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Die 23-jährige Sängerin Lily Allen erklärte in einem Interview, sie mag Schwule, halte Warnungen vor Kokain für übertrieben und lehne den christlichen Glauben ab.

Die junge Engländerin, die 2006 mit dem Hit "Smile" ihren internationalen Durchbruch schaffte, berichtet dem Musikmagazin "The Word", dass sie in ihrer Kindheit den Widerspruch zwischen ihrer liberalen Familie und ihrer beengenden christlichen Schulen nicht ausgehalten haben: "Ich mag den christlichen Glauben nicht besonders. Ich war in einer katholischen Schule und dort erklärte man mir, dass Schwule, Ehebruch und Drogen schlecht seien."

Dagegen sei es zu Hause anders zugegangen: "Alle Freunde meiner Mutter waren schwul, mein Vater hatte Affären, und in unserem Haus wurden ständig Drogen genommen – ich war also ein wenig verwirrt."

Youtube | Lily Allens Hit LDN, in dem sie ihrer Heimatstadt London ein Ständchen singt.

Persönlich möge sie Schwule und habe auch Kokain konsumiert: "Ich fühlte mich wie eine Außenseiterin, als alle Koks schnupften, und ich nicht", begründet sie ihren Ausflug in die Lieblingsdroge der Besserverdienenden. Gemocht habe sie Koks allerdings nicht besonders.

Die Droge sei ohnehin nur halb so schlimm, wie in Medien und in der Politik immer behauptet werde: "Ich kenne einen Haufen Leute, die drei mal die Woche Koks nehmen, und dann aufstehen und zur Arbeit gehen", so Allen. "Aber diese Seite der Geschichte bekommt man nie zu hören. Ich wünschte mir, die Leute würden das nicht so dramatisieren." Es sei nicht wahr, dass Drogenkonsumenten zwangsläufig Prostituierte, Vergewaltiger oder Dealer werden würden.

Diese Aussage führte bereits zu Reaktionen aus der Politik. Der konservative Schatten-Innenminister Dominic Grieve nannte die Sängerin naiv und erklärte, dass Kokain die "Kriminalitätsrate erhöht und Leben kaputt macht".

Anfang September noch hatte der schwule Musikgroßmeister Sir Elton John bei einer Veranstaltung der Nachwuchssängerin vorgehalten, dass er sie immer noch "unter den Tisch koksen" könne (queer.de berichtete). Allen hatte die Sticheleien des 61-Jährigen zuvor wenig charmant mit den Worten "Fuck you" gekontert.

Allens neues Album "It’s Not Me, It’s You" wird Anfang Februar erscheinen. (dk).



#1 Liedel
  • 08.01.2009, 19:01h
  • Toll. Man lese nur mal eines der Hetzpamphlete der Evangelikalen: Schwul=Drogen (=Kriminalität).
    Und Kokain in diesem Zusammenhang zu verharmlosen halte ich für mehr als bedenklich...

    Sorry Lilly, auf solche Sympathiebekundungen kann ich gern verzichten
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 LeoAnonym
  • 08.01.2009, 21:27h
  • Antwort auf #2 von Hannibal
  • oh ja war klar. es gibt auch leute die jeden morgen drei bier trinken und oder um zur arbeit zu gehen. willst du das auch verharmlosen?
    Lilly allen genießt in England keine besonders prächtigen ruf. sie gibt sich sich als weiblicher Robbie Williams in seinen härtesten zeiten. britische popstars haben doch alle einen knall. ihr wisst ich könnt jetzt die berühmte liste aufzählen:
    von careless whisper bis karma charmeleon.
    Aber ich will ja keine Klischees bedienen.Antworten » | Direktlink »
#4 HannibalEhemaliges Profil
  • 08.01.2009, 23:24h
  • Antwort auf #3 von Leo
  • och nö! auch eine von diesen Spießer-Schwuppen! Ich trinke tagsüber auch nicht! Aber ich plädiere für ein Leben mit Spass und exzessive Erfahrungen! Leute wie du schimmeln dich nur vor sich hin! Die hatten nie Spaß!
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#5 Liedel
  • 10.01.2009, 03:41h
  • Das schlimme ist ja, dass Leute, die nicht mit Drogen umgehen können, auch nicht mit legalen wie z.B. Alkohol, irgendwann zu exzessiv werden, dann in einer Entzugsklinik landen...um dann als wiedergeborene / konservative Christen zu erscheinen. Und wie die über uns denken ist bekannt... siehe unsere liebste Durchlaucht an der Seite von Kardinal Meisner, siehe den trockenen Alkoholiker George W. Bush... die Reihe lässt sich mit so einigen Stars und Sternchen fortsetzen...

    Bin gespannt, was die Allen so in 20 Jahren von sich geben wird. Ich orakele mal: sie wird dann clean, wiedergeboren, gegen Abtreibung, Drogen...und natürlich gegen Schwule sein...
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#6 stromboliProfil