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Ein Mann hat Hooters verklagt, weil die durch ihre aufreizend gekleideten Kellnerinnen bekannte Restaurantkette ihn nicht als "Hooters Girl" einstellen wollte.

Nikolai Grushevski aus Corpus Christi (US-Bundesstaat Texas) hat sich auf eine Stellenanzeige für "food server" im Mai 2008 beworben, berichtet der Nachrichtensender MSNBC. Als er mit Verweis auf sein Geschlecht abgewiesen wurde, beschwerte er sich beim Arbeitsministerium. Da dieses nicht reagierte, hat er nun eine Bundesklage angestrengt und will von der Kette Entschädigungszahlen wegen Diskriminierung erwirken.

"Ich denke, wir haben gute Chancen", erklärte Martin Shellist, der Anwalt des Klägers. "Wenn man die Hooters-Logik ernst nimmt, verstößt sie gegen das Gesetz in jedem Punkt. Ich denke, diese Praxis ist unfair".

Zwar haben Bundesgerichte bereits in den 1990ern entschieden, dass die Burger-, Fritten- und Bierbude bevorzugt weibliches und schlankes Personal einstellen dürfe. Allerdings argumentieren Grushevski und sein Anwalt, dass im vorliegenden Fall ein "food server" gesucht worden sei – in der Stellenanzeige habe nichts von einem "Hooters Girl" gestanden. Außerdem sei Hooters ein Restaurant und kein sexuell orientierter Geschäftszweig, weshalb die Kette nicht auf der Basis von Geschlecht diskriminieren dürfe. "Was stoppt Hooters sonst, auf der Basis von Rasse zu diskriminieren", fragt Grushevskis Anwalt rhetorisch.

Ein Hooters-Sprecher erklärte dagegen, der Kläger rufe die Gerichte nur wegen des Geldes an. "Die Beschuldigungen sind Blödsinn", erklärte er. Man stelle natürlich auch Männer ein – nur eben nicht als Servicekräfte.

Hooters (englisch für "Hupen") wurde Anfang der 1980er Jahre in Clearwater (Florida) gegründet und ist inzwischen in 25 Ländern aktiv. Die erste deutsche Filiale öffnete 2005 in Neunkirchen (Saarland). Die knapp bekleideten weiblichen Servicekräfte sind das Aushängeschild der Kette. Sie versuchen etwa mit Tanzeinlagen die Gäste zu einer besonders langen Verweildauer zu bewegen. Neben alkoholischen Getränken bietet die Kette eine breite Auswahl an Hamburgern, Sandwiches, Steaks, mexikanischen Gerichten und Fisch an, die auch von schwulen und weiblichen Gästen geschätzt wird. (dk)



#1 seb1983
  • 16.01.2009, 14:07h
  • Naja, amüsante Zwischenfälle wie diesen gibts ja immer wieder wenns um Diskriminierung geht.

    Aber: Schwule und Frauen essen Hamburger, Sandwiches und Steaks?? Das schlägt ja dem Fass den Boden aus
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#2 VolumeProProfil
  • 16.01.2009, 14:49hMönchengladbach
  • Das Essen dort ist ja ganz gut.

    Aber ich fühle mich von den Damen doch etwas belästigt.
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#3 seb1983
  • 16.01.2009, 20:45h
  • Antwort auf #2 von VolumePro
  • und wer prügelt dich dann immer dort hin dass du dich belästigen lassen musst? Hat deine Mutter noch Hoffnungen dass die dich umdrehen?
    Ich dachte immer man geht da hin um belästigt zu werden
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#4 herve64Profil
  • 15.01.2010, 21:45hMünchen
  • Clearwater (Florida) ist nicht nur der Sitz von Hooters, sondern auch der der Scientology Church. Inwieweit da Zusammenhänge denkbar sind, überlasse ich der Phantasie der Leser.
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