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  • 19. Januar 2009, noch kein Kommentar

Erwin Staudt, der Präsident des Fußballbundesligisten VfB Stuttgart ist Schirmherr des Christopher Street Days 2009 in Stuttgart.

Damit ist das erste Mal seit 2003 kein Politiker Schirmherr von Süddeutschlands größtem schwul-lesbischen Festival. Der 60-jährige Staudt sagte nach einer Anfrage der CSD-Organisatoren sofort zu. "Die Anfrage des CSD Stuttgart kam zu einem guten Zeitpunkt", erklärte Staudt. "Nach ersten Aktivitäten des Deutschen Fußball-Bundes gegen Homophobie im Fußball unterstützen wir die wichtige und richtige Arbeit zum Abbau von Diskriminierungen gegenüber Lesben und Schwulen im Fußball." Mit der Schirmherrschaft wolle er gesellschaftliches Engagement zeigen: "Der Fußball verfügt über eine große integrierende Kraft", ist sich der ehemalige IBM-Manager sicher.

Auch der offizielle schwule Fanclub der schwäbischen Erstligisten zeigte sich erfreut: "Wir sind sehr glücklich und auch ein bisschen stolz, dass Erwin Staudt die Schirmherrschaft angenommen hat", so Mark Friedrich, Vorsitzender des der Stuttgarter Junxx. "Erwin Staudt repräsentiert unseren Lieblingsverein so, wie wir uns den VfB Stuttgart wünschen: offen, tolerant und integrativ."

Motto: "Macht Mut!"

Als Motto wählten die CSD-Organisatoren dieses Jahr "macht Mut!". "Uns war wichtig, dass wir im bedeutenden Jubiläumsjahr ein Thema finden, das sowohl den Blick zurück auf 40 Jahre schwul-lesbische Bewegung ermöglicht, als auch ein Ansporn für die noch offenen Punkte beim Streben nach Gleichberechtigung ist", erläutert Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des CSD Stuttgart, den weitrechenden Anspruch an das Motto. "Dabei sind wir unserer Linie treu geblieben: kurz, prägnant, deutsch, deutlich, doppeldeutig."

Im vergangenen Jahr sorgte das Stuttgarter CSD-Motto "Ich glaube" für Kritik unter christlichen Fundamentalisten (queer.de berichtete). Aber auch die konservative baden-württembergische CDU blieb der Großveranstaltung daraufhin demonstrativ fern. Für konservative Politiker kann der Einsatz für den CSD noch unabsehbare Folgen haben: So wurde Sozialminister Andreas Renner (CDU) im Jahre 2006 zum Rücktritt gedrängt, nachdem er die CSD-Schirmherrschaft übernommen hatte (queer.de berichtete). (dk)



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