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Der in Russland wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis sitzende ehemalige Ölmagnat Michail Chodorkowski wird von einem Ex-Zellengenossen beschuldigt, sich an ihm vergangen zu haben.

Der Häftling Alexander Kutschma erklärte, Chodorkowski habe ihn vor drei Jahren sexuell belästigt, als beide in einer Isolationszelle saßen. Er fordert nun 500.000 Rubel (11.500 Euro) Schmerzensgeld. Der Fall soll am 25. Februar verhandelt werden, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Chodorkowski musste 2006 in die Isolationszelle umziehen, weil er angeblich in einer Zone gegessen hatte, in der die Nahrungszunahme verboten war. Die Anwälte des ehemaligen Yukos-Chefs erklärten, Kutschma sei nicht das Opfer, sondern viel mehr der Täter während der Zeit gewesen, als die beiden Zellengenossen waren. So habe Kutschma Chodorkowski mit einem "scharfen Gegenstand" attackiert.

Sie erklärten ferner, dass es sich offenbar um eine politische Anklage handele, da die Staatsmacht offenbar mit anderen Beschuldigungen nicht mehr erfolgreich sei.

Der Unternehmer Chorokowski stieg in der Jelzin-Ära zu einem der reichsten Oligarchen Russlands auf. Mit Ölunternehmen baute er ein Milliarden-Imperium auf. Anfang dieses Jahrzehnts kam es dann zu Konflikten mit der Regierungspartei, mutmaßlich weil Chorokowski die kommunistische und liberale Opposition finanziell unterstützte und den Kreml der Korruption bezichtigte. 2003 wurde er wegen Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe festgenommen und schließlich zu acht Jahren Haft in einer Strafkolonie in Sibirien verurteilt. Ein in Antrag auf Begnadigung und die vorzeitige Entlassung Chodorkowskis wurde Ende August 2008 vom zuständigen Gericht im sibirischen Tschita abgelehnt, da noch ein Verfahren wegen Geldwäsche und Unterschlagung anhängig ist. (dk)



#1 queer denkenAnonym
  • 19.01.2009, 17:33h
  • Also um es noch einmal klar zu stellen: Die Steuerhinterziehung war nur ein Vorwand, um gegen ihn vorgehen zu können, denn er lehnte sich offen gegen die Obrigkeit auf und unterstützte die Opposition.

    Jetzt geht es wohl darum, das man ihn am liebsten nie wieder raus lassen will, denn sein Wissen könnte ganz sicher einige hohe Persönlichkeiten zu Fall bringen.
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#2 1+1=3Anonym