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Das Meinungsportal sozioland veröffentlichte die Ergebnisse seiner Weltaidstag-Umfrage. Ergebnis: In einer Beziehung wird das Kondom gerne weggelassen.

Unter den schwulen Befragten gaben 41 Prozent an, sie würden ein Kondom auch in einer Beziehung benutzen. 43 Prozent erklärten, mit einem festen Partner würden sie auf den Schutz verzichten. Nur ein Prozent der Schwulen erklärten, sie würden generell kein Verhüterli benutzen. Weitere sieben Prozent stülpen das Gummi nur bei unbekannten One-Night-Stands über, sechs Prozent würden vor Ort entscheiden, ob sie sich schützen wollen oder nicht.

Unter Heterosexuellen ist die Kondomphobie größer: Hier gaben sechs Prozent, sie würden generell kein Kondom benutzen und 12 Prozent nur bei One-Night-Stands.

Insgesamt legten Ältere wesentlich seltener Kondome an als Jüngere. So erklärten bei allen Befragten nur 1,4 Prozent der unter 18-Jährigen, sie würden sich generell nicht schützen. Bei der Altersklasse 50 plus liegt der Anteil bereits bei 16 Prozent.

An Informationsmangel kann die in manchen Gruppen niedrige Akzeptanz von Präservativen nicht liegen: 92 Prozent aller Schwulen fühlen sich über die Gefahren von HIV/Aids gut oder sehr gut informiert. Unter Bisexuellen sind es 82 Prozent, bei Heterosexuellen 77 Prozent.

Bei der Frage, ob die meisten HIV-Infizierten selbst an ihrem Schicksal schuld sind, gibt es Unterschiede zwischen den Gruppen: Unter Schwulen bejahen 13 Prozent die These, 59 Prozent lehnen sie ab. Bei Heterosexuellen stimmen 18 Prozent zu, 56 Prozent nicht. Größere Differenzen gibt es bei den Altersklassen. Jüngere geben HIV-Positiven weniger die Schuld als Ältere: Unter den 18-Jährigen und jüngeren stimmen 12 Prozent zu, dass HIV-Positive selbst schuld seien – bei den 30- bis 39-Jährigen 18 Prozent, bei über 50-Jährigen sind es bereits 23 Prozent. Einzig aus dem Raster fallen die 40- bis 49-Jährigen: Hier bejahten nur acht Prozent die These.

Die Hoffnung auf ein Heilmittel gegen die Immunschwächekrankheit ist äußerst gering: Ein Prozent glaubt, es könne innerhalb von zwei Jahren entwickelt werden, 52 Prozent erwarten ein Medikament aber erst in zehn Jahren oder mehr. Elf Prozent sind sogar der Überzeugung das HIV für immer unheilbar bleibt.

Für die Unterschung befragte Sozioland im November und Dezember 2008 über 1.100 Menschen online. (dk)



21 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 19.01.2009, 18:11h
  • Ich finde die Ergebnisse völlig plausibel!
    Nur in dem Ergebnis nach einem Heilmittel bin ich anderer Meinung.
    Die Pharmaindustrie hat meiner Meinung nach schon längst ein Mittel in der Schublade, will sich aber erstmal noch ein paar Jahre an den teuren Retros gesund stoßen!
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#2 XDAAnonym
  • 19.01.2009, 21:21h
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • Das glaube ich eher nicht. Ein HIV Medikament könnte so teuer vermarktet werden, dass der Konzern richtig Asche machen würde. Ich glaube, dass es tatsächlich enorm schwer ist etwas gg das Virus zu tun.
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#3 seb1983
  • 19.01.2009, 21:35h
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • Ich bin ein totaler fan solcher Verschwörungstheorien.

