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Seit Weihnachten im Kino: Die opulente Verfilmung des Literaturklassikers von Thomas Mann. Mit dabei unter anderem: August Diehl, Armin Mueller-Stahl und Mark Waschke.

Von Carsten Weidemann

Bundespräsidenten gehen selten ins Kino, und wenn sie es dann doch mal tun, wird es sicherlich nicht der neue James Bond-Thriller sein, den sie mit ihrem Besuch ehren. Es muss schon ein urdeutscher Stoff mit Weltruhm sein. Bundespräsident Horst Köhler feierte auf jeden Fall am 16. Dezember die Welturaufführung von Heinrich Breloers "Buddenbrooks" in der Essener Lichtburg, gemeinsam mit Schauspielern und den Filmemachern.

Über 240.000 Besucher in 238 Kinos wollten bereits die opulente Verfilmung eines der bedeutendsten Romane der Weltliteratur am Weihnachtswochenende auf der großen Leinwand sehen. Dies entspricht einem Schnitt von mehr als 1.000 Besuchern pro Kopie - der zweitbeste Kopienschnitt eines deutschen Films am Startwochenende im Jahr 2008.

Mit seinem hochkarätigen Darstellerensemble um Armin Mueller-Stahl, Jessica Schwarz, August Diehl, Mark Waschke und Iris Berben hat Regisseur Heinrich Breloer den gleichnamigen Roman von Thomas Mann als bewegenden Film über den Aufstieg und Fall einer deutschen Familie an der Zeitenwende zur Moderne auf die Leinwand gebracht. Breloer kennt sich bestens aus mit Thomas Mann und seinen Romanen. Bereits 1984 produzierte er einen ersten Dokumentarfilm über den schwulen Sohn und Autoren Klaus Mann. 2001 folgte der aufsehenerregende Dreiteiler "Die Manns – Ein Jahrhundertroman".

Die Story: Lübeck – in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die Freie und Hansestadt ist umtriebiger Marktplatz und stolze Kulisse für den Handel wohlhabender Bürger. Vom Aufschwung der sich öffnenden Märkte profitiert eine der führenden Kaufmannsfamilien der Stadt: die Buddenbrooks bauen mit glücklicher Hand im Getreidehandel über mehrere Generationen ein Imperium auf. Konsul Jean Buddenbrook (Armin Mueller-Stahl) und seine Frau, Konsulin Bethsy (Iris Berben), haben alles erreicht, was ihnen ins Familienstammbuch geschrieben war: In ihrem Universum ist das Private mit dem Geschäftlichen untrennbar verbunden, sind Familie und Firma eins, gesellschaftliche Anerkennung und Pflichterfüllung alles. Persönliche Bedürfnisse treten hinter den sozialen Status zurück. In diesem Sinne erziehen die Buddenbrooks auch ihre drei Kinder, Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Antonie Buddenbrook (Jessica Schwarz). Von den Söhnen wird das Erlernen des Kaufmannsberufs und seine Ausübung zum Wohle der Firma erwartet, für Tochter Tony ist eine standesgemäße Ehe vorgesehen: Die Lebenswege der drei Buddenbrook-Erben sind genau vorgezeichnet. Doch es kommt anders. Soziale Verwerfungen und individuelle Lebenskonzepte rütteln an den Grundfesten der Familie.

Voller Opulenz und mit universellen Themen von erstaunlicher Aktualität erlebt der Zuschauer mit den Buddenbrooks den Überlebenskampf einer Familie in einer sich verändernden Zeit - und findet sich selbst wieder, im Ringen um gesellschaftliche Anerkennung und Liebe, im Streben nach privatem Glück in einer härter werdenden Geschäftswelt.

Youtube | Trailer zum Film
Galerie:
Die Buddenbrooks
8 Bilder


#1 bananasEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 15:35h
  • Leider wir der Film in fast allen Kritiken "zerissen". Hier ein paar Auszüge:

    "...Spritzig, frisch, wunderbar neurotisch muss das Familienleben gewesen sein. So zeigt es zumindest Dr. Heinrich Breloer in seinem TV-Dreiteiler "Die Manns", jenem hervorragenden, aufwendigen Dokudrama aus dem Jahr 2001, das aus Zeitzeugen-Interviews, Erinnerungen und Spielszenen zusammengesetzt ist. Doch was Breloer in der realen Geschichte der Literatur-Familie so gut gelang, nämlich unterhaltend zu sein, fesselnd und auch witzig, misslingt ihm in der fiktiven: Seine "Buddenbrooks" sind gut abgehangenes bürgerliches Bildungskino, das schlimmste Erinnerungen an die langweiligsten Deutschstunden der Jugend hervorruft."

    home-entertainment.magnus.de/kino-dvds/artikel/kino-kritik-b
    uddenbrooks.html


    "...Soweit zur Geschichte. Das alles ist mit viel Aufwand an Detailtreue gedreht. Auch die Ausstattung ist pompös. Doch darüber hat man die politische Seite dieser Familiengeschichte total beiseitegelassen und somit den Kern des Romans verfälscht. Was bleibt ist eine Ausstattungsrevue an Originalschauplätzen.
    150 Minuten – gefühlte drei Stunden – einer misslungenen Literaturverfilmung..."

    www.kinokai.de/buddenbrooks-kritik.189.28775.php

    Ich hab mich jetzt für "Australia" entschieden.
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#2 MarkusAnonym
  • 30.12.2008, 16:16h
  • Lasst euch nicht von den Kritiken verunsichern!

    Wir haben den Film am ersten Weihnachtsfeiertag angeschaut und waren alle begeistert.

    Empfehlung: Unbedingt ansehen!
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