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Die neue virtuelle Plattform "Playstation Home" verbietet ihren Benutzern, Worte wie "gay" zu gebrauchen – Sony erklärte, das Projekt befinde sich noch in der Beta-Phase und werde daher täglich verbessert.

Seit dem 11. Dezember ist "Home" für die Öffentlichkeit zugänglich, doch das Filtersystem sorgt bereits für Ärger: Wie die Tageszeitung "San Francisco Chronicle" berichtet, blockiert Sony bei Nutzernamen oder im Chat Wörter wie "schwul", "lesbisch" oder "bisexuell". Auch "Christus" oder "Jude" seien der Zensur zum Opfer gefallen. Teilweise sei nicht einmal das Wort "Hello" möglich gewesen – weil darin der Begriff "Hell" ("Hölle") enthalten ist, der in den USA als Schimpfwort gilt.

Die Zeitung zitiert dabei einen 18-jährigen Aktivisten aus Connecticut, der schwul-lesbischen Schüler- und Studentenvereine in der virtuellen Welt vernetzen wollte. Das Wort "gay/straight Alliance" sei aber von Sony nicht zugelassen worden. "Ich kann ja verstehen, dass die Schimpfworte herausfiltern wollen, aber das fühlt sich wie Diskriminierung an", erklärte der 18-Jährige.

Ein Sony-Sprecher sagte, dass der Konzern täglich daran arbeite, die Plattform zu verbessern. Es gebe einen Wortblocker, um Beschimpfungen zu verhindern. Dabei sei es in der Anfangsphase zu Fehlern gekommen. Das Produkt befinde sich außerdem noch in der Testphase.

Mit "Home" will Sony eine Online-Community aufbauen, um die Marktführerschaft der Spielkonsole Playstation 3 zu sichern. Die Plattform orientiert sich an seit mehreren Jahren erfolgreichen virtuellen Welten wie "Second Life". (dk)



17 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 19:49h
  • Wer braucht so einen Scheiss?
    De Kids sollen mal lieber ein intelligentes Buch lesen, als ständig vorm PC abzuhängen! Und sich dann über die miesen PISA-Ergebnisse wundern!
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#2 FinnAnonym
  • 30.12.2008, 20:47h
  • Da kann ich nur zustimmen:
    anstatt den ganzen Tag vor Spielkonsolte, Internet und PC abzuhängen, sollten diese Leute lieber mal was mit Freunden unternehmen, Sport treiben, an die frische Luft gehen, lesen, Musik hören oder machen, etc.

    Und wenn schon spielen, kann man doch einen schönen Spieleabend mit Freunden und klassischen Brettspielen, Kartenspielen, Partyspielen, etc. machen... Das macht viel mehr Spaß und ist auch gesünder...

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass diese übereifrige Zensur, auf die man immer wieder trifft, absolut peinlich ist!! Man sollte lieber mal da einschreiten, wo es wirklich nötig ist; z.B. bei Gewaltaufrufen (egal ob gegen Schwule oder wen auch immer...)!!
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#3 nino89
  • 30.12.2008, 22:08h
  • Es ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass Kinder/Jugendliche durch virtuelle Spiele und dergleichen nicht weniger soziale Kontakte haben und auch nicht weniger mit Freunden unternehmen.
    Außerdem finde ich die meisten Infos, die ich suche, nicht mehr in Büchern, sondern online, also brauche ich auch nicht unbedingt ein Buch lesen. Und die, die Bücher lesen wollen, werden es auch weiterhin tun. Oder sind in den letzten Jahren alle Buchverlage geschlossen worden, weil niemand mehr welche kauft? ;)
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#4 KonstantinEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 22:25h
  • Antwort auf #3 von nino89
  • "Es ist wissenschaftlich nachgewiesen worden, dass Kinder/Jugendliche durch virtuelle Spiele und dergleichen nicht weniger soziale Kontakte haben und auch nicht weniger mit Freunden unternehmen."
    Aha! Quelle?
    Von wem ist diese Forschung beauftragt worden?
    Von Sony?
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#5 HannesGastAnonym
  • 30.12.2008, 22:57h
  • Ich würde fast schon soweit gehen und behaupten, dass Jugendliche durch das Internet sogar mehr lesen und schreiben, als ohne. Auch wenn die Rechtschreibung bei manchen Inhalten zu wünschen übrig lässt.
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#6 SaschaEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 23:09h
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • @Konstantin @Finn

    Ja und nein!

