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In elf Schwulenbars in Seattle gingen vergangene Woche anonyme Drohbriefe ein, die einen Giftanschlag ankündigen – ersten Meldungen zufolge könnte der Urheber auch aus der Schwulenszene kommen.

Die Bundespolizei FBI und das Heimatschutzministerium haben die Ermittlungen aufgenommen, nachdem schwule Einrichtungen mit einem Rizin-Anschlag gedroht wurde. Rizin ist ein Eiweiß aus dem Wunderbaum, das zu einer Zerstörung von roten Blutkörperchen führt. Bei einer Vergiftung tritt der Tod nach 36 bis 72 Stunden ein.

In dem Brief, der auch an die alternative Zeitung "The Stranger" geschickt wurde, wird der Tod von mindestens 55 Menschen angekündigt. Trotzdem haben die Bar der Stadt bislang keine Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Die Polizei patroulliert inzwischen häufiger in den Schwulenvierteln und ruft dazu auf, wachsam zu sein. So sollte man sein Getränk nie aus den Augen lassen.

Die Behörden geben derzeit keine Informationen über den Stand der Ermittlungen. In der Schwulenszene wird aber gemutmaßt, dass der Täter ein "sich selbst hassender Schwuler" ist, wie Dan Savage von "The Stranger" erklärte. Er sagte, der Droh-Text basiere lose auf dem Gedicht "A Display of Mackerel" vom offen schwulen Autor Mark Doty. (dk)