    Atlantis gibts übrigens wirklich und
    Elvis lebt auch noch, die Regierung verheimlicht das nur.
    ahaja: Bush hat das WTC natürlich selbst gesprengt.
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#4 Mister_Jackpot
  • 20.01.2009, 00:57h
  • Also für mich gilt auch in einer Beziehung immer mit Gummi...was weiss ich wo mein Liebster nachher rumpoppt ohne dass ichs weiss....man muss nur aufpassen, dass man das ganze nicht zu sehr mit der rosaroten Brille der Verliebtheit sieht. Ein Partner, der einen wirklich liebt wird auch gern der weiteren Verwendung von Gummis auch in einer Beziehung zustimmen.
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#5 XDAAnonym
  • 20.01.2009, 12:42h
  • Antwort auf #4 von Mister_Jackpot
  • Also Elvis lebt zusammen mit Adolf Hitler und dessen Hund Blondi in Argentinien. Konnte man ja bei den Simpsons auch schon sehen. :-)

    Problem des Kondom-weglassens in einer schwulen Beziehung ist die höhere Promiskuität im Gegensatz zu Heterobeziehungen. Das muß jeder für sich selbst entscheiden. Es kann durchaus Beziehungen geben, wo das mit der Treue klappt. Aber viele hetzen ja wirklich von Bett zu Bett bzw. haben derart offene Beziehungen, dass ich mich frage, welchen Sinn die Beziehung eigentlich hat ...
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#6 YavannahAnonym
  • 20.01.2009, 12:59h
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • wurde aids nicht von den amis erfunden, um...äh, irgendwas in afrika oder so zu machen. was wäre am coolsten? schwarze ausrotten? afrika versklaven? ja, das klingt geil, das muss es gewesen sein. also, noch mal:

    wurde aids nicht von den amis erfunden, um afrika zu versklaven?

    wobei es ja auch studien gibt, dass aids wahrscheinlich ("wahrscheinlich" da wissenschaftliche studien!) von gott kommt und die schwulen bestrafen soll.

    ach.
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#7 stromboliProfil
  • 20.01.2009, 13:19hberlin
  • Antwort auf #5 von XDA
  • die mär vom einzig promisken ( dem schwulen) lässt sich eigentlich nicht mehr halten!
    Auch die hetenwelt hat eine wandlung hin zu schnellabwickelbaren sexualkontakten durch gemacht! Dies ( dank (?) sichtbargewordener homosubkultur und deren verkehrsformen; viel von dem , was wir zuvor schon praktizierten, ist in die allgemeninheit der hetenkultur übernommen worden!
    Und die scheidungsrate von 1ne von dreien auf dem lande und jeder zweiten ehe im städtischen bereich, ist ein hinweis auf die funktionstüchtigkeit der monogamen partnerschaftsideologie: nichts ist so wie man denkt

    Beim blick drauf, warum die heten (frauen wie männer ) beim quicky auf den gummischutz verzichten, brauchts allerdings auch eine andere sicht/herangehensweise als beim schwulen!
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#8 maaartinAnonym
  • 20.01.2009, 13:28h
  • auf jeden fall immer mit gummi. hab früher in der beziehung auch die dinger weggelassen. seitdem allerdings einer meiner exfreunde ein halbes jahr nach der trennung mir riet, einen test zu machen, weil er kürzlich positiv getestet wurde seh ich das anders... schon allein auf die zitterpartie bis ich mein testergebnis dann endlich hatte, hab ich keine lust mehr.
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#9 seb1983
  • 20.01.2009, 15:27h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • Wenn ich mir die Ansteckungsraten in Europa ansehe dann stellt sich nach wie vor die Frage wie eine doch eher bescheidene Gruppe wie wir Schwulen sich dermaßen weit nach vorne bringen konnte wenn doch angeblich nicht promisk rumgevögelt wird und alle Gummis benutzen. Bringts der Storch? Schwule sind in gigantischem Maße überrepräsentiert, inzwischen sind es zwischen 50% und 2/3 aller Ansteckungen die auf "unser" Konto gehen, Tendenz in Deutschland steigend!!

    Übrigens bin ich sehr gepannt auf die ersten Daten zu Scheidungsraten bei Schwulen und Lesben, vielleicht gibts ja auch da einen Platz ganz oben auf dem Treppchen, was
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#10 ThommenAnonym
  • 20.01.2009, 16:43h
  • Homosexuelle denken ähnlich wie Heteros: Wenn ich ein Kind von ihm habe, dann wird er schon treu sein... Solange er ohne Kondom fickt, geht er nicht fremd... KeineR will die Verantwortung selber oder gemeinsam tragen... :-(
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