    Ja, in der Erziehung von Kindern sollte das reale Leben im Vordergrund stehen und Playstation & Co. so oft wie möglich in die Klamottenkiste verbannt werden!

    Nein, wir werden gesellschaftlichen Fortschritt nicht erreichen können, wenn wir nicht gerade in der Welt der neuen Medien Präsenz zeigen und neue Freiräume für junge Menschen eröffnen. Wir sollten uns daher nicht grundsätzlich gegen diese "Neuerungen" in der Erfahrungswelt junger Menschen sperren, sondern sie vielmehr in etwas Positives überführen, ihre enormen Chancen aktiv nutzen anstatt uns nur auf die Bekämpfung der offensichtlichen Risiken und Gefahren zu versteifen.

    Wenn wir diese Chance freilich verpassen, sieht es düster aus, aber im Moment sind die neuen Medien, insbesondere das Internet, genau das: eine enorme Chance!
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 23:13h
  • Antwort auf #3 von nino89
  • "Außerdem finde ich die meisten Infos, die ich suche, nicht mehr in Büchern, sondern online,"
    Dann können die von dir gesuchten Informationen ja nicht besonders komplex und anspruchsvoll sein!
    Ich glaube kaum, dass Brecht, Foucault, Böll, Nietzsche, Adorno, Habermas, Horkheimer, Tolstoi und sonstige wirklich lesenswerten Autoren online zu beziehen sind! Traurig, das Niewo [sic!] der heutigen Jugend!
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 23:21h
  • Antwort auf #6 von Sascha
  • Ich habe in keiner Weise etwas gegen das Internet!
    ABER ich habe ganz gewaltig etwas gegen sinnlose u.U. auch noch gewalttätige PC-Spiele! Denn: mit mal eben einen halben Stünchen pro Tag ist es dann ja nicht getan. Da wird dann mit 12 Jahren die Nacht zum Tag gemacht, werden 321 Terroristen gekillt und am nächsten Tag in der Schule gepennt oder besser noch: Die angestaute Aggression an schwächerern (schwulen?) Mitschülern ausgelebt!
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#9 SaschaEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 23:27h
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • Was die Verfügbarkeit von Literatur im Internet angeht, hast du sicherlich recht (obgleich auch das nur noch eine Frage der absehbaren Zeit ist),

    ABER das bedeutet nicht, dass das Internet nicht Lust auf eben solche anderen, weiterführenden Erfahrungen machen oder neue Horizonte eröffnen kann. Für uns kommt es daher darauf an, in den neuen neuen Medien Angebote für junge Menschen zu schaffen, die Freiräume eröffnen, und zwar bevor sich die dominierende Medienlandschaft z.B. im Internet einfach nur reproduziert (was allerdings - wie die Entwicklung zeigt - gar nicht so selbstverständlich ist, wie das mancher große Medienkonzern gern hätte - daher ja auch unsere Chance!).
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#10 SaschaEhemaliges Profil
  • 30.12.2008, 23:36h
  • Antwort auf #8 von Konstantin
  • OK, du beschreibst jetzt hier ein Extrem, das sicher nicht auf alle zutreffen muss, die sich für Playstation interessieren. Natürlich ist dein Einwand aber in der Sache völlig berechtigt. Am Ende liegt das Problem dann sowieso in der begleitenden (Medien- und sonstigen) Erziehung und nirgendwo anders.

    Jedenfalls ist die Bedeutung der zitierten neuen Medien einschließlich "Games" und Playstation unbestreitbar- daher sollten wir besser zusehen, dass wir bei deren Definition und Gestaltung schnellstmöglich und so aktiv wie möglich mitmischen anstatt schmollend daneben zu stehen!
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