auf der bühne erlebt, sie gastierte ende der siebziger bei den stachelschweinen in berlin, vor ihrem "discocomeback" !
    richtig, die zeit geht weiter, leider stirbt damit auch die garde der alten topkünstler, die ihren "liveakt" noch angetüdelt "rübergebracht" haben, wieder ein stück mehr aus.
    eartha mit champagnerflasche und kelch am "geflügel" war ein erlebnis, nach der 15. zugabe !
    im gegensatz zum plastikamüsement ohne ausstrahlung ! der heutige unterhaltungsmüll, ich spreche von varieté im weitesten sinne, interessiert doch keinen wirklich ?
    oder gibt er freitreppen und glamour in darkrooms ?
    wir werden sie sehr vermissen !
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#8 seb1983
  • 27.12.2008, 18:39h
  • Antwort auf #5 von Hannibal
  • Die Revolution frisst ihre Kinder

    Wer hätte vor 30 Jahren geahnt dass diese Worte mal von einem Schwulen kommen könnten, den neuen Konservativen haha. Da solltest du wohl mal mit meinen Eltern über ihre Erziehungsfehler bei mir reden
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#9 gatopardo
  • 27.12.2008, 23:38h
  • Antwort auf #6 von antos
  • Diese herrliche türkische Überraschung von "That bad Eartha" ist Dir gelungen ! Die Einschläge kommen näher und die noch lebenden grossartigen Mythen unserer Jugend werden immer weniger. Ob die bereits von @alexander angedeutete gegenwärtige Plastik- Techno-Ära noch solche Grössen hervorbringt, können wir erst beurteilen, wenn wir selber im Himmel sind.
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#10 HannibalEhemaliges Profil