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  • 07. Januar 2009
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Ein früherer Flugbegleiter des Privatjets von McLaren-Boss Ron Dennis beschuldigt seinen ehemaligen Arbeitgeber, ihn aus reiner Homophobie gefeuert zu haben.

Dennis muss sich deswegen derzeit vor einem Antidiskriminierungsgericht im südenglischen Southampton verantworten. Der 27-jährige Stewart Peter Boland hat fünf Jahre lang für Dennis gearbeitet, wurde aber im Mai 2007 fristlos entlassen. Der McLaren-Boss hatte seinem Angestellten vorgeworfen, er sei während eines Fluges eingeschlafen und sei unzuverlässig gewesen. Boland erklärte aber, er sei gefeuert worden, nachdem Gerüchte über seine Homosexualität die Runde machten. Eine derartige Entlassung ist nach dem britischen Antidiskriminierungsgesetz aber verboten.

Boland erklärte, Dennis habe sich ihm gegenüber anders verhalten, nachdem dieser von den Gerüchten gehört habe. Diese seien aber falsch gewesen: "Es war für alle Beteiligten sehr peinlich, als ich erklären musste, dass ich nicht schwul bin." McLaren habe ihm 8.000 Pfund (9.000 Euro) angeboten, damit er die Sache nicht vor Gericht bringt. Der Stewart, der 32.000 Pfund (35.500 Euro) pro Jahr verdiente, lehnte das aber ab.

Ferner warf der Flugbegleiter seinem Ex-Chef vor, auch Vorurteile gegen Araber zu hegen: "Er sagte, dass er erstmal ins Bad müsse, sich die Hände waschen, weil er den ganzen Tag Arabern die Hände geschüttelt habe", so Boland während des Verfahrens.

Vor wenigen Wochen hat ein heterosexueller Brite erstmals das Recht erhalten, seinen Arbeitgeber wegen Homophobie zu verklagen (queer.de berichtete). Der 56-jährige Stephen English war für schwul gehalten und deswegen von Kollegen gemobbt worden.

McLaren, der Rennstall des Angeklagten, hat derzeit den Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton unter Vertrag.

Erst im November machten die brasilianischen Formel-1-Fahrer Felipe Massa und Rubens Barichello von sich reden, als sie Medienberichten zufolge ihren ehemaligen Kollegen Michael Schumacher in angetrunkenem Zustand als "Schwuchtel" bezeichneten (queer.de berichtete). (dk)