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Der schwule Popsänger Boris Moisejew will sein Land beim diesjährigen Eurovision Song Contest vertreten. Seine Chancen werden als eher gering eingeschätzt.

Im Februar will sich Moisejew der russichen Vorausscheidung stellen. "Vielleicht wird ja mein Lied goutiert, ich selber jedoch nicht", sagte er gegenüber der Zeitung "Moskowskij Komsomolez" mit Blick auf die offene Schwulenfeindlichkeit vieler seiner Landsleute. Beobachter räumen ihm eher Außenseiterchancen ein.

Zuletzt hatte der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow Schwule noch davor gewarnt, beim Grand Prix, der Mitte Mai in Moskau ausgetragen wird, zu offensiv aufzutreten (queer.de berichtete).

Youtube | Ostpop ohne Rücksicht auf Verluste: Boris Moisejew ruft mit der Mädchengruppe Strelki und Ex-Bolschewistenchef Lenin die „Sexual Revolution“ aus.

Der in Weißrussland geborene 54-Jährige Moisejew ist in seinem Land einer der wenigen offen schwulen Künstler, die auch im Mainstream erfolgreich sind. Seine Konzerte sind vor allem durch ausgeprägte Choreografie und bunte Kleider geprägt. In Interviews berichtet er auch von sexuellen Eskapaden, etwa mit Plattenbossen.

Der Schlagerstar hielt sich bislang allerdings aus dem politischen Streit um Homo-Rechte weitgehend heraus. In einem Interview mit der Zeitung "Segodnya" erklärte er 2006, dass CSDs und andere Homo-Proteste die Mehrheitsbevölkerung provozieren könnten und sich Schwule und Lesben deshalb zurückhalten sollten: "Diese Art irritiert Leute. Und Schwule sollten Leute nicht irritieren", erklärte er. Seine eigenen Konzerte irritierten aber offenbar ebenfalls: Gerade in ländlichen Gebieten kam es wiederholt zu Protesten gegen seine Auftritte. In manchen Gegenden wurden Konzerte sogar von den Behörden verboten. (dk)



#1 Diz!Anonym
  • 26.01.2009, 18:57h
  • ARGHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
    er hat "Army of Lovers" geklaut und verunstaltet!
    ich hoffe, er fliegt VOR der Vorentscheidung raus!
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#2 XDAAnonym
  • 27.01.2009, 19:57h
  • Zu viel sollte man in Russland auch nicht protestieren bzw. kritisieren sonst ereilt einen schnell das Schicksal von Anna Politkowskaja, Stanislaw Markelow und Anastassija Baburowa.
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